Posts mit dem Label Gotthard werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gotthard werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, März 07, 2014

Gotthardstrecke: Lawinengefahr in der Leventina

Zwischen Ambri und Rodi-Fiesso droht Lawinengefahr wegen den grossen Schneemengen, die dieses Jahr gefallen sind. Die SBB bauen eilends zusätzliche Lawinenschutzmassnahmen für 0.5 Mio CHF. Quelle

Samstag, Oktober 16, 2010

Durchschlag Gotthard Basistunnel

Gestern war es soweit, der 57 km lange Gotthard Basistunnel wurde 14:17 durchbrochen - vorerst nur die Oströhre, die Weströhre soll im April 2011 folgen.


Trotzdem stieg ein grosses Fest und die Politiker zeigten sich selten emotional:
Bundesrat Leuenberger und 
ehem. Bundesrat Ogi umarmen sich.








Ogi wischt sich eine Träne aus dem Gesicht. Er gilt als einer
der Hauptverfechter der Alpentunnels.


Der Durchschlag wurde von einer grossen multimedialen Feier begleitet und das Schweizer Fernsehen hat viele Stunden live von den Festplätzen gesendet.
Performance vom Aktionskünstler Roman Signer beim Festplatz Sedrun:
100 gelbe Bauhelme werden in die Luft gesprengt
Beim Spiegel kann nochmals verfolgt werden, wie die letzten Meter Fels fallen. Die Bohrmaschine ist von der Firma Herrenknecht im südbadischen Schwanau. Erstaunlich wie wenig Staub entsteht als der 9,5 Meter Bohrkopf die letzten Meter Fels einreist. Die ganze Tunnelbohrmaschine ist über 400 Meter lang.

Vier Tunnelbohrmaschinen von Herrenknecht sind am Gotthardtunnel im Einsatz: Gabi I + II, Sissi und Heidi.

Ein spezieller Alpenschutzartikel in der Schweizer Verfassung soll eine Verkehrsverlagerung auf die Schiene bewirken. So richtig glauben kann ich das noch nicht, denn bis jetzt hat ein neues Bauwerk immer zusätzlichen Verkehr angelockt ohne dass eine Verlagerung stattgefunden hätte, ausserdem fehlen wesentliche Anschlussbauwerke in der Schweiz, Deutschland und Italien. 

Der alpenquerende Güterverkehr ist primär eine Folge des verschlafenen Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur südlich der Alpen. Norditalien gehört heute zum Hinterland der Häfen Rotterdam, Hamburg und Antwerpen, nicht etwa zu Genua, das nicht einmal mehr unter den zehn grössten Häfen Europas fungiert.

Die Grafik unten zeigt die Güterverkehrsströme in Europa. Blau ist der Verkehr von 2004, rot der Verkehr 2015. Beinahe die Hälfte des Verkehrs beginnt oder endet in Italien, wobei der alpenquerende Verkehr nach Deutschland die wichtigste Rolle spielt. Bis jetzt wird ca. 60 % der Güterverkehrs und 80% des Personenverkehrs nach wie vor auf der Strasse abgewickelt.


Quelle: Präsentation Eurailinfra Projekt (UIC)

übrigens: Der Gotthardtunnel kostet ungefähr 18 Mia CHF (14 Mia €), wovon jeder Schweizer ca. 2'400 CHF (1'840 €) bezahlen muss - ein Betrag, den ich noch gerne locker mache für dieses Bauwerk.

Samstag, Dezember 26, 2009

ICN am Gotthard entgleist

Am 25. Dezember fährt ein ICN auf der Gotthardstrecke in Steine einer eingestürzten Stützmauer. Die Strecke musste ca. 8 Stunden gesperrt werden. SF DRS

Freitag, Dezember 25, 2009

Kriegsbrücken

Die bei Gurtnellen eingelagerten Kriegsbrücken der SBB wurden im November verschrottet. (GB)

Diese Brücken wären im Kriegsfall als Notbrücken eingebaut worden, wenn die bestehenden Brücken zerstört worden wären. Eine von diesen Brücken ist noch auf der Bauzufahrt zum NEAT Tunnel bei Amsteg im Einsatz.

Sonntag, November 08, 2009

Traktion am Gotthard

Wie ist das mit den Anhängelasten am Gotthard und mit den Stromabnehmern bei Mehrfachtratkion? Auf der Seite
Die Gotthard Nordrampe
von Giorgio Hoenig gibt es übersichtliche Darstellungen zu den Anhängelasten und den Stromabnehmern. (Stand Juni 2009)

Sonntag, März 23, 2008

SBB: Aufklärung der IC-Entgleisungen am Gotthard

Nach einem Bericht von SF DRS lässt sich vermuten, dass die beiden Entgleisungen am Gotthard vom 12. und 28. Februar auf abgenutzte Weichenzungen und mangelhafte Spurkranzschmierung zurückzuführen ist.


Weiche, die Weichenzungen sind Rot markiert.

Der Bericht von SF DRS weist diverse Mängel auf. Das zeigt wiedereinmal mehr, dass professionelle Journalisten nicht in der Lage sind, Fachwissen an Laien zu vermitteln. Ich hoffe mir gelingt das als Blogger besser. Hier meine Komentare zum SF DRS Bericht in der Tagesschau Hauptausgabe vom 23. März:

a) Der Spurwechsel heisst nicht Pianotodo, sondern Pinaotondo.
Der Kartenausschnitt dazu ist hier:

Größere Kartenansicht

b) Im Bericht heisst es ...

Die Weichen müssen regelmässig geschmiert werden - eine
Aufgabe, die der Lokomotivführer vom Führerstand aus erledigt.
(dazu war noch ein Bild zu sehen, wie jemand mit einer Ölkanne an der
Mechanik einer Weiche rumschniert ;-)

Hier geht es aber nicht um die Schmierung der Mechanik der Weiche, sondern um die Spurkranzschmierung.

Die Spurkranzschmierung ist ein System, das in regelmässigen Abständen (z.B. alle 200 Meter) eine kleine Fettmenge auf den Spurkranz der ersten Achse der Lokomotive aufbringt. Es funktioniert selbstätig ohne Eingriffe des Lokführers.


Die Spurkranzschmierung bringt
einen Schmierfilm (gelb dargestellt)
auf der Spurkranzinnenseite auf.



Lage des Spurkranzschmierfilms
am Schienenkopf.


Eine Spurkranzschmierung kann die Wahrscheinlichkeit von Entgleisungen herabsetzen. Weil die Reibung an der Schienenkopfinnenkante herabgesetzt wird braucht es eine grössere Kraft in Gleisquerrichtung bis das Rad am Schienenkopf aufklettert und entgleist. Ein Fahrzeug entgleist nämlich erst dann, wenn das Verhältnis von Querkraft zur Aufstandskraft ein gewisses Mass überschritten hat.



Alle modernen Streckenlokomotiven sind mit Spurkranzschmierung ausgerüstet. Die Wirkung der Anlage hängt aber von der Gesamtheit aller auf einer Strecke eingesetzten Lokomotiven ab. Die schweizerischen Lokomotiven schmieren die Schienen stärker als die deutschen Lokomotiven weil sie in kürzeren Abständen Fett auf den Spurkranz auftragen. Dies bewirkt, dass in jüngerer Zeit wo die Gotthardstrecke verstärkt auch von deutschen Lokomotiven befahren wird der Schmierfilm an den Gleisen dünner geworden ist, was wiederum die Entgleisungen in Pinaotondo begünstigt haben könnte.

Donnerstag, September 13, 2007

Porta Alpina Projekt gestorben

Der unterirdische Bahnhof mitten im Gotthardtunnel wird nicht gebaut. Zuviele Fragen konnten nicht geklärt werden:
  • Wer kommt für die ca. 50 Mio auf ?
  • Wie wird der Bahnhof im erwarteten dichten Verkehr des Basistunnels bedient ?
  • Wie wird die Sicherheit der Benutzer gewährleistet ?
Allerdings stirbt damit auch ein inovatives Projekt.

SF Tagesschau

Donnerstag, September 06, 2007

Tschechische Dampfgiganten










weitere Bilder:
Drehscheibe
Der Ablatros und die Gräfin - zwei Grossdampfloks aus Tschechien besuchen das Gotthardjubiläum. Sie sind bereits heute nach Erstfeld angereist, so dass ich sie auf dem Rheinviadukt bei Eglisau ablichten konnte.

Das vorgesehene Programm kann leider nicht ganz in Erfüllung gehen:

  • Die als Schiebelok vorgesehene BR 41 018 erlitt auf dem Weg von Augsburg nach Schaffhausen einen technischen Defekt.

  • Die beiden tschechischen Kolosse dürfen nicht wie ursprünglich vorgesehen über den Gotthard fahren, ebenso dürfen dies die beiden an den Feierlichkeiten teilnehmenden BR 01 nicht tun. Die Fahrten seien angeblich durch die Behörden, welche die Fahrplantrassen vergeben, nicht bewilligt worden.
Trotzdem ist die Organisation der Fahrt der tschechischen Dampfloks in die Schweiz eine Meisterleistung!


Sonntag, September 02, 2007

Kirche von Wassen in Rot

Seit dem 29. August ist die Kirche von Wassen rot eingepackt als Blickfang für das Jubiläum der Gotthardlinie.

(Das Bild ist nicht sehr scharf, weil aus dem fahrenden Auto geschossen.)

Sonntag, März 21, 2004

Aus für TX Logistic am Gotthard
In der Schweiz werten gesetzliche Arbeitszeitbestimmungen ernst genommen und durch gesetzt. Das hat offenbar mit der TX Logistic Philosophie nicht zusammen gepasst, so dass sie nun sogar den Betrieb am Gotthard einstellt.