Die Alwegbahn ist ein Monorailsystem, das in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde. Geldgeber war der schwedische Industrielle Axel Lennart Wenner-Gren, welcher der Bahn die aus den Anfangsbuchstaben seines Namen bestehende Bezeichnung Alweg spedierte. Bei Köln-Fühlingen wurde anfangs der 50er Jahre eine Versuchsstrecke errichtet, wo der erste Zug verkehrte. Das Fahrzeug läuft auf Rädern mit Luftbereifung auf einem Betonbalken und wird vom Balken durch seitlich laufende Räder geführt.
Die erste kommerzielle Anwendung war die Bahn im Disneyland Kalifornien, welche mit zwei Zügen 1959 den Betrieb aufnahm. Es verkehrten ein roter und ein blauer Zug, welche beide auf diesem Bild zu sehen sind. Die Disneybahn wurde mehrmals überarbeitet. Dieses Bild zeigt einen Mark VII Zug vor Space Mountain, eine Achterbahn vollständig im dunkeln. (Selbstverständlich sorgt auch hier das Internet für Horizonterweiterung - die Suche nach "Space Mountain lights on" bringt einiges zu tage.)
Der Antrieb der Disney Züge war von Westinghouse Electric, welche das Transportgeschäft 1988 an AEG verkaufte, wodurch das Geschäft mit den Monrail-Zügen 1996 zu Adtranz und von da 2001 zu Bombardier gelangte.
Alwegbahnen werden auch heute noch gebaut. Dieses Bild zeigt die 2003 eröffnete Monorail in Kuala Lumpur:
Gerade die ersten Bilder dieses System vom Versuchszug in Köln-Fühlingen dürfte das Einschienenbahnfieber nach dem Zweiten Weltkrieg beflügelt haben - sehen die Fahrzeuge doch schnittig aus und lassen hohe Geschwindigkeiten vermuten. Der Schein trügt aber, denn die Federung ist relativ hart so dass keine hohen Fahrgeschwindigkeiten nicht möglich sind und das System bis heute nur für Ausstellungsbahnen und Flughafenbahnen Verwendung findet.
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Freitag, April 06, 2012
Samstag, März 31, 2012
Trailblazer
Die Trailblazer Monorrail wurde 1956 im Arrowhead Park in Houston, Texas erbaut. Die Bahn war 300 Meter lang und der einzige Wagen fasste 51 Personen. Er wurde von zwei Packard 8-Zylinder-Benzin-Motoren angetrieben, die oben im Fahrwerk untergebracht waren, wo auch der Wagenführer sass.
Das System wurde noch im Eröffnungsjahr wieder abgebaut und im State Fair Park in Dallas aufgebaut, wo es auf einer 500 Meter langen Strecke bis 1964 in Betrieb war - danach wurde die Monorail abgebaut und durch eine Von Roll S101 Gondelbahn ersetzt. Der Trailblazer Wagen ist erhalten geblieben und dient als Küche eines Wohnhauses in Wills Point TX, Bilder siehe hier.
Mehr Bilder von der Monorail hier, hier und hier ... und hier bei Avax News.
Das System wurde noch im Eröffnungsjahr wieder abgebaut und im State Fair Park in Dallas aufgebaut, wo es auf einer 500 Meter langen Strecke bis 1964 in Betrieb war - danach wurde die Monorail abgebaut und durch eine Von Roll S101 Gondelbahn ersetzt. Der Trailblazer Wagen ist erhalten geblieben und dient als Küche eines Wohnhauses in Wills Point TX, Bilder siehe hier.
Mehr Bilder von der Monorail hier, hier und hier ... und hier bei Avax News.
Never-Stop Railway
Diese Bahn hat sich bei diesem Avax News Artikel versehentlich zu den Monorail Systemen geschlichen, weil bereits bei der Getty Image Library das Bild fälschlicherweise unter dem Stichwort "Monorial" eingeordnet war. Die Fahrzeuge laufen aber wie normale Eisenbahnwagen auf Achsen mit zwei Rädern und haben nicht mit einer Monorail zu tun.
Das System hiess Never-Stop Railway und wurde für die British Empire Exhibition in Wembley gebaut. Es dürfte eines der ersten People Mover Systeme gewesen sein, das den Leuten eine unbeschwerliche Fahrt zwischen den Ausstellungshallen erlaubte. Während zwei Jahren war die Bahn ohne grössere Störungen in Betrieb. Die 88 unbemannten Wagen verkehrten auf einer doppelspurigen Strecke mit Wendeschleifen an den Enden. Die Fahrbahn bestand aus Betonbalken, auf welchen die Wagen rollten und an deren Innenseite die Führungsrollen der Wagen anlagen.
Der Antrieb erfolgte indem die Wagen in das Gewinde von grossen Schrauben eingriffen, welche in einer Grube zwischen den Fahrbahnbalken längs angeordnet waren. Durch die Steigung des Gewindes konnte die Fahrgeschwindigkeit der Wagen bestimmt werden. In den Stationsbereichen bewegten sich die Fahrzeuge so langsam dass die Fahrgäste trotz der Bewegung ein- und aussteigen konnten.
Der Betrieb der Bahn ist in diesem Pathe-Film ab ca. 1:12 zu sehen. Obwohl die Bahn als solches fahrerlos war, gab es in kurzen Abständen Streckenposten, welche den Betrieb der Bahn überwachten.
Dieses Bild zeigt ein während dem Bau der Bahn eingesetzter Traktor, welcher mit dem Führungssystem der Wagen ausgerüstet ist. Noch fehlen die Schrauben für den Antrieb der Bahn in der Grube zwischen den Fahrbahnbalken.
Das System hiess Never-Stop Railway und wurde für die British Empire Exhibition in Wembley gebaut. Es dürfte eines der ersten People Mover Systeme gewesen sein, das den Leuten eine unbeschwerliche Fahrt zwischen den Ausstellungshallen erlaubte. Während zwei Jahren war die Bahn ohne grössere Störungen in Betrieb. Die 88 unbemannten Wagen verkehrten auf einer doppelspurigen Strecke mit Wendeschleifen an den Enden. Die Fahrbahn bestand aus Betonbalken, auf welchen die Wagen rollten und an deren Innenseite die Führungsrollen der Wagen anlagen.
Der Antrieb erfolgte indem die Wagen in das Gewinde von grossen Schrauben eingriffen, welche in einer Grube zwischen den Fahrbahnbalken längs angeordnet waren. Durch die Steigung des Gewindes konnte die Fahrgeschwindigkeit der Wagen bestimmt werden. In den Stationsbereichen bewegten sich die Fahrzeuge so langsam dass die Fahrgäste trotz der Bewegung ein- und aussteigen konnten.
Der Betrieb der Bahn ist in diesem Pathe-Film ab ca. 1:12 zu sehen. Obwohl die Bahn als solches fahrerlos war, gab es in kurzen Abständen Streckenposten, welche den Betrieb der Bahn überwachten.
Dieses Bild zeigt ein während dem Bau der Bahn eingesetzter Traktor, welcher mit dem Führungssystem der Wagen ausgerüstet ist. Noch fehlen die Schrauben für den Antrieb der Bahn in der Grube zwischen den Fahrbahnbalken.
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Mittwoch, März 28, 2012
Brennan Monorail
Bei Avax News habe ich diesen Beitrag mit Bilder von Monorail Systeme gesehen. Habe gedacht es könnte interessant sein etwas mehr über die Bilder zu erzählen:
Brennan Monorail
Dieses Einschienenbahn benutzt Fahrzeuge, die mit zwei gegenläufigen Kreiseln stabilisiert sind und dadurch auf einer Schiene fahren können ohne umzufallen. Die Spurführung erfolgt durch die Eisenbahnräder mit doppelten Spurkränzen. Ähnliche Systeme wurden auch von anderen Ingenieuren vorgeschlagen, konnten sich aber nicht durchsetzen. Das Militär war zwar fasziniert, wie schnell sich die Gleise für eine solche Bahn verlegen lassen, konnte sich aber nicht wirklich für das System begeistern. Ein Problem dürfte sein, dass die Kreisel aller Fahrzeuge dauernd angetrieben sein müssen, damit diese nicht umfallen, und bei Ausfall des Kreisels eben doch umfallen.
Brennan Monorail
Dieses Einschienenbahn benutzt Fahrzeuge, die mit zwei gegenläufigen Kreiseln stabilisiert sind und dadurch auf einer Schiene fahren können ohne umzufallen. Die Spurführung erfolgt durch die Eisenbahnräder mit doppelten Spurkränzen. Ähnliche Systeme wurden auch von anderen Ingenieuren vorgeschlagen, konnten sich aber nicht durchsetzen. Das Militär war zwar fasziniert, wie schnell sich die Gleise für eine solche Bahn verlegen lassen, konnte sich aber nicht wirklich für das System begeistern. Ein Problem dürfte sein, dass die Kreisel aller Fahrzeuge dauernd angetrieben sein müssen, damit diese nicht umfallen, und bei Ausfall des Kreisels eben doch umfallen.
Die ersten drei Bilder des Avax News Beitrag zeigen die Versuchsanlage mit den Modellfahrzeugen, welche der irisch-australische Ingenieur Louis Brennan bei seinem Haus in Gillingham, Kent UK aufgebaut hatte. Die Schienen waren auf Holzschwellen verlegte Gasrohre, die Brücke war ein 15 Meter langes Drahtseil. Das im Eisenbahnmuseum York erhaltene batteriebetriebene Fahrzeug wurde von zwei Kreisel mit 12,7 cm Durchmesser stabilisiert. Ein Bild des Museumsstückes ist auf dieser Seite ganz unten zu sehen.

Die weiteren Bilder der Brennan Monorail zeigen das Versuchsfahrzeug, wie es 1910 an der Englisch-Japanischen Ausstellung in London zu sehen war. Das Fahrzeug wurde von einem 20 PS Benzinmotor mit elektrischer Kraftübertragung angetrieben und konnte bis zu 50 Besucher befördern - einer davon soll auch Churchill gewesen sein.
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