Dienstag, Januar 23, 2007

Schweiz

Die heutigen Pannen auf dem Schienennetz:

Kurzschluss im Bahnhof Frutigen (BLS)
Nach Angaben der BLS ist die Ursache unklar. An einem normalen Tag gibt es im Fahrleitungsnetz der Schweizerbahnen ca. dreissig Kurzschlüsse. Die Hauptursachen sind
- Lokomotiven, die mit gehobenem Stromabnehmer in geerdete Abschnitte fahren
- Defekte Isolatoren
- In die Fahrleitung fallende Äste und andere Gegenstände
- Vögel und Katzen

Nach dem Kurzschluss wird zuerst eine Prüfspannung von einigen hundert Volt aufgeschaltet. Wenn bei Aufschaltung der Prüfspannung kein Kurzschluss mehr vorliegt, wird die Fahrleitungsspannung wieder zugeschaltet. Sollte nun wiedererwarten wieder ein Kurzschluss vorliegen, wiederholt sich der Vorgang maximal dreimal, danach bleibt die Fahrleitungsspannung ausgeschaltet und lässt sich erst wieder einschalten, wenn die Anlage von Hand zurück gesetzt wurde.

Stellwerkstörung in Olten
Erstaunlich, dass hier nur drei Züge nach Basel verpätung erhalten haben.


Lokomotive verliert Sanderrohr im Bahnhof Aarau
Für diejenigen, welche nicht wissen, was das für ein Teil ist,
gibt es hier eine Foto.



Das Teil ist bei der Lok 2000 auf den Fotos kaum zu erkennen, da es meistens von den Schürzen der Lok verdeckt ist oder sonst in einer dunklen Zone liegt. Hier deshalb noch ein Foto von einer BR 101, wo es besser zu sehen ist. Bei der Lok 2000 sieht es ziemlich ähnlich aus.



Das Sanderrohr ist am durchfahrenden Zug abgefallen und hat eine Person am Fuss leicht verletzt.

Damit solche Zwischenfälle die Ausnahme bleiben muss in der Regel bei der Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen eine Festigkeitsrechnung für die Anbauteile abgegeben werden. Damit soll verhindert werden, dass die Befestigung dieser Teile versagt und die Teile dadurch abfallen können. Diese Regelung hilft aber natürlich nicht, wenn das Teil korrekt konstruiert ist, aber nicht richtig an der Lok montiert wurde.

Für die Personen auf dem Perron sind an Zügen abfallende Teile gefährlich. Gerade jetzt in der Winterzeit stellen besonders abfallende Schnee und Eisbrocken eine Gefahr dar. Zur Vermeidung von Unfällen empfehle ich deshalb den an der Bahnsteigkante vorbeifahrenden Zügen nicht den Rücke zu zu wenden, sondern ihnen entgegenzuschauen und nicht unnötig an den vorbeifahrenden Zug herantreten.

Wie gefährlich durchfahrende Züge sein können zeigt dieses kleine Video von einem beinahe Unfall in Indien:



Das Video zeigt ein Bophal-Shatabdi-Express, der die Station mit 150 kph passiert. Man beachte auch, wie spät das Horn der Lok zu hören ist, obwohl die Lokführer in Indien bereits bei der Fahrt über die Einfahrweiche der Station das Horn betätigt und es nicht mehr losläst bis er die Ausfahrweiche passiert hat.

Die Lok ist übrigens eine in der Schweiz
gebaute WAP-5.

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