Samstag, November 17, 2007

Lokführerstreik

Sowohl in Deutschland, wie in Frankreich stehen die Züge still. Ich bin Schweizer und verstehe die Sprache des Streiks nicht. Für mich bedeuten die Streiks nur Chaos in sonst wohl organisierten Ländern und Imageschaden für die Bahn.

Jetzt gerade wo doch die Klimaerwärmung so langsam ein Umdenken in einer breiteren Bevölkerungschicht bewirkt, erhält das wieder ein kräftiger Dämpfer. Viele Betriebe werden in Zukunft wieder vermehrt auf Zulieferung über die Strasse setzen. Die Bahn hat wider bewiesen, dass sie das unzuverlässigste Glied in der Transportkette ist.

In Deutschland haben die Lokführer noch eine ziemlich gute Unterstützung aus der Bevölkerung. Aus der Mittelschicht fühlen sich nämlich viele Arbeitnehmer geprellt, weil sie trotz Wirtschaftsaufschwung keine massive Lohnerhöhung erhalten haben.

Es bleibt offen wie die Streiks weiter gehen - jemand wird am Schluss aufgeben. Mehdorn könnte zwei Taktiken spielen: Entweder ...
  • Ich lasse mich als Arbeitgeber nicht erpressen.

  • Ich lasse die Lokführer solange Streiken bis der grösste mögliche Schaden eingetreten ist. Erst dann ist der Druck von Bevölkerung und Industrie so gross, dass ich trotz Kehrtwende mein Gesicht waren kann.
Die GDL hofft sicher auf die zweite Variante, die Bevölkerung ist aber noch weit davon entfernt richtig wütend zu sein.

Die erste Variante richtet den volkswirtschaftlich geringeren Schaden an weil die anderen Sparten nicht animiert werden auch zu streiken. Der wirtschaftliche Schaden wird auf jeden Fall Deutschland selbst bezahlen - die Lokführer eingeschlossen.

Deutschland: SPIEGEL ONLINE

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