Sonntag, April 20, 2008

Kein neuer HGV Bahnhof für Madrid

Der Bürgermeister von Madrid hätte gerne für die Hochgeschwindigkeitszüge einen neuen Bahnhof im Südosten der Stadt gebaut. Die Idee ist aber bei der spanischen Infrastrukturbehörde Adif nicht auf gegenliebe gestossen. Die neue Station wäre in Abroñigal auf dem Gelände des jetzigen Containerterminals geplant gewesen.



Madrid befürchtet, dass der bestehende Bahnhof Puerta de Atocha mit den neuen HGV Linien nach Levante, Extremadura und Portugal überlastet sein wird und die Anbindung an das innerstädtische Verkehrssystem nicht gelöst werden könnte.

Ein Stadttunnel für Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Atocha und Chamartin soll für Verbesserung sorgen. Wenn der Tunnel mit genügend grossem Querschnitt gebaut würde, hätte darin auch noch gleich eine Metrolinie platz. (Zur Erinnerung: es gibt bereits einen Tunnel für die Vorortszüge und eine U-Bahnlinie zwischen den beiden Bahnhöfen, ein weiterer Tunnel für die Vorortszüge ist bereits im Bau)

Die Umlegung von Fernverkehrsverbindungen in andere Bahnhöfe ist immer eine städtebauliche Gratwanderung. Ein typisches Beispiel ist Kassel, das sich bis heute nicht vom Umzug des Fernverkehrs vom Hauptbahnhof nach Willhelmshöhe erholt hat. Au dieser Sicht ist der Entscheid von Adif sicher richtig.

Sonntag, April 13, 2008

Österreich: Unfall in Neumarkt-Kallham

Beteiligte Züge:
DB 185 050 mit Güterzug 44925
DB 151 mit leerem Kohlenzug 47926

Zusammenstoss im Bahnhof Neumarkt-Kallham auf de Strecke Wels – Passau.
Datum: Freitag, 11.4.2008, ca. 11 Uhr.


Vermutlicher Unfallablauf:
Wegen dem Streckenausbau Wels – Passau war in Neumarkt-Kallham eingleisiger Betrieb. Der aus Passau kommende Güterzug sollte ausweichen, der leere Kohlenzug das Hauptlgeis befahren. Die Züge sind in der Ausfahrt in Richtung Wels zusammengestossen. Dabei sind die Lokomotive des Güterzuges und zehn Wagen entgleist. Weiter wurde die Fahrleitung beschädigt. Wahrscheinlich hat der aus Passau kommende Zug das Halt zeigende Ausfahrsignal überfahren.

Samstag, April 12, 2008

Belgien: SNCB kauft bei Siemens für 1,4 Mia EUR Nahverkehrszüge

Der Auftrag wurde zwar noch nicht offiziel bekannt gegeben, aber bereits in der FTD vermeldet. Es handelt sich um Desiro Züge, der neuen Variante Desiro ML (ML= Mainline) für den Regionalverkehr. Die ersten Fahrzeuge aus dieser Variante gehen im Dezember 2008 auf der Strecke Köln – Mainz in Betrieb. Sie sind der Nachfolger des Desiro Classic, der sich angeblich nur schwer auf den neuen TSI Standart für Crashsicherheit anpassen lassen würde.

Die SNCB hat 305 Fahrzeuge bestellt.
Auslieferung: 2011 bis 2016

Länge: 80 m
Breite: 2,84 m
Sitzplätze: 280
Vmax: 160 km/h
Leistung: 2,6 MW

Der Zug hat besteht aus drei konventionellen Wagen, wobei nur die Achsen der Endwagen angetrieben sind.


Desiro ML im Berliner Hauptbahnhof (Rendering)
Fahrzeugbeschreibung Siemens

Die Ausgestochene Konkurrenten

Alstom mit Lirex Continental in zwei Versionen:
3-teilig mit Jakobsdrehgestellen, 192 Sitze, 61 m lang
4-teilig mit Jakobsdrehgestellen, 248 Sitze, 78 m lang

Bombardier mit AGC
3-teilig mit Jakobsdrehgestellen, 205 Sitze, 73 m lang

CAF mit Civia
4-teilig mit Jakobsdrehgestellen, 232 Sitze, 76 m lang


Die SNCB scheint Siemens-freundlich eingestellt zu sein. Sie hat bereits ein Auftrag über 60 Merhsystem Lokomotiven (Reihe 18) an Siemens vergeben. Diese sollen 2009 - 2011 abgeliefert werden. In der Zwischenzeit mietet sich die SNCB bei ATC TRAXX Lokomotiven von Bombardier.

Nach dem Riesenauftrag der DB über 300 Talent-Züge von Bombardier, ist die SNCB die zweite Bahn, welche einen Regionalzugauftrag in Milliardenhöhe vergibt ... und bald folgt die SBB.

Dienstag, April 08, 2008

SNCF kauft ITL

Die französische Privatbahn schafft sich durch den Kauf von ITL Zugang zum europäischen Markt für Güterverkehr. ITL ist eine Pirvatbahn aus Dresden, die mitlerweile nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Niederlanden, Polen und Tschechien tätig ist. Mit dieser Massnahme will sich SNCF an dem stark wachsenden Verkehr zwischen Rotterdam und Osteuropa beteiligen. (sz-online)

Freitag, April 04, 2008

Spanien: Renfe präsentiert neue TRAXX Lokomotive

Am 2. April zeigte Renfe Mercancias während der Bilanzpressekonferenz in Villaverde die ersten beiden Traxx S/253 Lokomotiven.

Die Veranstaltung wurde im Unterhaltswerk von Renfe Integria im Süden von Madrid durchgeführt. Hier werden zusammen mit Bombardier 100 Traxx Lokomotiven S/253 gebaut. Die ersten beiden Lokomotiven waren während der Pressekonferenz zu sehen.

Die Versuchsfahrten auf dem spanischen Streckennetz werden in Kürze beginnen.



(via libre)

Sonntag, März 30, 2008

SBB: Kabelbrand in Gümlingen

Ein Kabelbrand in Gümlingen unterbricht die Strecke Bern-Thun für den ganzen Tag.
20 Minuten

Samstag, März 29, 2008

TRAXX für Frankreich

Die erste 186er für Euro Cargo Rail ist für Zulassungsfahrten unterwegs nach Frankreich.


gesichtet in Forbach von Nicolas

Freitag, März 28, 2008

Renfe Online Reservierungssystem

Das Online Reservierungssystem von Renfe ist immer wieder in den Schlagzeilen weil es unzuverlässig ist. Hier meine Erfahrungen mit einer Buchung Madrid - Barcelona:

1. Versuch: Züge ausgewählt, Kreditkarten Daten eingegeben
Resultat: Fehler: kein Platz (obwohl die Züge vorher noch Plätze hatten)

2. Versuch: Züge ausgewählt, Kreditkarten Daten eingegeben
Resultat: Fehler: kein Platz (obwohl die Züge vorher noch Plätze hatten)

3. Versuch: Züge ausgewählt, Kreditkarten Daten eingegeben
Resultat: Fehler: leider ist das System zur Zeit nich verfügbar

Mittwoch, März 26, 2008

Siemens Diesellokomotiven für Iran

Siemens hat wahrscheinlich letztes Jahr 150 Diesellokomotiven für 450 Mio USD an Iran verkauft. Die ganze Gerüchteküche ist im Railcolor Forum zu finden.

Montag, März 24, 2008

Renfe: Zuwenig Triebfahrzeugführer

Auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid - Barcelona können 16 Züge nicht geführt werden weil die Lokführer fehlen. Nur jeder fünfte Lokführer, der auf den Linien zwischen den beiden Städten arbeitet, hat die nötige Qualifikation zum Führen der Hochgeschwindigkeitszüge.

Ein spanischer Lokführer führt durchschnittlich während 3,5 Stunden pro Tag einen Zug. Er arbeitet auf das Jahr umgerechnet an 15 Tagen pro Monat - der Rest ist Ferien, Ruhetage oder Festtage. Der Jahreslohn beträgt 75'000 bis 90'000 CHF. Die Grundausbildung zum Lokführer dauert 5 Monate, das ETCS Modul zum Führen der Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zusätzliche 2 Monate. Die Ausbildung wird vorläufig nur von Renfe selbst angeboten, was vor allem für die neuen privaten EVU eine schwierige Einstiegshürde ist.

(via FTF)

Sonntag, März 23, 2008

SBB: Aufklärung der IC-Entgleisungen am Gotthard

Nach einem Bericht von SF DRS lässt sich vermuten, dass die beiden Entgleisungen am Gotthard vom 12. und 28. Februar auf abgenutzte Weichenzungen und mangelhafte Spurkranzschmierung zurückzuführen ist.


Weiche, die Weichenzungen sind Rot markiert.

Der Bericht von SF DRS weist diverse Mängel auf. Das zeigt wiedereinmal mehr, dass professionelle Journalisten nicht in der Lage sind, Fachwissen an Laien zu vermitteln. Ich hoffe mir gelingt das als Blogger besser. Hier meine Komentare zum SF DRS Bericht in der Tagesschau Hauptausgabe vom 23. März:

a) Der Spurwechsel heisst nicht Pianotodo, sondern Pinaotondo.
Der Kartenausschnitt dazu ist hier:

Größere Kartenansicht

b) Im Bericht heisst es ...

Die Weichen müssen regelmässig geschmiert werden - eine
Aufgabe, die der Lokomotivführer vom Führerstand aus erledigt.
(dazu war noch ein Bild zu sehen, wie jemand mit einer Ölkanne an der
Mechanik einer Weiche rumschniert ;-)

Hier geht es aber nicht um die Schmierung der Mechanik der Weiche, sondern um die Spurkranzschmierung.

Die Spurkranzschmierung ist ein System, das in regelmässigen Abständen (z.B. alle 200 Meter) eine kleine Fettmenge auf den Spurkranz der ersten Achse der Lokomotive aufbringt. Es funktioniert selbstätig ohne Eingriffe des Lokführers.


Die Spurkranzschmierung bringt
einen Schmierfilm (gelb dargestellt)
auf der Spurkranzinnenseite auf.



Lage des Spurkranzschmierfilms
am Schienenkopf.


Eine Spurkranzschmierung kann die Wahrscheinlichkeit von Entgleisungen herabsetzen. Weil die Reibung an der Schienenkopfinnenkante herabgesetzt wird braucht es eine grössere Kraft in Gleisquerrichtung bis das Rad am Schienenkopf aufklettert und entgleist. Ein Fahrzeug entgleist nämlich erst dann, wenn das Verhältnis von Querkraft zur Aufstandskraft ein gewisses Mass überschritten hat.



Alle modernen Streckenlokomotiven sind mit Spurkranzschmierung ausgerüstet. Die Wirkung der Anlage hängt aber von der Gesamtheit aller auf einer Strecke eingesetzten Lokomotiven ab. Die schweizerischen Lokomotiven schmieren die Schienen stärker als die deutschen Lokomotiven weil sie in kürzeren Abständen Fett auf den Spurkranz auftragen. Dies bewirkt, dass in jüngerer Zeit wo die Gotthardstrecke verstärkt auch von deutschen Lokomotiven befahren wird der Schmierfilm an den Gleisen dünner geworden ist, was wiederum die Entgleisungen in Pinaotondo begünstigt haben könnte.

Samstag, März 22, 2008

SBB Cargo und die Werkstätte Bellinzona

Am Karfreitag wurde wieder elf Stunden über die Zukunft der Werkstätte Bellinzona verhandelt. Die Situation ist schwierig und verfahren, eine Lösung ist in weiter Ferne. (SF DRS).

Am 7. März 2008 gab die SBB die Restrukturierung des Cargo Bereichs bekannt. Dabei soll die schweren Instandhaltung für Lokomotiven in Yverdon konzentriert werden, so dass die SBB Werkstätte in Bellinzona geschlossen werden kann. (SBB)

Unmittelbar darauf wurde die Arbeit in den SBB Werkstätten Bellinzona niedergelegt - eine Reaktion, die in dieser Heftigkeit in der Schweiz ungewöhnlich ist, aber mich aus folgenden Gründen nicht erstaunte:

  • Einige Tessiner waren ehemalige Adtranz Mitarbeiter. Sie hatten die Schließung der Adtranz Werke in Zürich und Pratteln mit erlebt. Ihr Arbeitsplatz ist damals auch verschwunden, obwohl die Werke voll standen. Die Basis hatte sich kaum gewehrt und die Schließungen gingen ohne einen einzigen Streiktag über die Bühne. Offensichtlich hat man aus der damaligen Situation gelernt.

  • Die Streikenden unterhielten sofort Unterstützung von Politik und Kirche weil die Wirtschaftsstandorte im Tessin gegenüber denjenigen im Mittelland stark benachteiligt sind. Es wird nicht verstanden, weshalb gerade ein Bundesbetrieb sich aus einer wirtschaftlich schwachen Region zurückziehen muss.
Das Management der SBB machte darauf unerwartet eine Kehrtwende und meldete an, die Restrukturierungsmassnahmen nochmals zu überdenken. Die Glaubwürdigkeit des Managements ging damit über Bord. Es entstand der Eindruck, dass die Führung die Entscheide ohne gründlicher Überlegung hemdsärmlig fällt, was wiederum neue Impulse für den Arbeitskampf der Belegschaft gab. Das Angebot für den vorläufigen Fortbestand der Werkstätte wurde deshalb von der Belegschaft abgelehnt. Sie besteht nun darauf eine schriftliche Grantien über den Fortbestand ihrer Arbeitsplätze zu bekommen.

Aus meiner Sicht ist nun eine schwierige Situation entstanden:

  • Die Belegschaft der SBB Werkstätte beharrt auf einer schriftlichen Grantie für den Fortbestand ihrer Arbeitsplätze - etwas, was von keinem Management bedingungslos ausgegeben wird.

  • Das SBB Management hat seine Glaubwürdigkeit verloren, weil es den Schliessungsentscheid nach dem Beginn der Streiks wieder zurückgenommen hatte und keine richtige Begründung für die Schliessung liefern kann.

Aus meiner Sicht sollten die Werkstätte in Bellinzona nicht geschlossen werden, die Belegschaft müsste aber selber aktiver werden und sich versuchen mit zeitgemässen Arbeitsleistungen am Markt zu positionieren. Beispielsweise könnten die Lokomotiven der anderen in Oberitalien tätigen EVUs von den SBB Werkstätten unterhalten werden oder man könnte sich vermehrt auch um den Kleinunterhalt der Fahrzeuge in der Region kümmern.

Freitag, März 21, 2008

Portugal: die neue Siemens Lok ist da !

Das erste Bild der neuen LE 4700 Lokomotive für Portugal ist aufgetaucht.

Die Lok fährt unter 25 kV und hat eine Lesitung von 4,6 MW bei Vmax 140 km/h. Die Lokomotive heisst bei Siemens ES 46 F1 und stammt aus der ES 2007 Serie, wie die littauische Diesellokomotive DE20.

Auf der Siemens-Seite fährt die Lok mit 15 kV 16 2/3 Hz, was offensichtlich ein Fehler ist. Abgesehen davon scheinen die Seitenmacher Probleme mit den Sonderzeichen zu haben. (Stand: 21.3.2008)

E6ATC - eine neue Drehstromlok aus Polen

Das polnische Unterhaltswerk ZNLE Gliwice in Oberschlesien entwickelt die sechsachsige Güterzuglokomotive E6ATC. Die ersten Teile sollen im Juni dieses Jahres vorgestellt werden.



Die Lokomotive basiert auf der ET22, hat aber eine um 2 MW höhere Leistung. Der Antrieb erfolgt über IGBT Stromrichter und von ZNLE selbst entwickelte Drehstromfahrmotoren. Wegen dem Tatzlagerantrieb bleibt die Höchstgeschwindigkeit weiterhin bescheiden, so dass sich die Lokomotive nicht für Reisezüge eignet.

Die E6ATC soll mit Scheibenbremsen und Widerstandsbremse ausgerüstet werden. Eine Netzbremse wird nicht eingebaut weil das Netz der PKP die Energie nicht aufnehmen könne. Der Kasten ist eine Neukonstruktion, die an das Einheitsdesign der Deutschen Bahn erinnert.



Der Lokführer hat seinen Arbeitsplatz hinter einer einzelnen großen Frontscheibe. Die Sitzposition ist leicht nach Rechts versetzt, so dass der Beimann seinen Platz neben dem Lokführer behalten kann. Die Rücksehspiegel sind durch Videokameras ersetzt. Erstmals sollen auch auf den Zughaken gerichtet Kameras eingesetzt werden, welche dem Lokführer das Kuppeln erleichtern sollen. Ein Waschbecken und ein geschlossenes WC tragen zu weiterem Komfort bei.

Technische Daten:
Leistung: 4.98 MW
Vmax: 120 km/h

Update: die Lok wurde im Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt (siehe hier)

Vorgänger der E6ATC

PKP ET22

Diese sechsachsige 3 MW Lokomotive wurde in den siebziger und achziger Jahren von Pafawag gebaut. PKP hat beinahe 1200 Stk abgenommen, womit die ET22 eine der grössten Lokomotivserien Europas ist.

Dienstag, März 18, 2008

Die neue Strassenbahn von Florenz

Gegen Ende Februar gingen Meldungen durch die Presse, dass der Bau neuer Strassenbahnlinien in Florenz von der Bevölkerung abgelehnt worden sei Spiegel. Trotzdem ist aber eine erste Linie im Bau, die 2009 in Betrieb gehen soll.

In Florenz ist ein Strassenbahnnetz mit drei Linien geplant:
  • Linie 1 führt vom Hauptbahnhof in den westlichen Vorort Scandicci, wo auch das Depot vorgesehen ist.
  • Linie 2 führt vom Flughafen über die geplante Station an der Hochgeschwindigkeitsstrecke zum Hauptbahnhof und der Innenstadt.
  • Linie 3 führt vom Spital im Norden der Stadt über die Innenstadt in den Osten
Die Linie 1 ist seit 2004 im Bau. Im Oktober des letzten Jahres wurde mit dem Verlegen der Gleise begonnen.

Am 17. Februar wurde ein Referendum gegen den Bau der Linie 2 und 3 durchgeführt. Das Referendum kam nicht zu Stande weil die Stimmbeteiligung nur 39% statt den erforderlichen 50% betragen hatte, aber die stimmenden Bürger lehnten den Bau der weiteren Linien knapp ab. Der Bau der Linien soll deshalb nun trotzdem in Angriff genommen werden, wenn auch mit Verspätung.

Die Gegner führten ins Feld, das die Erschütterungen der Strassenbahn die historischen Bauwerke beschädigen könnten. Dagegen würde ein allerdings etwas teureres Masse-Feder-System nützen, wie es kürzlich in Basel beim Stadtcasino eingebaut wurde. Ausserdem Frage ich mich, ob die Autoabgase und der Russ der Dieselbusse den Bauwerken nicht mehr zusetzen.

Linie 1 wird von Ansaldo gebaut. Linie 2 und 3 sollen unter der Führung von RATP gebaut werden. RATP ist die staatliche Gesellschaft für den öffentlichen Verkehr in der Region Paris, welche Dienstelistungen für die Projektierung und den Bau von Nahverkehrsprojekten auch für Dritte anbietet.

Das gesamte Strassenbahnnetz soll 700 Mio EUR kosten.



Auf dem Netz sollen Zweirichtungszüge Sirio von Ansaldo verkehren. Die Wagen sind mit einer 800 kg schweren Batterie ausgerüstet, damit in der Innenstadt ohne Fahrleitung gefahren werden kann. Für die Linie 1 sind 17 Züge vorgesehen, weitere 30 Züge sind für die anderen Linien notwendig.



Offiziele Seiten der Strassenbahn Florenz
Das neue Strassenbahnnetz in Florenz von Simone P. (Italienisch, Englisch, Französisch), seit Anfang 2007 ohne Update
Times

Mittwoch, März 12, 2008

SBB nimmt ev. Schlissung der IW Bellinzona zurück

Nach Angaben von SBB-Chef Andreas Meyer wird ev. der Stellenabbau bei SBB Cargo suspendiert sofern die Streikenden in Bellinzona zur Arbeit zurückkehren. (Limmattal, teletext)

Sonntag, März 09, 2008

Renfe braucht 50 (!) Tage um eine E-Mail-Kundenreklmation zu beantworten. (alta velocidad)

Samstag, März 08, 2008

Norwegen: Eine NSB Di 4 in ungewohnter Lage ...

Der Werbespot des norwegischen Aluminiumkonzerns Norsk Hydro ist zwar schon ein Jahr lang im Internet zu finden, ist aber troztdem immer wieder gut!

Es gibt viele kleine Ingenieure. Wir warten bis sie grösser sind!

SBB Personal erhält neue Unifromen

Auf die EM 2008 erhält das SBB Personal neue Uniformen. Unterscheiden sich nicht wirklich von den alten. 20 Minuten schweizweit.net

Freitag, März 07, 2008

SBB: Schliessung der W Bellinzona

Heute wurde es offiziell: die IW Bellinzona wird geschlossen. Die Loks werden in Zukunft in Zürich und Yverdon gewartet. Das Güterwgengeschäft bleibt in Bellinzona und wird von Cataneo übernommen.

NZZ

Sonntag, März 02, 2008

Spanien: der Kabelklau geht um

Die neuen Hochgeschwindigkeitsstrecken sind in letzter Zeit mehrfach Opfer von Vandalismus geworden. Am 23. Januar wurde ein Signalisationskabel auf der erst kürzlich eröffneten Strecke Madrid - Valladolid geklaut. Am 26. Februar wurde gleich zweimal in kurzem Abstand Kabel auf der Strecke Madrid - Barcelona geklaut. Bei diesem Vandalismus könnte es sich gut um Aktionen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen handeln, die aufzeigen sollten, dass die Infrastrukturbehörde Adif ihre Sache nicht im Griff hat.

Montag, Februar 25, 2008

New Jersey Transit bestellt 27 Lokomotiven ALP-46A

New Jersey Transit bestellt bei Bombardier 27 Lokomtiven ALP-46A. Die Lokomotiven sind eine Weiterentwicklung der bereits in Betrieb stehenden ALP-46. Sie werden mit IGBT-Stromrichtern ausgerüstet und sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. Der Auftrag umfasst eine Option für 33 weitere Lokomotiven. newstix

Sonntag, Februar 24, 2008

Spanien: Madrid - Barcelona in Betrieb

Wie bereits berichtet ging am Mittwoch die HGV Strecke Madrid - Barcelona in Betrieb. 17 Züge verbinden die beiden Metropolen mit einer Fahrzeit unter drei Stunden. Die Verlängerung nach Frankreich ist für 2012 geplant.

Der Betrieb verläuft erstaunlich ruhig. Gleichzeitig mit der Verbindung nach Madrid - Barcelona werden nun auch neue Verbindungen mit den auf dieser Destination überzählig gewordenen S-120 Zügen angeboten.

Mehr zu Reden gibt das Internetreservationssystem von Renfe, das nicht zuverlässig funktioniert und Züge überbucht.

Auf YouTube sind bereits Videos zur Fahrt Madrid - Barcelona aufgetaucht. Hier der Beitrag aus der Spanischen Tagesschau:

Montag, Februar 18, 2008

Irland

In Dublin bleiben wegen einem sehbehinderten Passagier 300 Leute auf dem Bahnsteig stehen. taz.de

Samstag, Februar 16, 2008

U-Bahn London - keine nackte Plakate !

London Underground verbietet das Plakat für eine Ausstellung in der Royal Academy of Arts - dem wichtigsten Kunstmuseum Englands. Die Austellung ist Lucas Cranach dem Älteren gewidmet. Sein bekanntestes Werk ist die Venus. Das Modell trägt nach Ansicht von London Underground zuwenig Kleider und ist anstössig.

Donnerstag, Februar 14, 2008

Spanien: Eröffnung HGV Madrid - Barcelona am 20. Februar 2008

Am nächsten Mittwoch, den 20. Februar wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid - Barcelona durchgehend dem kommerziellen Betrieb übergeben. Heute hat der Fahrkarten verkauf begonnen. Die Velaro Züge von Siemens (ähnlich dem Deutschen ICE3) werden die Strecke in 2 Stunden 40 Minuten zurücklegen. Es sind 18 Zugspaare vorgesehen.
Spanien Bilder

Dienstag, Februar 12, 2008

SBB+X

Nach den Wünschen des Bundesrates sollen in Zukunft bei Ausschreibungen von Schienenverkehrsleistungen neben der SBB auch die beiden Privatbahnen BLS und SOB mit bieten können. Das neue Konzept heisst SBB+X. Es hat wenig Überlebenschance, weil es von Links und Bürgerlich bekämpft wird. Tages-Anzeiger

Hier etwas Hintergrund zum Thema:

  • Volkswirtschaftliche Dinge unterliegen gewissen Modeströmungen. Zurzeit ist es wichtig, dass es möglichst keine Staatsbetriebe gibt und möglichst viel Konkurrenz vorhanden ist.

    Die Wettbewerb soll dazu führen, dass die Angebote möglichst effizient produziert werden. Der Überlebenskampf beginnt. Nicht mehr die Erbringung der eigentlichen Leistung ist wichtig, sondern der Vorsprung gegenüber der Konkurrenten. Dadurch sinkt die Qualität der erbrachten Leistung. Dies verlangt wiederum nach mehr Kontrollinstanzen, welche überwachen, dass die erbrachten Leistungen den Vorgaben entsprechen.

    Die für die Volkswirtschaft entstehenden Kosten sinken nicht, sondern steigen an. Dies hat eine Studie zur Privatisierung der Englischen Bahnen gezeigt. Mehr Wettbewerb heisst nicht immer mehr Gewinn für die Bevölkerung. Meist sinkt die Qualität der Leistung und die Kosten steigen an.

  • Die Privatbahn in der Schweiz sind keine Privatbahnen. Sie sind als Aktiengesellschaften organisiert, deren Aktionäre Bund, Kantone und Gemeinden sind. Sowohl BLS wie SOB gehört zu mehr als 80% der öffentlichen Hand. Beim Konzept SBB+X würden sich also mehrere Staatsorganisationen gegenseitig bekämpfen. Von gesundem Wettbewerb kann hier kaum noch die Rede sein.


  • Beim Zusammenbruch der nach wirtschaftlichen Grundsätzen handelnden Gesellschaften kann es zu Mehrkosten für die Volkswirtschaft kommen.

    In der Schweiz musste vor einigen Jahren die zuerst hoch gelobte Mittelthurgaubahn liquidiert werden. In Schweden stand beinahe der ganze Vorortsverkehr von Stockholm still, weil die private Gesellschaft die Löhne für die Lokführer nicht mehr bezahlen konnte.

Montag, Februar 11, 2008

Erste E 186 gehen in Betrieb

Die ersten 186er gehen in Betrieb:
  • Die beiden von CBRail an crossrail verliehenen Loks E186 902 und E186 904 sind am Gotthard mit Autozügen unterwegs. Weitere werden in Kürze folgen. (bahnOnline.ch)

    Zur Erinnerung: crossrail ist aus dem Güterverkehr von Regional Mittelland (früher EBT) hervorgegangen und gehört dem australischen Investment Unternehmen Babcock & Brwon.




  • ITL fährt mit einer ebenfalls von CBRail gemieteten Lok zwischen Rotterdam und Emmerich Ölzüge. (drehscheibe)

    ITL heisst Import Transport Logistik und hat ihren Firmensitz in Dresden. Das Unternehmen besitzt einen grösseren Güterwagenpark und mehre Dieselloks. Es war bis anhin vor allem in Osteuropa tätig.



Freitag, Februar 08, 2008

Erster Algerien-Flirt fertig

Stadler Rail hat den ersten Flirt für die S-Bahn Algier fertig gestellt. Er wurde nach Basel überführt, wo das Fahrzeug unter der 25 kV Fahrleitung in Basel St. Johann eingeschaltet werden kann.


Bild von reissweb

Wie kommt das Teil nach Algier ?
Mit dem Schiff. Die meisten Autofähren nehmen auch Züge mit solange Sie auf einem Trailer/Tiefgänger sind. Wobei ich hier weniger die klassischen Urlaubsfähren meine, sondern eher die RoRo-Schiffe im allgemeinen Sinn. Ein führender Anbieter in diesem Geschäft ist die norwegisch schwedische Rederei Wallenius & Wilhelmsen. Hauptsächlich werden mit diesen Schiffen Neuwagen rund um die Welt verteilt, grundsätzlich kann aber alles geladen werden, solange es sich auf Rädern bewegen lässt.


Wallenius & Wilhelmsen RoRo-Schiff Toronto

Diese Schiffe sehen eher hässlich aus - wie ein im Wasser schwimmender Klotz. Eine solches RoRo-Schiff hat zum Beispiel die in Kassel gebauten NJT ALP-46 von Bremerhaven nach New York gebracht.


Hier ist die Lok bereits ausgeladen. Im Hintergrund ist
das Wallenius & Wilhelmsen RoRo-Schiff Isolde zu sehen.


Das RoRo-Schiff ist für Strassenfahrzeuge gebaut.
Deshalb muss die Lok auf einem Trailer verladen werden.


Übrigens auch die in Italien gebauten Loks für Spanien werden auf das Schiff verfrachtet. Hier geht es darum, die mühsamen Regelungen für Schwertransporte in Frankreich zu umgehen. Die Lokomotiven werden ohne Drehgestelle und Stromabnehmer auf einen Tiefgänger verladen, der wiederum mit Zugmaschine auf das RoRo-Schiff verladen wird.


Transportbereite Spanien-Lok

Mittwoch, Februar 06, 2008

Neue Bahn auf die Jungfrau ?

Die Jungfraubahnen haben das Geschäft gewittert: könnte man die Touristen schneller auf die Jungfrau bringen, liesse sich mehr Umsatz machen.

Für ca. 200 Mio CHF soll eine neue zusätzliche Bahn (Standseilbahn oder Lift) auf das Jungfraujoch gebaut wereden - ganz landschaftschonend, so dass der Status des UNESCO Weltkulurerbens bestehen bleibt. Es regt sich Widerstand von den Landschaftschützern und ausserdem ist nicht sicher, ob der Mensch den schnell überwundenen Höhenunterschied gesundheitlich überhaupt verkraftet. Auf jeden Fall ist die Idee inovativ, wie seinerzeit schon der Bau der alten Jungfraubahn durch den Tösstalerindustriellen Adolf Guyer-Zeller.

Tagesanzeiger

In eigener Sache

schweizweit.net - der schreibende Zugbegleiter führt mit zuoberst auf einer Liste von 20 Eisenbahnblogs.

Alstom AGV

Alstom stellt den neuen Hochgeschwindigkeitszug AGV vor. Das Projekt gab es schon seit mehreren Jahren, doch ist nun mit der privaten Italienischen HGV-Gesellschaft NTV ein Kunde gefunden. Gleich wie beim Siemens ICE3 ist der Antrieb über den ganzen Zug verteilt: in einem Wagen ist der Transformator, unter dem nächsten der Stromrichter und im weiteren die Fahrmotoren. Nur so ist es möglich, das Gewicht pro Achsen möglichst tief zu halten - typischerweise bei 17t. Hohe Achsgewichte verursachen in Kurven höhere Kräfte auf das Gleis, was wiederum zu tieferen möglichen Geschwindigkeiten führt.

Beim TGV ist der Antrieb auf die Triebkopf an den Enden des Zuges begrenzt, wobei aber jeder Triebkopf noch die Fahrmotoren des benachbarten Drehgestelles im Wagenzug mit Energie versorgt.

Der ICE ist technisch gesehen ein Zug mit zwei Lokomotiven an jedem Ende (ICE1) oder einer Lokomotive und einem Steuerwagen an den Enden (ICE2).

Auf den ersten Blick scheint es nur Hochgeschwindigkeitszüge von Siemens und Alstom aber nicht von Bombardier zu geben. Dem ist nicht so, denn Bombardier ist sowohl an den ICE (Wagenkästen & Antriebe), wie auch an den TGVs (Wagenkästen) beteiligt. In Amerika fahren die Acela Züge von Bombardier mit Antrieben von Alstom und in Spanien sind zwei grosse Serien von Hochgeschwindigkeitszügen unterwegs, die zusammen mit Talgo gebaut wurden.

Wikipedia
Financial Times
Hochgeschwindigkeitszüge

Freitag, Februar 01, 2008

Railion Erzzüge in Holland

Die Railion fährt Erzzüge durch Holland mit drei Dieselloks, die dann in Deutschland von zwei BR 151 übernommen werden. Der Wagen hinter den Loks dürfte ein Übergangswagen sein, weil die Erzwagen wahrscheinlich automatische Kupplungen haben. Ganz sicher bin ich aber nicht.


gefunden bei arnold49

Mittwoch, Januar 30, 2008

Bombardier: Lokomotivbau in Zahlen

Bestellte Lokomotiven 2007: ca. 350
Auftragseingang 2007: 1.25 Mia EUR
Am meisten werden die TRAXX-Lokomotiven verkauft.
Das Werk Kassel arbeitet zur Zeit im Dreischtbetrieb. Ausserdem wurde auch die Produktion in Vado Ligure, Italien gesteigert.

Marktanteil bei E- und D-Loks in Europa:
Bombardier: 88%
Alstom: 7%
Siemens: 5%

Die Konkurenten trösten sich mit dem Chinageschäft, wo alle grossen Unternehmen gleich beteiligt sind.

Tagesspiegel

SBB: Läufelfingerli erlegt 13 Wildschweine

Ein Regionalzug auf der alten Hauensteinlinie tötet eine ganze Wildschweinrote. Die Strecke musste für Aufräumarbeiten zwei Stunden gesperrt werden.
NZZ

Dienstag, Januar 29, 2008

SBB: Keine Horcher mehr

Bei der SBB gibt es keine Horcher (manchmal auch Hörer) mehr. Diese Leute beobachteten die ausfahrenden Güterzüge in vier Rangierbahnhöfen auf Flachstellen. Die Überwachung war besonders wichtig bei Zügen, die mit Vmax 100 km/h fahren und Wagen der Achslastklasse D (bis 22,5 t) mit führen. Die Aufgabe wird nun von Flachstellenortungsanlagen (FLOA) übernommen.
swissinfo


Flaschstellenortungsanlage (FLOA)
der ÖBB


Andere technischen Überwachungsanlagen sind hier behandelt.

Coaster GmbH in Schwierigkeiten

Die Coaster GmbH, welche den Tschuggen Coaster in Arosa erbaut hatte, ist in finanziellen Schwierigkeiten. Ihre Aktivitäten werden wahrscheinlich von Intamin übernommen.

Energiespeicher für Strassenbahn

Nach mehr als vier Jahren konnte der Test des Energiespeichersystems "Mitrac Energy Saver" auf einer Mannheimer Strassenbahn erfolgreich abgeschlossen werden. Die Strassenbahn braucht mit der Ausrüstung bis zu 20% weniger Energie, weil die beim Bremsen entstehende elektrische Energie in Kondensatoren auf dem Dach zwischengespeichert wird. Weiter schätze vor allem das Wartungspersonal die Möglichkeit, die Strassenbahn ohne Oberleitung mit eigener Energie bis zu 500 m weiter fahren zu können. Eurailpress

Sonntag, Januar 27, 2008

Winterthur: Trolleybusse bleiben erhalten

In Winterthur hat man entschieden, den Trolleybusbetrieb doch nicht einzustellen. Es gibt zur Zeit noch drei Trolleybuslinien.

Jedesmal wenn die Fahrzeuge einer Trolleybuslinie ersetzt werden müssen grasiert das Einstellungsfieber für dieses umweltfreundliche Transportmittel. Was meistens nicht erwähnt wird ist das hohe Beschleunigungsvermögen dieser Fahrzeuge, das von einem Dieselbus nie erreicht werden kann.

Winterthur: Trolleybusse bleiben erhalten

Freitag, Januar 25, 2008

Wenn das nur gut kommt !


Dieses Eichörnchen ohne Warnweste habe ich bei Trains in Southern France von Raphael_E gefunden.

Samstag, Januar 19, 2008

Nokia Bahn

Nicht alle dürften Wissen, dass das jetzt zur Schliessung anstehende Nokia Werk Bochum auch einer Bahn den Namen gegeben hat. Sie führt von Bochum über die Station Bochum Nokia nach Gelsenkirchen. Die Verbindung entstand 1993 zur besserer Erschliessung des Werkes mit öV durch eine Koperation zwischen der Deutschen Bundesbahn, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und Nokia.

Auf der Strecke waren lange Zeit die Akuutriebwagen der Baureihe ETA 150 im Einsatz, heute fahren auf der Strecke LINT 41 von Alstom.

Mittwoch, Januar 16, 2008

Green Cargo: Traxx Loks bestellt

6 Stück 185.2 mit einer Option auf weitere 10 Stück
Eurailpress

Samstag, Januar 12, 2008

Renfe S/253 für MSTS


Die 100 Traxx Lokomotiven für Renfe werden erst gebaut, aber auf dem Microsoft Traninsimulator lässt sich die Lok bereits fahren.





Betriebswerk Westbahn

Freitag, Januar 11, 2008

Polen: Störung des Betriebs wegen TV-Fernbedienung

In Polen entgleisen S-Bahnzüge oder Strassenbahnen wegen einem Jugendlichen, der mit einer umgebauten Fernbedienung die Weichen stellen konnte. Der technische Hintergrund dieser Meldung ist nicht klar, aber die Tatsache ist trotzdem erstaunlich.
heise online

Mittwoch, Januar 09, 2008

Express - der neue Zug zwischen Moskau und Sankt Petersburg

(Inspiration krusenstern)

Zwischen Moskau und Sankt Petersburg verkerht seit dem 27. Dezember der neue Schnellzug mit dem Name Express. Der Zug ist eigentlich nicht wirklich neu, sondern nur die eingesetzten Wagen. Sie verfügen über Klimaanlage, biologische Vakuumtoiletten und 220V Steckdosen für die Reisenden. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.


Wagen des neuen Express (paravoz.com)

Der Zug verfügt auch über spezielle VIP-Wagen, die entweder mit 4 Zweibettabteile und einer Bar oder mit 6 Zweibettabteile ausgestattet sind. Jedes Abteil ist mit individuell regelbarer Klimaanlage und DVD-Player ausgerüstet.

Wagonmash hat für den Express neue Speisewagen gebaut. Die restlichen Wagen sind Umbauten aus bestehender Wagen, die aus dem ehemaligen Waggonbau Ammendorf stammen. Dieses Werk lieferte bis zur Schliessung 2005 etwa 47'000 Reisezugwagen an die ehemalige Sowjetunion, die Mongolei und China. RZD - Pressemitteilung (russisch)

Bevor Ende des Jahres der neue Express seinen Betrieb aufnahm, war in derselben Fahrplanlage bereits ein Zug mit älteren Wagen, ebenfalls aus Ammendorf unterwegs. Sie trugen eine rote Lackierung. Wahrscheinlich genügten sie den Komfortansprüchen nicht mehr, so dass sie nun auf dem Abstellgleis landen werden.


Die alten Express Wagen

In Russland werden Züge mit gehobenerem Standard als Фирменный поезд (Firmenny Poest) bezeichnet, was in Deutsch am besten mit Zug mit Markennamen oder in Englisch mit Singnaturetrain zu übersetzt ist.

Jeder Firmenny Poest hat seine eigenen Wagengarnituren, die nur für diesen Zug eingesetzt wird. Die Wagen tragen einen speziellen Aussenanstrich mit dem Namen des Zuges. Sie dürfen seit ihrer Ablieferung oder grossen Revision höchstens 12 Jahre im Einsatz gestanden haben. Auch das Innere ist im individuellen Design des Zuges gehalten. Das Personal trägt zum Zug passende Uniformen und muss zusätzliche Schulungen besuchen.


Wagen des roten Pfeils - der älteste Firmenny Poest, der seit 1931 zwischen Moskau und Sankt Petersburg
unterwegs ist. Diese Wagen wurden 2006 im Werk Twer von Transmasholding gebaut, verfügen über
Scheibenbremsen und verkehren mit 160 km/h.


Die Serviceleistungen sind in jedem Firmenny Poest unterschiedlich, aber es gibt immer Zeitschriften, reichlich zu Essen und hilfsbereites Personal, das an den Umgang mit westlichen Touristen halbwegs gewöhnt ist. Entsprechend den Serviceleistungen und dem Komfort bezahlt man unterschiedliche Fahrkartenpreise.

Für den Reisenden ist es schwierig den Durchblick zu behalten. Die zuletzt eingeführten Angebote haben meistens das neuste Wagenmaterial. Am besten verlässt man sich aber auf die Einheimischen, welche die "guten" Züge kennen.


Blick in ein Abteil des Firmenny Poest Две столицы (Dwe Stolizi, auf Deutsch "Zwei Hauptstädte").
Der Schriftzug ist auch auf der Bettwäsche zu sehen. Auf dem Abteiltisch befinden sich die Gratiszeitschriften
und die abgepackte Verpflegung.


Die an den Platz servierte Verpflegung sieht so aus. Es gibt Brötchen, Wurst, Streichkäse,
Sofortsuppe, Kaffee, Tee, Schokolade, Kekse, etc.



Nach der Auflistung in Wikipedia gibt es 71 Firmenny Poest bei der Russischen Eisenbahn und 63 bei der Ukrainischen Eisenbahn. Die Liste ist unvollständig weil auch andere Staaten der ehemaligen Sowjetunion Firmenny Poest betreiben.

Die westlichen Medien haben mit dem Begriff Firmenny Poest immer wieder Mühe. Es wird daraus oft ein Luxuszug, ein Corporate Train, ein Company Train, ein Firmenzug, ein Zug einer privaten Gesellschaft oder so was ähnliches. Die Züge gehören aber alle bis auf den Grand Express der Russischen Staatsbahn RZD.

Der Grand Express wird von einer privaten Gesellschaft betrieben und ist mit Abstand der teuerste Zug auf der Verbindung Moskau - Sankt Petersburg.


Grand Express mit TschS200


Die Strecke Moskau – Sankt Petersburg

Die Strecke zwischen Moskau und Sankt Petersburg verläuft schnurgerade. Bis 2001 wich die Strecke an einer einzigen Stelle von der Geraden ab weil ein schwierig trocken zu legendes Sumpfgebiet umfahren werden musste. Auf der Karte wirkte das so, wie wenn der Zar beim Zeichnen des Streckenverlaufs mit dem Lineal versehentlich seinen Finger zu weit vorne gehabt hätte und so der Strich kurz seiner Fingerbeeren statt der Kante des Lineals folgte.

Die Fingerbeere des Zaren wurde erst am 23. Oktober 2001 amputiert. Ein neues Trassee kürzt die Umfahrung des Sumpfgebietes ab, so dass die Strecke nun wirklich ohne jegliche Kurven zwischen dem Leningrader Bahnhof in Moskau und dem Moskauer Bahnhof in Sankt Petersburg. Die Entfernung beträgt 650 km. (Russland Akutell)


Die Strecke Moskau - Sankt Petersburg. Der Pfeil zeigt auf die
Unfallstelle wo der Newskij Express wegen einem Bombenanschlag entgleiste.

Das Angebot auf der Strecke Moskau – Sankt Petersburg
Es ist immer noch am einfachsten mit dem Zug von Moskau nach Sankt Petersburg zu reisen. Man erspart sich die ermüdende Fahrt an den Flughafen und kann sich während der Zugfahrt entspannen. Dementsprechend werden die Züge auch rege benutzt. Es verkehren nicht weniger als 10 Firmenny Poest und 3 Skorostnoj Poest, die mit besonders hoher Geschwindigkeit unterwegs sind.

Der Fahrplan Moskau – Sankt Petersburg sieht wie folgt aus (ohne Gewähr):


Die Skorostnoj Poest starten am Abend innerhalb drei Stunden als Tagesrandverbindungen. Danach folgen innerhalb der nächsten drei Stunden neun Firmenny Poest als Nachtzüge, wobei der Grand Express, der Roter Pfeil und Express den Bahnhof im Fünfminutenabstand verlassen. Einziger Firmenny Poest tagsüber ist Junost.

Neben dem ER-200 Triebwagen, der nur Sitzplätze anbietet ist der Newskij Express immer noch das schnellste Angebot. Der neue Express ist einer unter den neun Nachtzügen mit 8 Stunden Reisezeit – also nicht wirklich weltbewegend.


ähnliches Thema:
Skorostnoj Poest Newskij Express - Zug & Eisenbahn Blog

Links:
Express - RZD - Pressemitteilung (russisch)

Grand Express - Homepage der Betreiberfirma
Grand Express - von Anna Litvinenko (im Tagesanzeiger und im Eurasischen Magazin
erschienen)

Freitag, Januar 04, 2008

Ersatz für HST Züge

In Grossbritanien wird nach einem Ersatz der HST Züge gesucht. Die neuen Züge sollen Elektro- und Dieselantrieb haben. In vier Jahren sollen zwei Prototypen verfügbar sein. Die Serie soll ab 2014 verfügbar sein.

via All things rail

Auffahrunfall in Chicago

Schon ein Monat her:

Ein Vorortszug fährt am 30. Nov 2007 auf ein Güterzug auf. Der Lokführer hat wahrscheinlich ein Signal, das ihm nur Fahrt auf Sicht erlaubt hätte übersehen/falsch interpretiert. Der Zug fährt mit 60 km/h auf einen stehenden Containerzug auf. Die Bilder wurden von einer Überwachungskamera festgehalten:



Chicago Tribune
Diskussion auf de.etc.bahn.misc

Sonntag, Dezember 30, 2007

SBB Schmutzbrand an eine Intercity-Zug

Nach Angaben der Medien musste der Zug nach 60 km Fahrt wegen Rauchentwicklung anhalten und die 200 Reisenden evakuiert werden. Die Rauchentwicklung sei durch einen "technischen Defekt an einer Zugsachse" entstanden. Das Feuer sei von Zug- und Lokführer mit einem Handlöscher bekämpft worden.

Aus technischer Sicht dürfte es sich hier um einen Schmutzbrand gehandelt haben. Dabei entzündet sich die Schmutzschicht unter dem Wagenboden durch die Hitze, welche von einer festgebremsten Achse ausgeht. Die Ursach liegt meist bei einem Bedienfehler der Bremse nach dem Kuppel oder nach dem Führerstandwechsel.

Feste Bremsen wurden früher von den Bahnhofvorständen der durchfahrenen Stationen entdeckt. Heute wird dies fast ausschliesslich durch Festbremsortungsanlagen (FBOA) überwacht. Diese Einrichtung besteht aus zwischen den Schwellen montierten Infrarotsensoren, welche die Radtemperatur der vorbeifahrenden Züge messen. Meist ist sie mit einer Heissläuferortungsanlage (HOA) kombiniert. Diese Einrichtung kontrolliert die Temperatur der Achslager und entdeckt somit deren Überhitzung welche zu sogenannten Heissläufern führt.



Im neuen Lötschbergbasistunnel befinden sich zum Beispiel
sechs solche Anlagen jeweils bei den roten Pfeilen:


Bei Überschreitung der Grenzwerte lösen die Anlage Alarm aus und stellen Signale auf rot. Meist kann die Anlage genaue Angaben machen, an welcher Achse die Störung aufgetreten ist.

In Amerika geben die Anlagen überdies auch noch einen Funkspruch an den Lokführer aus. Hier ein Beispiel: die Anlage gibt über Sprachausgabe den Standort, den Zustand des Zuges, die Anzahl Achsen und die Geschwindigkeit aus.

Das Netz der automatischen Überwachungsanlagen wird immer weiter ausgebaut. Neben Heissläufer und festen Bremsen können heute auch Ladungsverschiebungen, herunterhängede Bremsschläuche / Kupplungen, Flachstellen, Brände, sowie der allgemeine Zustand von Räder und Fahrwerk überwacht werden.

TU Wien - Sensorsysteme zur Automatischen Zugüberwachung (pdf)
voestalpine - Heissläufer- und Festbremsortungsanlage Phoenix MB
Wikipedia - Heissläuferortungsanlage
Wikipedia - Defect Detectors

Quelle: SF DRS, Radio DRS, BAZ

Dienstag, Dezember 25, 2007

HGV Strecke nach Málaga eröffnet

Nur einen Tag nach der Eröffnung der Linie Madrid - Valladolid kommt am 24. Dezember auch das letzte Stück der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Málaga in Betrieb. Die 55 km lange Strecke führt durchs Gebirge, so dass 19 Brücken und 8 Tunnel notwendig waren, die im Gesamten etwa drei Viertel der Strecke ausmachen.

Sonntag, Dezember 23, 2007

HGV Strecke Madrid-Segovia-Valladolid eröffnet

In Spanien wurde heute morgen die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid - Valladolid em Betrieb übergeben. Kernstück der Strecke ist der 28 km lange Guadarramatunnel.



Streckenschema mit km Angaben

Die Strecke kostete 3,6 Mia EUR. Die eine Hälfte stammt direkt aus der EU Kasse, die andere Hälfte wird von Spanien bezahlt, das sich die Ausgaben wiederum zu 65 % über Kredite der Europäische Investitionsbank finanzieren lässt. Faktisch sind somit 84 % der gesamten Kosten durch die EU finanziert.



Die Verbindungen im ganzen Nordwesten Spaniens werden verbessert durch den Einsatz der umspurbaren S130 Züge, welche sowohl auf der HGV Strecke wie auf den Breitspurlinien verkehren können. Zwischen Valladolid und Madrid verkehren die rein normalspurigen S102 Zügen. Beide Züge werden von Talgo zusammen mit Bombardier gebaut. Die darin verwendete elektrischte Ausrüstung wurde in der Schweiz entwickelt.



S130
Vmax 250 km/h auf HGV Strecke. Die Züge werden sowohl auf den HGV Strecken wie auch auf den bestehenden Breitspurstrecken eingesetzt. Der Wechsel der Spurweite erfolgt während der Fahrt durch eine Umspuranlage, wobei einzeln auf Stummelachsen sitzenden Räder mit samt den Achslagern auf die neue Spurweite eingestellt werden.

Die von Talgo und Bombardier gebaut Züge bieten 299 Plätze, die sich wie folgt aufteilen:
  • 63 Preferente (1. Klasse)
  • 263 Turista (2. Klasse)
Die 45 Züge werden 2007 bis 2009 abgeliefert. Zur Zeit dürften bereits 12 Züge in Betrieb sein.


Fahrt eines S130 Zuges durch
die Spurwechselanlage in Rado.







S102
Vmax 330 km/h. Diese Züge können die Spurweite nicht wechseln und verkehren deshalb nur auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken. Zur Zeit sind sie auf den Verbindungen Madrid-Malaga und Madrid-Valladolid im Einsatz.

Die von Talgo und Bombardier gebaut Züge bieten 316 Plätze, die sich wie folgt aufteilen:
  • 45 Klubklasse (Businessabteile mit Ledersessel)
  • 76 Preferente (1. Klasse)
  • 195 Turista (2. Klasse)
Die 16 Züge der ersten Serie sind alle in Betrieb. Die 30 Züge der zweiten Serie werden zwischen 2008 und 2010 abgeliefert.

Links:
Tranvia (spanisch)

Samstag, Dezember 22, 2007

Renfe S/253

Renfe Mercancias hat im November 2006 bei Bombardier 100 Gleichstromlokomotiven bestellt. Die erste TRAXX für Spanien dreht nun Runden auf der Versuchsanlage in Wildenrath. (DSO)



Die Lokomotive wurde in Vado Ligure (Italien) gebaut und auf der Strasse nach Wildenrath transportiert. Für den Zusammenbau waren zwei grosse Autokranen im Einsatz.



Mittwoch, Dezember 19, 2007

Stadler baut Rangierloks für SBB

... und somit werden die teilweise siebzig Jahre alten Ee 3/3 bald ausrangiert.
(20minuten)

Freitag, Dezember 14, 2007

NJT ALP-46

Gemäss einem Bericht im nj.com kauft NJT für 244 Mio USD 27 weitere ALP-46 Lokomotiven bei Bombardier.

Montag, Dezember 10, 2007

SBB Re 4/4 I

Gestern sichtete ich die Re 4/4 I 10019 auf der Hohenzollernbrücke. Diese Lokomotive ist über 60 Jahre alt und immer noch im Einsatz für die Centralbahn AG.



Es gibt noch die folgenden "Badewannen":
  • 2 Stk bei SBB Historic (10001 in Olten, 10044 in Rapperswil)
  • 6 Stk bei Classic Rail
  • 3 Stk bei Centralbahn AG (Sonderfahrten für Eisenbahn-Kurier)
  • 1 Stk bei Transeurop Express (lange Zeit in Wien Süd abgestellt und vergammelt)
Einige Lokomotiven von Classic Rail werden von Rail4Chem eingesetzt um Ölzüge über den Bözberg nachzuschieben. Die Züge haben seit einiger Zeit mehr Wagen, so dass sie schwerer als 1600 t sind, was für eine einzelne TRAXX Lok auf der 12 o/oo Rampen zu viel ist.

Samstag, Dezember 08, 2007

Der letzte Autozug nach Lecce

Die Nachtzugverbindung nach Lecce wurde am 28. Oktober eingestellt. WOZ

SBB Doppelstocktriebzüge und Zwischenwagen

Die SBB kauft neues Rollmaterial für 1.4 Mia CHF. Die Vergabe der Ausschreibung wird spannend. Die Vertragsunterzeichnung ist im April 2008, die Fahrzeuge sollen von 2010 bis 2015 geliefert werden.

Die Ausschreibung wurde im April 2007 im Handelsblatt veröffentlicht. Sie besteht aus zwei Teilen, die auch getrennt vergeben werden können.

Doppelstückige Triebzüge
für Zürcher S-Bahn
100 m lang (4 Wagen), 60 Stück + 160 Stück Option

zusätzlich anzubietende Varianten:
  • Längerer Züge
    150 m lang (6 Wagen), 40 Stück + 110 Stück Option

  • Kürzerer 2-System-Züge für die S-Bahn-Basel
    mit Zulassung für Frankreich
    50 m lang (2 Wagen), 25 Stück

  • Fernverkehrsvarianten
    für die 100 m und 150 m Züge

  • TSI Crash Standard

  • Zulassung für Deutschland

  • Mischtraktion mit RABe 514 (Siemens Züge S-Bahn Zürich)
    für die 100 m und 150 m Züge


Doppelstöckige Zwischenwagen mit Niederflurbereich
113 Stück + 40 Stück Option




Die Angebote werden wie folgt gewichtet:
  • 50 % Gesamtwirtschaftlichkeit
  • 20% Erfüllung der Anfroderungen
  • 15 % Erfüllung Werkliefervertrag
  • 15 % Verwendung bewährter Technik

Ich vermute dass es zwei Bietergemeinschaften geben könnte:
  • Bombardier mit Siemens zusammen
  • Stadler mit Alstom zusammen. Alstom ist die Besitzerin der Technologie für die Kasten der IC2000-Doppelstockwagen und der S-Bahn-Zürich.
Stadler dürfte heute durchaus in der Lage sein Doppelstockfahrzeuge zu bauen. Die Ingenieure, welche seinerzeit bei ABB/Bombardier die S-Bahn-Züge für Zürich konstruierten, arbeiten schon seit längerem bei Stadler. Lebensgrosse Modelle von Doppelstockfahrzeugen wurden auch schon gesichtet.

Nach einem Interview mit Cash will Peter Spuhler neue Werkhallen bauen und weitere Arbeitsplätze schaffen. Stadler Rail will weiterhin nicht an die Börse gehen.

Anders als unter schweizweit.net behauptet, würde aber auch bei einer Vergabe an Bombardier das Geld nach Kanada fliessen sondern mehrheitlich in der Schweiz und in Deutschland bleiben.

Der "weltweite Durchbruch" wird Stadler auch nicht mit dem SBB Auftrag gelingen, aber ich denke, dass das auch nicht das Ziel von Peter Spuhler ist. Stadler Rail ist aber gut in Deutschland, Italien und Amerika vertreten. Vorallem in Deutschland wurden in letzter Zeit etliche Aufträge an Land geholt.

Das starke Wachstum von Stadler wird vorallem durch ehemaliges Bombardier-Personal begünstigt, das die Werkschliessungen in der Schweiz nicht richtig verdaut hat und bereits die Fachkompetenz und die Kontakte in der Bahnwelt hat.

Weitere Links zum Themas:

Deutschland

  • DB will in den englischen Personenverkehr einsteigen und möchte die Chiltern Railways kaufen. Diese Bahn machte 2005 Schlagzeilen weil eine Überdeckung einstürzte, die eigens für den Bau eines Tesco Marktes erstellt wurde. Der Grossverteiler musste den Schaden von ca. 12 Mio EUR übernehmen.
  • DB Railion fährt ab Montag täglich 10 Güterzüge von Rotterdam über die Betuweroute ins Ruhrgebiet. Für den neuen Verkehr werden 4 Lokomotiven der Baureihe 189 mit einer provisorischen Zulassung für die Niederlande eingesetzt. Die Lokomotiven haben eine auffällige weisse Front, wie sie von der niederländischen Zulassungebehörde gefordert wird.



Schweiz

Industriewerk Biel geht doch nicht an Alstom.
NZZ, Eurailpress

Samstag, Dezember 01, 2007

Europäische Bahnreform

Im Auftrag der Deutschen Bahn wurde zum dritten Mal eine Studie zur Liberalisierung des Eisenbahnmarktes in Europa erstellt. Dem Auftraggeber entsprechend ist die Studie deutschlandlastig. Ausserdem scheint Siemens herstellermässig klar bevorzugt zu sein.

Die im ersten Teil erzeugten Indizes zeigen teilweise nicht das tatsächliche Bild. Deutschland belegt zum Beispiel trotz komplizierter Fahrzeugzulassung ein guter Platz.

Im zweiten Teil werden die einzelnen Länder, deren grössten EVUs und teilweise auch die angewandten Verhinderungstaktiken aufgezeigt.

Liberalisierungsindex Bahn 2007 (pdf, 3.1 MB)

(via Litra)

Winterthur: S-Bahn-Unfall

Im Feierabendverkehr kam es in Winterthur zu einer Streifkollision zwischen einem Güterzug und einer dreiteiligen S-Bahn. Der Ausfall der Doppelstockzüge dürfte die SBB empfindlich treffen, da der Fahrzeugbestand für die Zürcher S-Bahn ohnehin schon ziemlich knapp ist.

Tagi
20 Minuten

Montag, November 26, 2007

CBRail bestellt mehr TRAXX Lokomotiven

Bombardier hat eine weitere Bestellung über 35 TRAXX Lokomotiven erhalten. Es sind dies ...
  • 5 TRAXX F140 AC2 für Deutschland, Österreich und Ungarn
  • 5 TRAXX F140 MS2 für Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien mit ETCS Level 2
  • 5 TRAXX F140 MS2 für Deutschland, Österreich, Belgien und Niederlande mit ETCS Level 2
Press Release Bombardier

FrontRunner - neue Stadtschnellbahn für Salt Lake City

Ich war vor ein paar Wochen bei Salt Lake City auf der I-15 in Richtung Süden unterwegs. Mir kommt eine gestylten Diesellok mit Doppelstockwagen von Bombardier entgegen - einer der Züge von für FrontRunner - die neuen S-Bahn von Salt Lake City. Der Betrieb wird im April 2008 aufgenommen. Die Züge sind mit WLAN ausgerüstet.







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Wikipedia

Ausbau des EU Schienennetzes

Die EU plant in den Jahren 2007-2013 folgende Schienenprojekte mit 5,1 Mia EUR zu unterstützen:
  • Brennertunnel, 63 km lang, Eröffnun 2022 (960 Mio EUR)
  • Mont Cenis Tunnel, 53 km lang (672 Mio EUR)
  • diverse Projekte auf der Verbindung Paris - Stuttgart - Wien -Bratislava (440 Mio EUR)
  • Fehmarnbelt-Querung (374 Mio EUR)
  • HGV Madrid-Badajoz-Lisabon (312 Mio EUR)
  • "Nordisches Dreieck" in Südschweden und Finnland (166 Mio EUR)
  • "Rail Baltica" Warschau-Kaunas-Riga-Tallinn-Helsinki (124 Mio EUR)
  • HGV Perpignan - Figueras (70 Mio EUR)
  • HGV Dax - Vitoria (60 Mio EUR)
  • HGV Umfahrung Nimes (56 Mio EUR)



Größere Kartenansicht

Sonntag, November 25, 2007

Störungen

Die SBB wird an diesem Sonntag von Störungen heimgesucht:
  • Fahrleitungsstörung zwischen Genf und Genf Flughafen
    => keine Züge nach Genf Flughafen
  • Stellwerkstörung in Olten
    => keine Züge zwischen Olten und Luzern resp. Solothurn

Samstag, November 24, 2007

EWS setzt auf Güterverkehr durch Kanaltunnel

Der Güterverkehr durch den Kanaltunnel wurde immer stiefmütterlich behandelt: zuerst dauerte es lange bis die äusserst komplizierten Class 92 Lokomotiven zuverlässig fuhren, dann wurde der Verkehr empfindlich gestört durch Probleme mit Asylanten, die versuchten mit Güterzügen nach England zu gelangen. Heute verkehren nur 5 Güterzüge pro Tag durch den Tunnel.

Eine Gebührensenkung für die Tunnelbenutzung macht den Güterverkehr wieder interessant. Es sind folgende Verbindungen geplant:
Brüssel - Birmingham (3 x Woche, ab Januar)
Duisburg - Manchester (6 x Woche, ab Februar)
Mailand - Manchester (5 x Woche, ab März)

Weitere Verbindungen sind von England nach Frankreich, Spanien und der Schweiz geplant. Die Nutzung der neuen Hochgeschwindigkeitslinie nach London während den Nachtpausen wird untersucht. Man darf gespannt sein, wie sich das Angebot entwickelt. Hemscott

SBB Fahrplan 2007

Bei der SBB Präsentation des neuen Fahrplans sind alle Neuigkeiten aufgeführt.

Die SBB schaltet zwar eine Gratis-Kundenreklamationsnummer auf, aber der Telefonverkauf Rail-Service kostet immer noch happige CHF 1.19/Minute. Aus meiner Sicht ist das Unsinn - oder habt ihr schon jemals für die Auskunft bei einer Fluggesellschaft oder für die Routenplanung einer Autofahrt bezahlt?

Auf den Gleisen der SBB fahren doppelt so viele Züge wie bei DB oder SNCF (Zugskilometer pro Streckenkilometer).

Der Freizeitverkehr ins Tessin nimmt ab.

Zürich Tramkollision

beim Schwamendingerplatz - 7 Verletzte. Betraf die Linien 7 und 9. Zersörte Fahrzeuge: ein Cobra und ein Gram 2000. Sachschaden grösser 1,5 Mio CHF. Ursache: ein Wagenführer hat den Vortritt der anderen Strassenbahn missachtet.

Der Frontalzusammenstoss ereignete sich auf der nicht gesicherten Kreuzung, wo der übliche Rechtsverkehr der Strassenbahn in den Linksverkehr für die Tunnelstrecke mit Mittelbahnsteigen übergeht. Die aus dem Tunnel kommende Cobra 3017 der Linie 9 hätte gegenüber dem aus der Haltestelle Schwamendingerplatz ausfahrenden Tram 2000 Zug der Linie 7 Vortritt gehabt.

SF Tagesschau
Bahnonline