Sonntag, Dezember 28, 2008

Züge im Teilvakuum

In der Schweiz gibt es unter dem Namen Swissmetro das futuristische Projekt einer unterirdischen Magnetschwebebahn in einem Teilvakumtunel. Im Moment fehlt aber das Geld für den Pilotversuch im Versuchsstollen Hagerbach bei Flums.


Bild: Swissmetro AG

Die Idee der Bahn in der Röhre ist nicht wirklich neu. Es gab schon früher ähnliche Projekte, wie z.B.  die 1870 eröffnete erste U-Bahn New Yorks mit dem Namen Beach Pneumatic Transit. Die Bahn weist gleich mehrere Kuriositäten auf. So gab der Erbauer Alfred Ely Beach bis zur Eröffnung vor er würde eine Vorführanlage für ein Postfördersystem bauen. Dem Publikum wurde aber ein 20 Personen fassender Wagen gezeigt, der sich durch einem 100 Meter langen Tunnel mit 2,7 Meter Durchmesser bewegen liess. Der Antrieb erfolgte mit dem Luftstrom eines stationären 200 PS Rootsgebläse. Auch wenn die U-Bahn Vorführanlage nach 3 Jahren ihren Betrieb wieder einstellt, war sie ihrer Zeit weit voraus. Die erste als Nahverkehrsmittel nutzbare Strecke eröffnete erst dreissig Jahre später.

Beach Pneumatic Transit
Link: Blick vom Tunnel in den Warteraum
Rechts: Die 1912 beim Bau eines U-Bahn-Tunnels entdeckten Überreste des Wagens
 
Ein amerikanischer Glashersteller präsentierte 1956 die Idee von atomgetriebenen Zügen, die sich mit Geschwindigkeiten bis 480 km/h in Glasröhren bewegen würden. Die Züge hätten sich fortbewegt indem sie die Luftvor sich angesaugthätten, mit einem bordeigenen Atomreaktor erhtitz hätte und am Ende wieder ausgestossen hätten. Neben dem Strahlenschutzproblem wäre auch nicht klar, wo die Notausgänge aus dem System gewesen wären.  (Modern Mechanix)


Atomzug in der Glasröhre (Modern Mechanix)

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