Mittwoch, Juni 29, 2005

Mehr Flirt
Westfalenbahn
bestellt 19 Züge für 80 Millionen bei Stadler.
Sie werden in Deutschland gefertigt. Ihr Einsatz im Teutoburgerwald zwischen Paderborn, Bielefeld, Münster, Osnabrück und Rheine geplant. Die Finanzierung erfolgt über Angel Trains.

Sonntag, Juni 26, 2005

ÖBB 1216
Die neue Siemenslok befindet sich mit einem Messwagen in der Schweiz, wo die Gleiskraftmessungen durchgeführt werden. Bilder gibt es hier.
Die Vollweichen: Surfen auf dem ICE

Samstag, Juni 25, 2005

Italien
Neuer Cisalpino vorgestellt
Auf der TG-Trains Seite gibt es einige Fotos von dem 1:1-Modell der neuen Cisalpino-Zügen. Sie unterscheiden sich bis auf die spitzigere Schnauze und das Glas-Cockpit nicht gross von ihren Vorgängern. Die ersten Züge sollen im inneritalienischen Verkehr bereits auf den Fahrplanwechsel Ende 2006 erscheinen. Trenitalia hat zwölf 7teilige Züge bestellt, die im Alstom Werk Savigliano gebaut werden. Hoffentlich haben diese Züge nicht so viele Störungen, wie ihre Vorgänger zu Beginn ihres Einsatzes!

Mittwoch, Juni 22, 2005

Schweiz
Ein Stromausfall legt um 18:00 praktisch das ganze Eisenbahnnetz still.

Ein Stromausfall legt um 18:00 praktisch das ganze Eisenbahnnetz in der Schweiz still. Ursache: Keine Ahnung, vielleicht Resonanzerscheinungen im Netz oder so. Offenbar ist die Spannung aus unbekannten Gründen von 15 kV auf 12 kV abgefallen. Die Störung begann im Tessin.


Der SBB-Seite hat sich auf das folgende reduziert:


SBB und Feuerwehr verteilen Wasser an die gestrandeten Passagiere. Von Zürich aus starten drei Dieselzüge: einer nach Bern, einer nach St. Gallen und einer nach Luzern.

SwissBlog hat auch einen Beitrag zum Thema.

.. und hier eine Handyfoto von brigitte


Auf der BLS verkehren die Züge wahrscheinlich auf den folgenden Strecken:
Spiez - Zweisimmen
Spiez - Interlaken Ost
Thun - Goppenstein

Auf der RhB wird ein reduzierter Betrieb aufrecht erhalten.

Diverse Quellen hier

(Heute würde ich beim Taxifahren wieder viel Geld verdienen!)

Update 23-06-2005 10:48:

Die Ursache war ein Netzproblem:

  • Wegen einer Baustelle in Erstfeld mussten Übertragungsleitungen ausgeschaltet werden. Diese Leitungen transportieren den in den SBB eigenen Kraftwerken im Gotthardgebiet erzeugte Strom ins Mittelland. Von drei Leitungen waren zwei ausgeschaltet.
  • Auf Grund eines heftigen Kurzschlusses unbekannter Ursache fiel auch noch die letzte Leitung, die den Gotthard und das Tessin mit dem Mittelland verbindet aus. Dies führte zu einer Überlast im Raum Zürich-Basel-Bern und führte auch dazu, dass das Tessin nur noch über die Fahrleitung im Strom versorgt wurde. Deshalb viel dort die Spannung von den üblichen 15 kV auf die 12 kV ab.
  • Die Überlast in schweizerischen Mittelland fürhte zu einem allgemeinen Netzzusammenbruch

Ähnliche Netzzusammenbrüche hat es schon früher gegeben, vor allem in der Westschweiz. Dies ist aber das erste Mal, dass die ganze Schweiz davon betroffen war.


Meine persönlich Meinung zum Thema:

  • Das SBB Energienetz ist nicht optimal aufgebaut. Es ist mehr eine Spinne, die von den beiden grossen Umformerwerken Zürich-Seebach und Kerzers (bei Bern) ausgeht. Diese Art von Energienetzen ist sehr störungsanfällig, da die Arme des Netzes nur von einem Punkt aus versorgt werden können.
  • Die SBB kennt dieses Problem schon seit Jahren, kann aber dagegen nichts tun. Der Bau von zusätzlichen Übertragungsleitungen wird von Umweltschützern blockiert.

    Gemmileitung:
    geplant seit den achziger Jahren, kann jetzt erst als Kabel durch den neuen Lötschbergbasistunnel als Kabel gebaut werden. Diese Leitung verbindet Kerzers mit dem Wallis.

    Nufenenleitung:
    Planung kommt nicht vorwärts wegen den vielen Einsprachen. Diese Leitung würde das Wallis mit dem Tessin verbinden und hätte den Zusammenbruch von gestern verhindert!
  • Die SBB muss beim Ausfall von Netzteilen in zukunft schneller reagieren. Durch präventives Abschalten von anderen Netzteilen kann ein Totalzusammenbruch verhindert werden können. Hier kann man sich sicher noch verbessern.
  • Erschwerend war sicher auch der Zeitpunkt des Ausfalls. In der Stosszeit wird am meisten Strom gebraucht - speziell in der Zeit zwischen xx:00 und xx:15 wenn alle Züge aus den grossen Knoten los fahren.
  • Der Einfluss, der mit Bahn 2000 eingeführten zusätzlichen Zugleistungen wurde unterschätzt. Da die Infrastruktur bis zu ihren Grenzen ausgenutzt ist, haben technische Probleme sehr starke Auswirkungen, die sich zudem auch sehr schnell räumlich ausdehenen.

Samstag, Juni 18, 2005

Japan
Wie kriege ich ein Sitzplatz in einer vollen U-Bahn ?
Diese Frage beantwortet das Buch "Sit Down on a Commuter Train" von Hajime Yorozu. Diverse Strategien sind auch hier verraten. Meine Taktiken beschränken sich zum Glück auf das richtige Anstehen bei der geöffneten Türe. (via Patrices)

Donnerstag, Juni 16, 2005

Frankreich

Das EU-Recht scheint sich in Frankreich noch nicht so richtig umsetzten zu lassen: der erste private Güterzug auf französischen Gleisen wurde nach kurzer Fahrt von demonstrierenden Bahnarbeitern gestopt.
(Eisenbahn Webkatalog)
Ungarn
Die ungarische Staatsbahn MAV ist praktisch Konkurs. Sie hat ca 610 Mio EUR Schulden und musste dieses Jahr einen Betriebskredit von 400 Mio EUR aufnehmen. Bis jetzt hat der Staat viel in die Bahn investiert. Das könnte aber schon bald anders werden, da im EU-Raum alle staatlich bestellten Leistungen EU-weit ausgeschrieben werden müssen. Wahrscheinlich werden tausende von ungarischen Bahnern ihre Stellen verlieren. Bereits jetzt fahren 30% weniger Personenüge um Kosten zu sparen. Weiter werden wahrscheinlich auch die Fahrpreise angehoben. Ungarn hat die billigsten im ganzen EU-Raum.
Die Presse.com
Heute mit dem Fahrrad entlang des Rheins in der Nähe
von Weiach(ZH) entdeckt (Fotos von Handy-Camera):


Zwei Thurbo GTW unterwegs in Richtung Eglisau.


Ein Ölzug in Richtung Ostschweiz mit zwei European
Bulls BR 185.
SBB Re 484 in Holland
Die SBB Re 484 005 weilte für Störstrommessungen auf der Betuwe Linie. Die Lok wurde dafür mit einem speziellen Werbekleber versehen.



Die Betuwelinie ist eine neu erstellte Güterzugstrecke, die Rotterdam mit Emmerich(D) verbindet. Sie ist mit 25 kV 50 Hz elektrifiziert, verläuft aber in Holland teilweise parallel zu bestehenden Gleichstromstrecken.
Die Blüten der Privatisierung der Eisenbahn
Siemens musste die neuen Re 474 Lokomotiven der SBB von Deutschland nach Bellinzona bringen. Dazu wurde eine Diesellok der betriebseigenen Lokvermietung Dispolok eingesetzt. Da die Diesellok nicht ohne Unterstützung durch die langen Alpentunnel fahren darf, wurde ihr noch eine historische Elektrolok des Club del San Gottardo vorgespannt. Dieser verkaufte auch noch gleich Führerstandsfahrten über den Gotthard an Eisenbahnfreunde.



Ich bin mir da nicht sicher, ob da alles sinnvoll ist. Die SBB hätte den beinden neuen Loks wahrscheinlich eine Re 420 vorgespannt oder hätte sie in einem ohnehin verkehrenden Güterzug über den Berg gebracht. Die private Lösung braucht eine Diesellok, die unter dem Fahrdraht fährt und lässt eine historische Lokomotive, die nicht mit der vollständigen Zugsicherungsausrüstung versehen ist, eine Fahrt ausführen, die nichts mit ihrem historischen Dasein zu tun hat. Die Umwelt und die Sicherheit scheinen da auf der Strecke zu bleiben zugunsten der Privatwirtschaft.
(via Bahnonline)

übrigens:
Es befinden sich nun 16 Re 474 in der Schweiz. Die Lok werden jeweils in Dreier-Gruppen in die Schweiz überführt. Zwei Lokomotiven wurden bei einem Rangierunfall in Deutschland beschädigt und wurden zur Reparatur zurück ins Siemens Werk München-Allach gebracht.

Montag, Juni 13, 2005

Schmutzbrand an EC

Laut einem Bericht in der Aargauer Zeitung ist an einem EC bei Othmarisngen ein Schmutzbran aufgetreten, der durch den Lokführer mit einem Handfeuerlöscher gelöscht werden konnte. Grund war eine feste Bremse. Gefahr für die Reisenden dürfte zur keiner Zeit bestanden haben.

Häute ist es immer schwieriger technische Defekte an Fahrzeugen zu Erkennen, da die Bahnen mit immer weniger Personal arbeiten und die Bahnhöfe nicht mehr besetzt sind. Dadurch kann auch niemand mehr etwas an einem vorbeifahrenden Zug erkennen, das nicht in Ordnung ist. Zudem stelle ich auch immer wieder Mängel bei der Ausbildung des Personals fest.

Der obige Vorfall erinnert mich an zwei andere Beispiele, die im Verlauf des letzten Jahres passiert sind
  • Feste Bremse am Schnellzug Chur-Zürich. Führte zu starker Rauchentwicklung. In Landquart konnte mein Vater das Zugspersonal auf das Problem aufmerksam machen. Wagen war vemutlich überladen.

  • ICN, der nach einem Luftfederdefekt auf der Notfederung läuft. Entdeckt von jemandem aus der Industrie, der die Fahrzeuge kennt. Das Zugspersonal kannte die entsprechende Anzeige am Fahrzeug nicht.

Donnerstag, Juni 09, 2005

London - Glasgow mit dem Transrapid ?
Die Engländer scheinen das nächste Zielpublikum für eine Transrapid-Strecke zu sein. (Bericht ZDF)
Ich gebe ihr wenig Chance für die Realisierung, nachdem der Transrapid schon in Deutschland und China nicht richtig in die Gänge kam. Das System hätte am ehesten eine Chance als Flughafenzubringer.

Mittwoch, Juni 08, 2005

Kesselwagen-Geschichten

Die SBB hat den Zuschlag für VTG nicht erhalten, sondern die französische Investorenfirma IPE-Ross, die bereits den Kesselwagenbetreiber ERMEWA besitzt. Somit kommt die Nummer drei im Geschäft zur Nummer eins im Geschäft, was nun die Deutsche Bahn stört. Somit hat sich wieder einmal gezeigt, dass der freie Wettbewerb die Monopolbildung fördert, weil die unterlegenen Konkurenten einfach verschwinden.

Dienstag, Juni 07, 2005

SBB

Der Churchill-Pfeil hat einen Motorendefekt erlitten und fällt vorläufig aus. Das Fahrzeug wurde aus der Konkursmasse der MThB übernommen und wurde von der SBB Personenverkehr bewirtsachftet.

Montag, Juni 06, 2005

Eurotunnel vor Konkurs
Die Betreiberin des Tunnels zwischen England und Frankreich steht kurz vor dem Konkurs. Die Gesellschaft hat beinahe 10 Mia Schulden, die Einnahmen bleiben weit hinter den Prognosen zurück und sind zudem noch rückläufig - vorallem im Personenverkehr. Eine staatliche Unterstützung der privaten Gesellschaft ist kaum zu erwarten.
Blaues RhB Krokodil
Für die Modelleisenbahnfirma LGB wurde die Ge 6/6 I 412 blau gestrichen. Sie wird so den Sommer über im Einsatz stehen und soll später als Denkmal bei LGB aufgestellt werden. Die einen finden den Anstrich hässlich, mir gefällt es noch einigermassen. (Bild)

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