Montag, Dezember 29, 2008

Schotter und Schnee legen ICE lahm

Aus dem Saarländer Rundfunk:

Saarbrücken: Weiter Störungen auf ICE-Strecke Saarbrücken-Paris möglich
Auf der ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Paris über Saarbrücken sind wegen technischer Probleme weiterhin Zugausfälle möglich. Seit Mitte vergangener Woche fielen wegen massiver Betriebsstörungen mindestens 12 Zugverbindungen aus. Als Ursache nennt die Bahn Probleme mit Schotterflug auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Frankreich. Wenn sich der Schotter mit Schnee verbinde, könnten die Klumpen den Antrieb der deutschen Züge beschädigen. Es bestehe aber keine Gefahr für die Reisenden. Nur sechs ICE-Züge der Deutschen Bahn haben eine Zulassung für das französische Netz. Gestern waren nur drei von ihnen verfügbar. Wann die Probleme behoben sein werden, konnte die Bahn nicht sagen.


Das Problem von fliegenden Teilen auf Hochgeschwindigkeitsstrecken ist nicht erstaunlich. Es hängt mit der gefahrenen Maximalgeschwindigkeit, der Zuglänge und der Fahrbahn zusammen. 

Im Gegensatz zur viel verbreiteten Meinung wird der Schotter nicht vom Gleis durch den Luftzug, Unterdruck oder ähnliches hochgesaugt, sonder fliegt in die Höhe ähnlich einem Bierglas auf dem Gartentisch, wenn jemand mit der Faust auf den Tisch schlägt. Dies hängt damit zusammen, dass sich die Eisenbahnschienen bei der Überfahrt der Räder leicht durchbiegen. Bei 300 km/h geht dies so schnell, dass lose Teile auf der Fahrbahn in die Höhe fliegen und den Zug treffen können. 

Kurze Züge haben das Problem nicht, da eso ffenbar eine gewisse Länge braucth bis sich der Effekt ausbildet.  Der beim TGV Weltrekord eingesetzte Zug war zu kurz für Schotterflug. Bei fester Fahrbahn tritt das Problem natürlich auch nicht auf, allerdings weiss man nicht so genau, was die starre Fahrbahn für Auswirkungen auf die Festigkeit der Achsen der Fahrzeuge haben.

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