Posts mit dem Label Kiruna werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kiruna werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, November 29, 2014

Kiruna Lokomotiven hätten schon 1920 aus der Schweiz kommen können

Nachdem auf dem nördlichen Teil der schwedische Erzbahn (von Kiruna nach Narvik ) bereits 1915 elektrifiziert worden war, sollte 1922 auch auf dem südlichen Abschnitt von Kiruna nach Lulea der elektrische Betrieb aufgenommen werden. Dabei war vorgesehen, die auf dem nördlichen Teil verkehrenden Loks der Baureiehen Oa und Ob im Süden einzusetzen und neue stärkere Loks für den Nordumlauf einzusetzen. Für diese Ausschreibung bot die MFO Krokodil-Lokomotiven an, die ein Triebwerk ähnlich der schweizerischen SBB Ce 6/8 II hatten, aber bezüglich den Vorbauten eher der österreichischen Baureihe 1189 glichen. Es wurden 9 Lokomotiven mit einer Otpion auf weitere 8 angeboten.

Die Lokomotiven hätten eine Leistung von 3 MW gehabt und hätten eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h erreicht. Sie sollten in der Lage sein Erzzüge auf einer 10 o/oo Steigung zu befördern, die je nach Jahreszeit zwischen 1500 und 1850 t schwer sein können. Das grössere Gewicht gilt für den Sommer, wo wegen dem weniger zähen Fett der Rollwiderstand der Gleitlager geringer war.


Krokodil photo 1.jpg
Zeichnung des Angebotes


900 photo 900.jpg
Titelseite des Angebotes. 
901 photo 901.jpg
Technische Daten

Samstag, Dezember 04, 2010

Kiruna: Die Eisenbahnen unter dem Meeresspiegel

Neben der Erzbahn gibt es noch weitere Bahnen in Kiruna, die zwar für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, aber doch interessant sind. Es sind die Züge die bis 600 m unter dem Meeresspiegel in der Eisenerzgrube fahren.


Grubenlokomotive von Schalker Eisenhütte für die
elektrische Bahn auf der neuen Hauptfördersohle -1365. 


Das Roherz wird in der Grube im Teilsohlenbruchbau gewonnen und mit Radladern zu Absturzstellen gebracht. Von dort wird es auf automatisch betriebene Grubenbahnzüge geladen, welche das Erz zu einem System von Förderkörben bringen, die es über mehrere Stufen ans Tageslicht bringen.


Schnitt durch das Bergwerk Kiruna. Die heutige Hauptförderohle liegt bei -1045, ab 2015 wird auf -1365 gefördert.


Die Grubensohlen werden von der Spitze des Kiirunavaara aus bezeichnet, welche das Niveau 0 hat. Somit liegt Eingang zum Untertagbau  bei -230 und der Meeresspiegel wäre bei  -740 zu finden. Heute ist die Hauptfördersohle auf -1045. Hier verkehren siebe automatisch betriebene Grubenzüge auf Meterspur welche, das Erz von zehn Absturzstellen einsammeln und zu den vier Brechern bringen. Jeder Zug kann 500 t Roherz transportieren.

Im Oktober 2008 beschloss die Bergbaugesellschaft LKAB die Erweiterung des Untertagebaus für 1,7 Mia $. Die neue Hauptfördersohle soll bei -1365 liegen, das heisst als 625 m unter dem Meeresspiegel. Der Abbau soll 2012 aufgenommen werden und soll Förderkapazität der Mine um beinahe ein Drittel erhöhen.

Die Hauptsohle wird auch über eine neue Grubenbahn verfügen. Die elektrischen Züge verkehren auf Normalspurgleisen und werden über eine Fahrleitung mit Strom versorgt. Die von der Schalker Eisenhütte gebauten Lokomotiven wiegen 106 t und werden vor 1'600 t Zügen eingesetzt, wobei die Wagen wie bei den meisten Grubenzüge über keine Bremse verfügen, sonder einzig von der Lok gebremst werden. Vorerst wurden drei Lokomotiven bestellt, aber bis  2016 sollen noch weitere Lokomotiven des gleichen Typs beschafft werden.


Montag, November 02, 2009

Narvik: Neues Erzlager eingeweiht



Die schwedische LKAB Minengesellschaft, welche die Eisenerzminen in Kiruna und Gällivare betreibt, hat in Narvik ein neues Erzlager in Betrieb genommen. Die 12 Silos für die Lagerung des Erzes wurden direkt in den Berg gesprengt. Sie haben einen Durchmesser von 38 m und sind ca. 60 m tief. (LNS)

Donnerstag, März 12, 2009

Erzbahn Kiruna


Die schlechte Nachrichten für Leute, die die Erzbahn im Sommer 2009 besuchen wollen:

In Folge stark eingebrochener Nachfrage nach Erz und Erzprodukten wird die Produktion vom 28 Juni bis 31 Juli praktisch vollständig eingestellt. Während dieser Zeit wird in den beiden Gruben Kiruna und Malmberget nicht abgebaut und fünf der sechs Pelletswerken werden geschlossen. Einige Züge dürften trotzdem fahren, da in der Pressemitteilung von LKAB darauf hingewiesen wird dass die Bahn nicht geschlossen sei. Während der Sommerzeit dürfte vor allem der Unterhalt und Ausbau der Strecke Kiruna - Narvik für 30 t Achslast weitergehen. Das Hauptgleis ist bereits ausgebaut, es sollen aber noch mehr Kreuzungsstationen für die höhere Achslast eingerichtet werden, wobei auch die Ausweichgleise für die 800 m Züge verlängert werden.

Die gute Nachricht:
In Google Maps ist nun auch Luleå in hoher Auflösung verfügbar. Dies ermöglicht nun auch einen Blick auf die Erzumschlaganlage Sandskär aus der Luft:


... und wenn wir ganz genau hinschauen, sehen wir auch wie ein Erzzug mit einer IORE gerade am Entladen ist.


Größere Kartenansicht