Sonntag, August 26, 2007

Schweden

Bombardier baut weitere 8 Doppellokomotiven IORE für die schwedische Erzbahn MTAB für 52 Mio EUR. (Pressemitteilung Bombardier Schweden)

Ursprünglich hätten nach der Beschaffung der erste Serie IORE Lokomotiven die Dm3 ausrangiert werden sollen, was aber nicht möglich war weil die Nachfrage nach Stahl auf dem Weltmarkt nach Ablieferung der Loks stark gestiegen war. Nach Ablieferung der zweiten Serie IORE Lokomotiven dürften die Stangenloks endgültig ausgedient haben.

Donnerstag, August 23, 2007

Dänische Bahn mit Wasserstoffversuch

In Dänemark wollen die Lemvigbanen versuchsweise einen Wasserstoffzug fahren lassen. Das Projekt wäre eine Möglichkeit, überschüssige Windenergie sinnvoll zu nutzen. Mit dem nicht gebrauchten Strom von Windkraftanlagen würde Wasserstoff erzeugt, der dann für den Betrieb der eisenbahn genutzt werden könnte. Die Lokomotiven oder Triebwagen müssten mit Brennstoffzellen ausgerüstet werden. Der Versuch wird von mehreren Forschungsinstitutionen unterstützt. (Tagi)

Gateway Limmattal

SBB Cargo und der Kanton Zürich haben beschlossen, das Gateway Limmattal zu bauen. Dies ist ein Containerbahnhof, wo Container zwischen Zügen umgeladen werden.

Containerzüge werden heute meist nicht mehr rangiert, sondern die Tragwagen bleiben dauernd beisammen. Stattdessen wird die Frach umgeladen ähnlich wie Reisende in Knotenbahnhöfen umsteigen. (NZZ, Brochure SBB)

Samstag, August 18, 2007

Newskij Express (Nevsky Express)

Letzte Woche entgleiste der Newskij Express bei Burga. Der Russische Geheimdienst FSB scheint schon zu wissen, dass der Zug wegen den tschetschenischen Terroristen verunfallte.

Die Entgleisung erfolgte an dieser Stelle:
(Googel Map)

Der Newskij Express ist ein Skorostnoj Poest - ein Expresszug, der mit 180 km/h zwischen Moskau und St. Petersburg unterwegs ist. Die Strecke wird in 4 Stunden 30 Minuten zurückgelegt.



Der Zug wird von einer TschS200 gezogen. Diese Lokomotiven wurden zwischen 1975 und 1979 von Skoda gebaut. Sie fahren mit 3 kV Gleichstrom und haben eine Leistung von 8 MW. Der Zug hat normalerweise 12 bis 14 Wagen und ist etwa 700 t schwer.

Stromabnehmer
Man beachte die russischen zweistufigen Hochgeschwindigkeitsstromabnehmer auf dem Dach der Lokomotive.

TschS200-004
Am verunfallten Zug war die Lok TschS200-004 - hier im November 2006 noch heile im Depot der Oktobereisenbahn in St. Petersburg, wo alle 12 Lokomotiven der Reihe TschS200 gewartet werden.

Neben der kürzeren Fahrzeit bieten russische Expresszüge auch einen erhöhtem Komfort und zusätzliche Dienstleistungen. Jeder Zug hat seine eigenen Wagen, welche einen Ausenanstrich mit dem Namen des Zuges tragen. Ausser dem Newskij Express verkehren noch folgende Züge:
  • Awrora
  • EP-200 (Triebzug, verkehr höchstens Montag und Freitag, oft defekt)
Obwohl diese Züge in den Tagesrandzeiten verkehren sind die meisten Wagen als Schlafwagen eingerichtet, so dass sich die Reisenden zu einem kurzen Nickerchen hinlegen können.

Daneben gibt es noch die Firmenny Poest, was zu Deutsch am besten mit Markenzug oder in Englisch mit Singnaturetrain übersetzt wird. Dies sind richtige Schlafwagenzüge. Sie tragen die folgenden Namen:
  • Krasnaja Strjela (Roter Pfeil)
  • Nikolajevskij Express
  • Express
  • Grand Express
Alle Züge verkehren in der Regel so, dass sie auf halbem Weg zwischen Moskau und St. Petersburg in der Nähe von Twer der Gegenzug kreuzen.

Links:
Pressemeldung RZD vom Unfall
Erfahrungsbericht Moskau - St. Petersburg bei Ciao
Zusammenstellung der Luxuszüge zwischen Moskau und St. Petersburg (Reisebüro Welt)
Kölner Rundschau

Die Unfallstelle vom Newskij Express war am 15. August wieder einspurig passierbar. Auf dieser YouTube-Seite ist folgendes zu sehen:
  • Passagier eines Regioanlzuges, die offenbar zwei Stunden im offenen Feld warten mussten bis sie die Unfallstelle passieren konnten.
  • Bilder aus dem Fenster des an der Unfallstelle vorbeifahrenden Regionalzuges. Ein Wagen ist auf der Seite liegend auf einem Flachwagen verstaut worden, weitere Wagen liegen immer noch neben den Gleisen.

Freitag, August 17, 2007

MSTS Reloaded

Unter den Simulatoren hatte der Microsoft Train Simulator (MSTS) eher ein Schattendasein. Trotzdem wird Kuju,der Entwickler von MSTS, bald eine neue Version rausbringen. Sie heisst RailSimulator und wird von DB und First Great Western gesponsert, welche die Strecken und Fahrzeugwahl beeinflussen: eine englische Dampflok, ein englischer HST-Zug, eine BR 101 und eine DB Rangierlok. Bis jetzt sehe ich noch keine grosse Unterschiede zwischen dem Originalprogramm, ausser dass man frei im Führerstand rumschauen kann.

Ein Demovideo gibt es hier auf der offiziellen RailSimulator-Seite.

Offizielle Microsoft Seite

Donnerstag, August 16, 2007

Dienstag, August 14, 2007

Graz kauft Strassenbahnen bei Stadler Rail

Graz kauft 45 Strassenbahnen bei Stadler Rail. Weder die ortsansässige Siemens noch Bombardier hatten eine Chance. (Kleine Zeitung)

Zug auf Strecke Moskau - St. Petersburg entlgeist

Es sind die Lokomotive (EP200) und 12 Wagen des Newski-Express aus den Schienen gesprungen und bis zu 60 Personen verletzt worden. Die Ursache ist ein Sprengstoffanschlag.

Radio DRS behauptet, die Strecke sei veraltet, was aber so nicht war ist.
Russland-Aktuell behauptet, dass der Zug einem ICE ähnlich sei, was aber auch nicht stimmt.

Russland-Aktuell
SF DRS Tagesschau.
ORF

Donnerstag, August 09, 2007

Aquarell Metro in Moskau

Beim Ploschad Revolutii wartete ich auf die Metro. Statt den üblichen grünen oder blauen Zügen fährt ein bunter moderner Zug ein, der im Innern eine Aquarellausstellung beherbergt.

Der Zug verkehrt täglich von 12 bis 15 Uhr zwischen Park Pobedy und Partisanskaja auf der blauen Linie. Wie jede Gemäldeausstellung wird auf diese von einem Ochranik bewacht!



Moskauer Deutsche Zeitung
English Russia
English Russia

Mittwoch, August 08, 2007

RZD 3M62U - die Dreifach-Taigatrommel

Wie Marcel Marchon vom Trainblog richtig bemerkt hat, gibt es auch die Tripel-Taigatrommel als 3M62U:



Auf dem YouTube Video ist die Lok gerade bei Sortawala am Ladogasee mit einem Kippwagen zug unterwegs. In der Mitte ist der Kompressorwagen eingereiht, welcher die Wagen mit Druckluft zum Kippen der Mulden versorgt. Geschätztes Zugsgewicht: 3500 t.

Viele russische Loktypen basieren auf den folgenden drei Teilstücken:
  • Lokkasten mit zwei Führerständen (M62)
  • Lokkasten mit einem Führerstand (2M62U)
  • Lokkasten mit keinem Führerstand (Mittelteil der 3M62U)
Die 3M62U ist also eigentlich eine 2M62U verlängert um eine Taigatrommel ohne Führerstand. Das U steht für Verbesserungen gegenüber der Version ohne dem zusätzlichen Buchstaben.

Von den Taigatrommeln wurden zwischen 1965 und 1994 etwa 6700 Einheiten gebaut! Die ersten Lok gingen an die Ungarische Staatsbahn wo sie die Bezeichnung M62 erhielt, welche später von der RZD und weiteren Bahnen übernommen wurde.


In Russland heissen die Taigatrommel Maschka, in Polen, Ungarn und der Tschechai wurden sie Sergej genannt.

Hier noch ein Foto von einer Tripel-Maschka im Weissrusischen Bahnof in Moskau. Immer diese Fahrleitungsmasten!



Wer dieses 350 t schwere Monster einmal selbst fahren will, kann dies zumindest Virtuel im Microsoft Train Simulator:



Hier noch zwei weniger bekannte Spezialversionen:
... und die Quellenlinks:

Dienstag, August 07, 2007

Ein russischer Güterzug

in den Vororten Moskaus aufgenommen:



Der Zug wird von einer 2M62 gezogen. Das ist eine Doppellok bestehend aus zwei "Taigatrommeln", die jeweils nur einen Führerstand haben und mit einem Faltenbalg verbunden sind. Die Loks wurden im Ukrainischen Lugansk gebaut. Wieso die Loks so heissen? Das Video wurde aus dem 25. Stock aufgenommen und die Loks sind trotzdem noch zu hören!

Der Zug dürfte etwa 700 m lang sein, 200 Achsen haben und 4500 t schwer sein.

Berliner Hbf

Ich habe das erste Mal den neuen Berliner Hauptbahnhof gesehen. Ich bin in der unteren Halle angekommen und habe mich schnell zurecht gefunden. Von aussen wirkt das Gebäude recht pompös. Die obere Halle ist architektonisch gut gelungen.
Mir hat aber weniger gefallen, dass ...
  • der Bereich für die Fahrkartenschalter sehr eng und klein ist
  • der Zugang zu der Gepäckaufbewahrung durch einen engen Korridor führt
  • es keinen eigentlichen Treffpunkt gibt.
Hat man diesen Bahnhof ohne die Reisenden geplant oder ist es heute schon exotisch, wenn ich eine Fahrkarte am Bahnhof kaufen will, Gepäck dabei habe und auch noch jemanden am Bahnhof treffen will? Vielleicht ist die Anlage eher für den Geschäftsreisenden gemacht, der keine solche Bedürfnisse hat.

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