Freitag, Oktober 17, 2008

Sex in der Metro

In Madrid macht eine höchst eigenartige Geschichte die Runde: Ein Metro-Wagenführer wurde verklagt, weil er im August während einer Fahrt von Sol nach Moncloa oralen Sex mit einem Transvestiten im Führerstand hatte. Die Sache flog auf weil sich die beiden bezüglich der Bezahlung der Dienstleistung nicht einig wurden und der Transvestit den Wagenführer aus dem Führerstand zerrte. Der Streit auf dem Bahnsteig konnte nur von Sicherheitskräften der Metro geschlichtet werden. (El Mundo)

Der Wagenführer wurde nicht etwa wegen der Tätigkeiten im Führerraum verklagt, sondern weil er einer fremden Person den Zutritt zum Führerraum erlaubte. Weiter betonte die Betreiberin, dass während keiner Zeit eine Gefahr für die Fahrgäste bestanden hätte weil die Züge automatisch fahren würden. 

Donnerstag, Oktober 16, 2008

ICE Achsen

Neben den ICE3 Zügen müssen nun auch die ICET (Neigezüge) häufiger zur Kontrolle der Achsen. (Welt). Es gibt in den nächsten Tagen Zugsausfälle.

Montag, Oktober 13, 2008

SBB: Kein Platz für Arbeitslosenzeitung in Bahnhöfen

In einem allgemeinen vereinheitlichungs Wahn will die SBB die Verkäufer der Arbeitslosenzeitung Surprise aus den Bahnhöfen verbannen. Hiermit macht sie wenig Eigenwerbung beim Publikum und zeigt sich nicht als besonders wohltätig. (BAZ)

Freitag, Oktober 10, 2008

Cisalpino für Fahrplanwechsel nicht bereit

Die neuen ETR 610 Züge von Alstom stehen für den Fahrplanwechsel doch nicht zur Verfügung. Alstom muss eine Konfentionalstrafe bezahlen. Ab Fahrplanwechsel wird es von der Schweiz aus keine Verbindungen mehr geben, die über Mailand hinaus nach Italien verkehren. (swissinfo)

Montag, Oktober 06, 2008

Alstom will sich an Transmasholding beteiligen

Nachdem Bombardier kein Interesse an Transmashholding zeigte, will sich Alstom mit 25% an dem Russischen Eisenbahnfahrzeugkonzern beteiligen. Die Aktien von Alstom rutschten 9% ab. (swissinfo.ch)

Indien: Neue Lokomotiven für 8 Mia USD

Indian Railways will einen Vertrag über die Lieferung von 660 Elektrolokomotiven abschliessen, der einen Wert von ca. 8 Mia USD haben wird. In die engere Wahl sind Bombardier, Siemens und Alstom gekommen. Für den Bau der Lokomotiven soll in Indien im Bundesstaat Bihar ein neues Werk errichtet werden, an dem der Lieferant zu 84% beteiligt ist.

Weiter sollen entweder GE oder EMD etwa 1000 Diesellokomotiven liefern, die ebenfalls in Bihar in einem neuen Werk gebaut werden sollen.

livemint

Sonntag, Oktober 05, 2008

Syphonie für einen Eisenerzzug

Freitag, Oktober 03, 2008

Spurwechselfähiges Rollmaterial für die Montreux-Berner-Oberlandbahn ?

Wiedereinmal wird dieses Thema durchgearbeitet (NZZ).

Die Favorisierung wechselt regelmässig zwischen geeignetem Rollmaterial und dritter Schiene im Simmental. Welches neue System verwendet werden soll, wird nicht genannt. Im Fall es dasjenige ist, dass seinerzeit von Vevey entwickelt wurde, ist es eben doch nicht richtig neu, weil in Spanien von CAF bei den S-120 Zügen eingesetzt.

Donnerstag, Oktober 02, 2008

AnsaldoBreda V250

Ich habe erst heute bemerkt, dass an der Innotrans auch ein V250 Zug von AnsaldoBreda ausgestellt war, wie er zukünftig auf der HZL Süd Strecke in den Niederlanden verkehren soll.

Angesichts, dass der Zug erst im Mai mit Probefahrten in Velim (Tschechien) begonnen hatte, dürfte noch eine Weile lang die TRAXX Güterzugloks auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Amsterdam und Brüssel anzutreffen sein. Die Züge gehen frühestens mitte 2009 in Betrieb. (Railway Gazette)



Update 15.5.2009:
Es befinden sich zurzeit 2 solche Züge in Amsterdam.

Lötschbergbasistunnel erhält Brunel Award

(Bieler Tagblatt)

Mittwoch, Oktober 01, 2008

Entlgeisung SBB

In Herrliberg-Feldmeilen ist ein Schotterwagen auf Abwege gekommen (Tagi)

Interessant sind die Komentare unter dem Artikel, wo sich die Leute einer der besten Wohnlagen im Kanton Zürich über die Verspätungen aufregen. Andere Leute wären froh, es würde überhaupt ein Zug fahren.

Dienstag, September 30, 2008

Gleisbauzug und andere Gleisbaumaschinen

Wie funktioniert ein Gleisbauzug? Das lässt sich am besten in diesem Film von Walter Kirppes beobachten. Es ist eigentlich eine rollende Fabrik, wo vorne altes Gleis rein geht und hinten neues Gleis rauskommt:


Gleisbauzug Bahnbaumaschinen - MyVideo

Wenn Schienen und Schwellen nicht erneuert werden sollen, genügt es den Schotter zu reinigen. Hier kommt eine Schotterreinigungsmaschine zum Einsatz, welche den Schotter unter den Schwellen wegfräst, reinigt und wieder einbaut - alles in einem Arbeitsgang.

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Erstaunt hat mich die Arbeitgeschwindigkeit von dieser amerikanischen Schotterreinigungsmaschine - allerdings scheint sie nur den Vorkopfbereich der Schwellen zu bearbeiten. Ausserdem kann sie das grössere amerikanische Profil nutzen und baut dementsprechend höher.



Wenn das Gleis nur gerichtet und der Schotter unter die Schwellen geschoben und verdichtet werden muss, genügt das Bearbeiten des Gleises mit der Stopfmaschine. Die Maschine befährt in Arbeitsgeschwindigkeit das Gleis, während ein Werkzeugschlitten mit Stopfagregaten den Schotter unter die Schwellen schiebt und verdichtet. Dabei wird das Gleis mit Hilfe der GPS Navigation ausgerichtet und auch der Schotter seitlich der Schwellen verdichtet



Ich habe grossen Respekt vor den Gleisbauern, welche diese hochkomplexen Maschinen bei jedem Wetter in einer dreckigen und gefährlichen Umgebung bedienen müssen. Gleichzeitig sitzt immer der Zeitdruck im Nacken die Strecke wieder rechtzeitig für den Betrieb freigeben zu können.

Sonntag, September 28, 2008

Donnerstag, September 25, 2008

Transmashholding

Der Zusammenschluss aller grossen Bahnfirmen der ehemaligen Sowjetunion heisst TransMashHolding. Offenbar ist das Konglomerat, das bis jetzt hauptsächlich im Besitz der russischen Staatsbahn RZD ist auf intensiver Partnersuche im Westen. Bombardier begann Verhandlungen im November 2007, wollte aber offenbar den hohen Preis nicht bezahlen. Nun wird eine Partnerschaft mit Siemens oder Alstom gesucht. (Reuters)

Siemens baut zur Zeit Hochgeschwindigkeitszüge für die Strecke Moskau - St. Petersburg, die sich aber erst noch im russischen Eisenbahnbetrieb bewähren müssen.

Bombardier baute eine schwere Reisezuglok, die seit längerem in Betrieb ist. Eine gemeinsame Stromrichterproduktion mit TransMashHolding ist in Novocherkassk im Aufbau.

Alstom liefert Neigezüge für die Verbindung Helsinki - St. Petersburg.

Denkbar wäre auch eine Aufteilung der TransMashHolding, da der Konzern selbst für einen grossen Bahnhersteller bei einer Übernahme zu grosse Risiken bergen dürfte. Allerdings ist der grosse Russische Markt, der in den nächsten Jahren einen riesigen Bedarf an neuen Fahrzeugen haben könnte, äusserst lukrativ.

Dienstag, September 23, 2008

Spanien: Kind in HGV Zug geboren

Auf der Strecke Malaga - Madrid brachte eine 27 jährige senegalesische Frau im Bistrowagen eines AVE Zuges ein Kind zur Welt. (20 Minuten)

58 TRAXX Lokomotiven für Railpool

Bombardier

Donnerstag, September 18, 2008

Lausanne: die automatische Metro geht in Betrieb

In Lausanne wird heute die führerlose Metro m2 in Betrieb genommen. Die Bahn von Alstom überwindet mit Wagen auf Pneufahrwerken Steigungen bis zu 120 o/oo. 

Österreich: Railjet - der neue Paradezug



Ich hatte die Gelegenheit den neuen österreichischen Zug Railjet zu besichtigen. Der Zug besteht aus konventionellen Reisezugwagen, die über eine feste Kupplung miteinander verbunden sind. Dies ermöglicht Übergänge ohne Türen zwischen den Wagen, wie das beim ICE der Fall ist.

Der Zug bietet drei Klassen an: Primium - eine Luxusklasse, 1. Klasse und 2. Klasse. Gut sind die in allen Klassen bei den sitzen verfügbaren 220 V Steckdosen, schlecht sind die verklebten Fenster und das grüne Licht in der 2. Klasse. 

Railjet

Railjet
1. Klasse

Railjet
Steckdosen neben den Sitzen

Railjet
2. Klasse. Das grüne Licht ist in Realität schlimmer als auf dieser Foto.

Railjet
Verklebte Scheiben.

Railjet
Geschlossener Fahrgastübergang.
Der Übergang ist Druckdicht gegen aussen, so 
dass kein Lutzug aufkommt. Dadurch können die Türen zwischen
den Wagen weggelassen werden.

Railjet
Am ende des Steuerwagens befindet diese seltsame Antenne.
Was hat sie für eine Funktion? GPS? Mobiles Internet?


Mittwoch, September 17, 2008

Schweden im 300 km/h Club

Der modifizierter Regina Zug von Bombardier erreichte am Wochenende bei Versuchsfahrten 303 km/h.  (Grön Toget via Zwicki)

Sonntag, September 14, 2008

Flugzeug auf Transsibirische Eisenbahn abgestürzt

Am Sonntag ist eine Boeing 737 der russischen Fluggesellschaft Aeroflot bei Perm auf die Gleise der Transsibirischen Eisenbahn gestürzt. Die Strecke ist vorläufig unterbrochen. (Kurier)

Samstag, September 13, 2008

Neue Dampflokomotiven

  • In England wurde eine Dampflokomotive nach den Plänen der LNER Class A1 neu gebaut. Sie fuhr das erste Mal im Juli 2008 aus eigener Kraft. (Wikipedia)

  • Class 5AT ist eine nach neusten technischen Erkenntnissen geplante Dampflok. Sie soll zeigen dass Dampftraktion auch heute durchaus eine attraktive Methoder der Zugförderung sein kann. 

    Die ohne Tender 80t schwere Maschine soll 160 km/h schnell sein. Das ZV-Diagram lässt sich mit einer modernen Diesellok vergleichen:



    Die Lokomotive würde sich vor allem für den Einsatz in Entwicklungsländern eignen. Es ist aber fragwürdig, ob die als rückständisch geltende Dampftraktion dort eine Chance hat. Es wird dabei nicht daran gedacht, dass wir heute auch nicht mehr mit diesen Elektroloks fahren. Genau so hat auch die Dampftraktion in den letzten achzig Jahre Fortschritte gemacht. Trotzdem lässt sich das Image der altmodischeDampflok nicht ausrotten.



Unfall in LA

Im Westen von LA ist ein Vorortszug der Metrolink mit einem Güterzug der UP frontal zusammengestossen.  Mindestens 15 Tote und 135 Verletzte. (Kölnische Rundschau, el mundo, LA Times)

Update 16.09.2008
Mögliche Unfallursache: Der Metrolink Lokführer könnte das Halt zeigendes Signal überfahren weil er durch SMS schreiben abgelenkt war. Er komunizierte mit jungeldichen Eisenbahnfreunden, die sich als Passagiere in seinem Zug befanden. (Reuters)

Update 16.08.2008
Der Unfall führt dazu dass der Rail Safety Improvement Act of 2008  in Kraft gesetzt wird. 

Alle grossen Eisenbahnen müssen bis 2015 ein Positive Train Control eingeführt haben. Das System ist ungefähr wie folgt aufgebaut: Jedes Fahrzeug ist mit einem GPS Empfänger ausgestattet. Die Fahrzeuge melden über Funksignale ihren akutellen Standort an eine Zentrale. Diese erteilt wiederum den Fahrzeugen die Fahrerlaubnis für eine bestimmte Strecke mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Das System ähnelt ETCS Level 2, benötigt aber keine festen Installationen. 

Freitag, September 12, 2008

Air France mit eigenen AGV Zügen?

Laut Le Parisien plant Air France eigene Hochgeschwindigkeitszüge zwischen Paris und Amsterdam bzw. London einzusetzen. Die Züge sollen von Veolia betieben werden. Die beiden Partner werden am 15. September eine gemeinsame Betreibergesellschaft gegründet werden, welche bei Alstom eigene AGV Züge beschaffen soll. 

Stadler baut neue Drehgestellfabrik in Winterthur

In Oberwinterthur wird eine neue Drehgestellfabrik gebaut. Sie soll 2009 fertig sein und pro Jahr bis zu 1200 Drehgestelle herstellen. Auf eine Investition in Billiglphnländern wird bewusst verzichtet, weil dort das Knowhow nicht verfügbar ist. (NZZ)

Brand im Eurotunnel

Der Eurotunnel ist nach einem Brand gesperrt. Das Feuer brach bei  einem mit Phenol beladenen LKW aus. Dieser Stoff dürfte gar nicht durch den Tunnel transportiert werden. (Netzzeitung

12.09.2008 13:25
Der Zugsverkehr soll in einer Röhre des Eurotunnels heute wieder aufgenommen werden (reuters)

Dienstag, September 09, 2008

S-Bahn Störungen in Zürich

Gestern Mittag wunderte ich mich über die seltsamen Fahrzeiten der Züge. Der Grund war eine Fahrleitungsstörung zwischen Hardbrücke und Museumsbahnhof. (Tagi)
Ein Blick auf den SBB Netzzustand von heute morgen zeigt mir eine ausgefallene Lok im Bhf Tiefenbrunnen. 

Sonntag, September 07, 2008

Cisalpino fähr mit Ersatzzügen

Weil die ETR 470 Komopositionen umgebaut werden, verkehren teilweise Ersatzzüge auf den Cisalpino Mailand - verbindungen. (DMM)

Die Reise dauert zwar länger, aber mancheiner dürfte sich freuen, wenn das komfortablere konfentionelle Rollmaterial auftaucht, in dem es einem obendrein erst noch nicht übel wird.

Donnerstag, September 04, 2008

Bombardier Dieselloks für Frankreich

update 5.12.2008
Der Auftrag wurde nun von Bombardier und SNCF öffentlich gemeldet. Vorerst werden 45 Loks gebaut, der Rest ist Option. Auftragsvolumen ist 160 Mio EUR. Die ersten Loks werden 2010 geliefert. (Bombardier)


Nach einer APF Meldung könnte Bombardier schon bald die Bestellung von 80 Diesellokomotiven durch die französische Staatsbahn bekanntgeben. Der Auftrag, der an der SNCF Vorstandsitzung vom 24 September verhandelt wird, hätte ein Volumen von 280 Mio EUR. Die Loks sollen vor Güterzügen eingesetzt werden und dürften in etwa den 285er entsprechen, die durch CB Rail bestellt worden sind.

Sonntag, August 31, 2008

Deutsche Bahn verlangt Servicegebühr am Schalter

Die Deutsche Bahn plant die Einführung von 2.50 EUR Serviceebühr für Fahrkarten, die am Bahnschalter verkauft werden. Die Gewerkschaft Transnet ärgert sich. taz.de

Anders als die Fluggesellschaften haben die Bahnen noch nie so richtig den Weg zum Kunden gefunden. In der Schweiz bezahlt man z.B. eine happige Gesprächsgebühren bei Bestellungen übers Telefon. In Deutschland, wo die Leute jeden Pfennig genau anschauen, bevor sie ihn ausgeben, wird wohl mancheiner in Zukunft mit dem Auto reisen, auch wenn das am Schluss ihn teurer zu stehen kommt.

13.09.2008
Mehdorn hat den Unsinn dieser Idee erkannt und hat die Servicegebühr zurückgezogen. (Süddeutsche Zeitung)

Freitag, August 29, 2008

Berlin - London per Bahn

Die Zeit berichtet über eine Bahnreise Berlin - London. Vorläufig ist die Bahn weder zeitlich, noch qualitativ oder preislich eine Konkurenz zum Luftverkehr. Zumindest die Dienstleistungsqualität könnte verbessert werden. Bekanntlich steht bei der Deutschen Bahn der Kunde meist nur auf dem Papier im Vordergrund. In der Realität sieht es dann meist anders aus.

Das Wichtigste:
  • Bahnreise kostet 300 EUR, Flug kostet 70 EUR
  • Der neue Berliner Hauptbahnhof ist in erster Linie ein Einkaufszentrum. Die Infrastruktur für den Bahnreisenden ist schlecht. Absolut meine Meinung!
  • unplanmässiges Umsteigen in Saarbrücken (technischer Defekt)
  • mühsames Umsteigen in Paris
  • mühsame Sicherheitskontrolle in Paris
  • schlechter Komfort in den engen, schmutzigen Eurostarzügen
  • schöner neuer Bahnhof in London

Mittwoch, August 20, 2008

Dual Mode Lokomotiven für den nordamerikanischen Nahverkehr

Für den Vorortsverkehr in New York und Montreal hat Bombardier einen Auftrag über die Lieferung von 46 Lokomotiven erhalten. Das Autragsvolumen beträgt 485 Mio USD. Die Lokomotiven werden im Bombardier Werk Kassel gebaut. Die technische Entwicklung erfolgte zu einem grossen Teil in der Schweiz.

Die Lokomotiven basieren auf den NJT ALP-46 und können sowohl mit Energiezufuhr aus der Oberleitung, wie auch mit Dieselantrieb verkehren. Die 130 t schweren Lokomotiven werden für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt und dürften somit zu den schwersten Fahrzeugen in dieser Geschwindigkeitsklasse zählen.





Bombardier

Montag, August 18, 2008

Cisalpino bleibt in Wassen stehen

... oder ist in China ein Sack Reis umgefallen? Die Züge sind bekannt für ihre Störungsanfälligkeit - auch zehn Jahre nach ihrer Ablieferung.
20minuten.ch

Mittwoch, August 13, 2008

Mit T-Shirt gratis Tram fahren

Im Bernmobilladen kann gratis ein "Luftverbesserer" T-Shirt geholt werden. Wer dieses trägt fährt gratis mit dem öV in Bern vom 11. August bis am 12. September. Bernmobil


Donnerstag, Juli 24, 2008

Urbana Bridge Collapse

2-20-04 Car Teeters on collapsed bridge
Selten fällt eine Brücke zusammen, wenn gerade ein Zug drüber fährt. So geschehen in Urbana, Texas am 25. Februar 2004. Für die Bergung des Zuges musste zuerst der Schüttgutwagen hinter der Lok entleert werden, der nur noch von den in der Luft hängenden Schienensträngen getragen wurde.

Die Brücke schien bereits vor dem Einsturz ein ziemliches Bastelwerk gewesen zu sein. Nicht weniger als fünf verschiedene Brückenträger wurden für die Flussquerung verwendet.

Bild von RailPicutres.net

Mittwoch, Juli 23, 2008

Hoher Benizpreis läss die Amerikaner öV fahren

stern.de

Fotostellen in der Schweiz

Unter diesem Google Maps Link hat bahnfoto.ch Karten von Fotostellen auf dem Schweizer Streckennetz abgegelt.

Dienstag, Juli 22, 2008

AGV wird in Tschechien geprüft

Auf der Versuchsanlage in Veliim wird der AGV geprüft. Der Zug soll ist von Juli bis September auf dem Versuchsring, der Geschwindigkeiten bis 220 km/h zulässt. Aus meiner Sicht ist die erzielbare Höchstgeschwindigkeit allerdings nicht das Kriterium für die Auswahl des Testrings. Versuche wie Stromabnehmerprüfung oder Lauftechnik müssen auf jedenfall bei 110 % der maximale Betriebsgeschwindigkeit durchgeführt werden.

FAZ.NET




Werbevideo Alstom

Montag, Juli 21, 2008

Portland Aerial Tram

In Portland (Oregon) wurde eine Schwebebahn zwischen zwei Campusteilen der Medizinischen Universität gebaut. Bemerkenswert ist die Ausgestaltung der Anlage mit architektonischen Elementen, die auch schon einige Preise erhalten hat. Besonders gefällt mir die futuristisch eingekleidete Stütze in der Mitte.



Die Wahl einer Schwebebahn als innerstädtische Verbindung überrascht vielleicht für den ersten Augenblick, aber es galt eine grosse Höhendifferen zu überwinden ohne dass der Boden darunter bebaut werden konnte.

Das Konzept einer Schwebebahn ist für die Amerikaner nicht ganz geläufig, beschreibt doch der Wikipediaartikel ausführlich, wie eine Pendelbahn funktioniert:
Zwei Bahnwagen fahren auf parallelen Führungsseilen. Sie werden gemeinsam von einem Zugseil bewegt, das von einer Maschine in der Talstation angetrieben wird. Wenn ein Wagen in der Bergstation ist, dann ist der andere in der Talstation und umgekehrt.

Portland gilt als eine der nachhaltigsten Städte in Amerika. Im Stadtzentrum dürfen im Fareless Square alle öffentlichen Verkehrsmittel gratis benutzt werden. Die Einrichtung ist aber nicht ganz unumstritten.


Links
Tec21 - Schweben über Portland
Wikipedia
ETH Life - Ritterschlag für Portland Aerial Tram

ICE3: Radsatzwelle von aussen beschädigt

Die Radsatzwelle ist nach Angaben der Bahn von aussen beschädigt gewesen - dürfte nach meiner Meinung bei einem Bruch immer der Fall sein. (afp)

Bei einer Radsatzwelle beginnt der Riss meistens bei einer Beschädigung an der Aussenseite und wächst nach Innen. Allfällige Lunker würden das Risswachstum fördern, deshalb sind sie auch so gefährlich. Ich denke aber, dass diese bereits bei der Herstellung entdeckt worden wären und in diesem Fall die betroffene Welle gar nie zum Einsatz gekommen wäre.

Beschädigungen durch fliegende Fremdkörper im Besonderen Schottersteine sind typische Ansatzpunkte für die Rissbildung. In Schweden wurde an den X2000 Zügen spezielle Kunstoffbeschichtungen aufgetragen. Zumindest bei den ersten Versionen führten Beschädigungen der Beschichtung dazu, dass Wasser zwischen Beschichtung und Radsatzwelle gelangte und dort Korrosionsschäden verursachte, welche wiederum Ausgangspunkte für Risse waren.

Schottersteinen beginnen bei Geschwindigkeiten über 300 km/h zu fliegen. Die Steine werden nicht durch den Luftzug der vorbeifahrenden Züge hochgehoben, sondern durch die bei hohen Geschwindigkeiten nur sehr kurze Einfederung des Oberbaus. Dieser sehr steile Impuls bewirkt, dass die Schottersteine hochgehoben werden.

Der Effekt lässt sich am ehesten mit Biergläsern auf einem Gartentisch veranschaulichen: drückt man langsam auf den Gartentisch und lässt langsam wieder los, passiert nichts; schlägt man auf den Gartentisch, fliegen die Biergläser in die Luft.

Die ICE3, welche nach Frankreich fahren, sind zum Schutz gegen die fliegenden Schottersteine auf der Unterseite verkleidet, so dass die Steine nicht an die Radsatzwelle gelangen können. Dies war nötig weil in Frankreich die Hochgeschwindigkeitsstrecken bis zur Schwellenoberkante eingeschottert sind. Zumindest am Anfang verkehrten die Züge ohne dieser Verkleidung auf den deutschen Hochgeschwindigkeitsstrecken in der Annahme, dass keine Schottersteine die Radsatzwellen beschädigen können, wenn der Schotter nur bis maximal 4 cm unter der Schwellenoberfläche liegt.

Im Spiegel ist ein Artikel mit den Äusserungen von Vatroslav Grubisic erschienen,der ein Versagen schon lange befürchtet hat - allerdings nicht wegen Materialfehlern, sondern wegen ungenügender Dimensionierung. (SPON)

Die Normenlage bezüglich Radsatzwellen ist übrigens wie folgt:
EN13103 (Ausgabe 2001) beschreibt die Berechnung der Radsatzwelle von Laufradsätzen
EN13104 (Ausgabe 2001) beschreibt die Berechnung der Radsatzwelle von Triebradsätzen
EN13260 (Ausgabe 2006) beschreibt die Toleranzen und Prüfung von Radsätzen
EN13261 (Ausgabe 2006) beschreibt die Toleranzen und Prüfung von Radsatzwellen

Aus meiner Sicht ist wichtig, dass der Unfall in Köln richtig untersucht wird und daraus die richtigen Lehren gezogen werden. Bei jeder technischen Entwicklung muss kann es vorkommen, dass frühere Schritte nochmals überdacht werden müssen.

SBB Bahnhöfe in Beton von Max Vogt


Bahnhof Lottstetten
Ursprünglich hochgeladen von tronegg



Der Bahnhof rechts wurde von der Nordostbahn 1997 gebaut, ist mustergültig renoviert und heute noch in Betrieb. Heute ist die SBB Architektur aber von weit mehr Beton geprägt. Das Erscheinungsbild der Bauwerke ab den 60er Jahren wurde stark durch Max Vogt geprägt, der während dieser Zeit für SBB Architekt war.

Von ihm stammen zum Beispiel der Bahnhof Zürich Altstetten oder das Stellwerk im Zürcher HB. Viele kleinere Bahnhöfe sind aber auch von ihm, z.B. an den beiden Linien entlang des Zürichsees oder im Limmattal.


SBB Bahnhof Zürich Altstetten


SBB Stellwerk Zürich HB

Links zu Max Vogt:
Wikipedia
Tec21

Sonntag, Juli 20, 2008

TGV Anschluss Genf

Ab Ende 2009 wird der TGV zwanzig Minuten schneller in Genf sein. Es wird ehemalige Nebenstrecke für den Hochgeschwindigkeitszug ausgebaut, die 47 km kürzer ist als die heute benutzte Strecke über Ambérieu und Culoz.

Moskau: Schwarzfahren in der Elektrischka

Bericht über eine Elektrischkafahrt in Moskau. (Krusenstern)
Tver liegt auf halbem Weg nach Sankt Petersburg.

Italien: NTV stellt Betriebskonzept vor

Der erste private Betreiber von Hochgeschwindigkeitszügen hat sein Betriebskonzept vorgestellt.
Bereits ab 2011 werden 4 Züge im Einsatz sein. (Railway Gazette)

Doppelstöcker von Stadler Rail

Stadler Rail dürfte einige Erfahrung beim Bau der Doppelstöcker für die Zürcher S-Bahn mitbringen. Das Konstruktionsteam für Kasten von Schinenenfahrzeugen wechselte nämlich mit der Übernahme von Alusuisse durch Alcan zu Stadler Rail. Diese ehemaligen Alusuisse Ingenieure haben schon einige Doppelstöcker gerechnet - zum Beispiel die hier:


S-Bahn-Züge für Prag, Tschechien


Doppelstöcker für Fernverkehr in Finnland

Freitag, Juli 18, 2008

Neues Desing auf Schweizer Schienen

Bei bahnfoto.ch gesehen:


Cisalpino in neuem Desing - sieht besser aus.


SBB Re 460 in neuem Desing - die hässliche Bugwelle!

Mittwoch, Juli 16, 2008

Furrer & Frey sucht ein Bahnwagen

Wer hat ihn gesehen ???

Irgendwo in Deutschland steht ein privater Containerwagen mit der Nummer
23 85 454 5 000-5 der mit einem blauem 20′-Container mit der Nummer 7001026 beladen ist. Finderlohn: 100 EUR (offenbar nicht mehr Wert?) bahnonline.ch



Wer mit der Bahn zu tun hat wundert sich immer wieder, was das alles verloren gehen kann. Es wurde zum Beispiel vor Jahren einmal ein Kasten einer 8K Lok für China vermisst, der erst nach einiger Zeit ganz hinten in einem Abstellgleis im Bahnhof Weil a. Rhein wieder auftauchte. Später für ein ganzes Jahr ein Güterwagen voller Klimaanlagen.

Wer mit der Bahn Güter versendet, muss leider immer wieder die Erfahrung machen, dass die Bahn meist gar nicht so richtig weiss, wo ihre Wagen sind und dem Spediteur oft nur sehr wage Angaben machen kann, wann das seine Sendung am Ziel eintrifft. Die Deutsche Bahn hat begonnen systematisch ihre Wagen mit Ortungssystemen auszurüsten, aber es wird noch Jahre dauern, bis alle Fahrzeuge ortbar sind.

Ich hoffe, der Wagen von Furrer & Frey ist nicht hier gelandet:

Ich habe diesen Ort nördlich von Madrid lange für einen Güterwagenschrottplatz gehalten.

Erst mit Google Map stellte ich fest, dass dies das Areal der Transervi SA sein muss, die zur Tranfesa Gruppe gehört. Die Firma überholt Güterwagen wobei der Arbeitsvorrat ziemlich gross zu sein scheint und ohne Schienen auf dem Gelände herumsteht.

ÖBB: Railjet inbetriebsetzung

Die ÖBB wird in Zukunft Züge mit dem Namen Railjet auf den internationalen Schnellzugsverbindungen einsetzen. Sie bestehen aus einem betrieblich nicht trennbaren Wagenzug mit Steuerwagen, der von farblich angepassten Taurus-Lok gezogen wird. Ab Dezember 2009 fahren diese Züge auch in die Schweiz.



Eine erste vierteilige Garnitur ist zur Zeit in der Inbetriebnahmephase und hat während Lauftechnikfahrten 275 km/h erreicht. Schallmessungen, Störstrommessungen und der Test in der Klimakammer in Wien stehen noch aus. Sie besuchte am 4. Juli auch die Schweiz, wo sie bis Lausanne vorgestossen war. (Bahnhonline)

Die Züge werden in Zukunft wie folgt eingesetzt:

ab Dezember 2008:
Budapest - Wien - München

ab Dezember 2009:
Wien - Salzburg - Innsbruck - Feldkirch - Bregenz / Zürich

Quellen:
ORF
Wikipedia
ÖBB
Präsentation

Dienstag, Juli 15, 2008

Griechische Staatsbahn: Personenzug fährt auf Güterwagen auf

Die einzige Eisenbahn in Europa, deren sicheren Betrieb ich persönlich als fragwürdig empfinde, ist die Griechische Staatsbahn.

Der jünste Unfall ereignete sich am 14.7.2008:
  • Ein Güterzug verliert auf offener Strecke mehrere Wagen.
  • Der Lokführer scheint keine richtige Unterlagen über seinen Zug zu haben und bemerkt nicht, dass er Wagen auf auf der Strecke verloren hat. Die Bremse hält er mit Überfüllen in einem Zustand, dass er die Strecke räumen kann.
  • Die Strecke wird im Stellwerk richtigerweise als "belegt" dargestellt. Der Stellwerker entscheidet auf "technischen Defekt" und lässt den Personenzug in die Gegenrichtung fahren ohne Ausgabe einer Warnung wie "Fahren auf Sicht" oder so.
  • Der Personenzug mit Adtranz DE 2000 #220 008 fährt in die verlorenen Güterwagen
Für mich sind solche Unfälle unverständlich, werden doch gleich mehrere Grundlagen für einen sicheren Eisenbahnbetriebes verletzt.

Der Originalartikel ist hier, die Aufarbeitung hier.

Sonntag, Juli 13, 2008

Radsatzwelle

Nachdem die Deutsche Bahn ihre ICE3 Flotte stilllegen musste wegen einem Radsatzwellenbruch möchte ich hier etwas Hintergrundwissen verbreiten. Dies scheint dringend nötig zu sein, denn sowohl der Wikipedia Artikel wie auch diverse Journalisten mühen sich mit den Fachbegriffen ab


Die Radsatzwelle ist die Verbindung zwischen den beiden Radscheiben. Das ganze heisst Radsatz. Der Begriff Achse wird je nach Zusammenhang sowohl für Radsatz, wie auch für Radsatzwelle verwendet und ist deshalb manchmal missverständlich.

Radsatz mit Radscheiben und Radsatzwelle


Die Radsatzwelle ist grossen Belastungen ausgesetzt. Durch das Gewicht des Fahrzeuges verbiegt die Welle wie auf dem Bild unten dargestellt. Die Stellen auf der Unterseite werden auf Druck belastet, die Stellen auf der Oberseite auf Zug.



Wenn das Eisenbahnfahrzeug fährt dreht sich die Radsatzwelle. Somit wird bei jeder Umdrehung eine bestimmte Stelle in der Radsatzwelle einmal auf Zug- und einmal auf Druck belastet. Es entsteht somit eine schwingende Belastung.

Jeder Werkstoff versagt schneller, wenn er schwingenden Beanspruchungen ausgesetzt ist. Die Theorie dazu wurde von August Wöhler Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Er versuchte gleich wie die Deutsche Bahn dem Bruch von Radsatzwellen zu finden. Die von ihm entwickelte Versuchsmethode wird noch heute benutzt und wird für die Ermittlung der Festigkeit von verschiedensten mechanischen Bauteilen eingesetzt.

Ausser der oben beschriebenen Belastung muss die Radsatzwelle auch die Kräfte bei einer Kurvenfahrt aufnehmen können, sowie die Schläge bei Fahrten über Weichen.

Bei Triebfahrzeugen wird auch das Drehmoment des Antriebs über die Radsatzwelle auf die Radscheiben übertragen. Dadurch wird die Radsatzwelle in sich verdreht und es entsteht eine zusätzliche Torsionsbelastung. Diese wird besonders stark bei Schleudervorgängen, wo sich die Radscheiben gegeneinander verdrehen können, wenn z.B nur das Rad auf einer Schiene noch Haftung hat und das andere Rad bereits am Gleiten ist.


Konstruktion
Die meisten heute eingesetzten Radsatzwellen haben einen Durchmesser von 15 bis 20 cm, sind geschmiedet und nachträglich bearbeitet. Radsatzwellen von schnellfahrenden Fahrzeugen sind manchmal mit einem speziellen Kunstoffschlagschutz beschichtet, der verhindern soll, dass aufgeworfene Schottersteine die Oberfläche beschädigen kann. Die von Fremdkörpern verursachten Beschädigungen sind oft der Ausgangspunkt von Rissen.


Prüfung
Heute werden die meisten Radsatzwellen hohl ausgeführt (ähnlich wie ein Rohr). Der Innendurchmesser der Bohrung ist zwischen 3 und 9 cm. Die Prüfung auf Risse erfolgt ebenfalls durch diese Bohrung. Dabei wird mit einem Prüfkopf ein Ultraschallsignal ausgesendet, das an Rissen reflektiert wird. Die Prüfung dauert pro Radsatzwelle 10 Minuten wenn sie mit einer automatischen Prüfeinrichtung durchgeführt wird, von Hand geht es ca. 2 Stunden.


Gab es schon früher Probleme mit Radsatzwellen ?
Die Radsatzwelle ist eines der kritischsten Elemente des Systems Eisenbahn weil ihr Versagen fast immer zu einem Unfall führt - glücklicherweise meist bei langsamer Fahrt über Weichenstrasse wie auch beim ICE3 in Köln. Probleme mit Radsatzwellen gibt es immer wieder, die aber von den Ingenieuren in der Regel gefunden und beseitigt werden können.


Hier einige Beispiele:

In Toronto bricht 1979 an einem Güterzug eine Achse. Wegen den teilweise mit Gefahrenstoffen geladenen Wagen müssen 240'000 Leute evakuiert werden.

In der Schweiz müssen 2005 einige ältere Reisezugwagen ausrangiert werden, nachdem in Aarau eine Radsatzwelle versagte. (hier mit Beschreibung der Geräusche vor und während dem Versagen.)

In München mussten zweimal die C-Wagen der U-Bahn ausser Betrieb genommen werden weil Risse an den Radsatzwellen auftraten.

Bei den mit Neigetechnik ausgerüsteten Zügen 611, 612 und ICE TD sind Risse in den Radsatzwellen aufgetreten. Sie wurden nach einem Unfall in Berlin entdeckt.

Die schwedischen X2000 Züge mussten vor einigen Jahren kurzzeitig stillgelegt werden wegen Rissen.


(Die Auflistung zeigt, dass in den meisten Fällen die Risse entdeckt wurden, bevor es zur Katastrophe kam !)

Freitag, Juli 11, 2008

ICE3 stillgelegt

Nach einem Unfall in Köln wird die ICE3 Flotte stillgelegt um die Radsatzwellen zu überprüfen.
Reuters

Hier noch der Link zum EBA Bescheid, welcher die Stillegung verursacht hat. (Eisenbahnkurier)

England: neue Züge

Zwei grössere Investitionen in neues Rollmaterial sind in England geplant:

Unter dem Intercity Express Programm sollen Intercity Züge gebaut werden, die sowohl unter Fahrleitung wie auch mit Diesel fahren können. Es bietet ein Konsortium von Bombardier und Siemens, sowie Hitachi. Die Vergabe wird im Winter 2008 - 2009 bekannt gegeben. (Wikipedia)

Thameslink Route soll ausgebaut werden. Dazu gehören 1100 neue Züge.

Donnerstag, Juli 10, 2008

NJT will Dual Power Lokomotive kaufen

Laut railwayage.com soll Bombardier demnächst einen Auftrag über die Lieferung von 26 Lokomotiven erhalten, die sowohl mit Dieselantrieb, wie auch mit Elektroantrieb fahren können.

Madrid: Verlängerung der Metro nach Las Rosas

Die Metrolinie 2 wird nach Las Rosas im Osten der Stadt verlängert. Der Bau der 4,5 km langen Strecke wird etwa 2,5 Jahre dauern und 150 Mio EUR kosten.


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Madrid: Neuer S-Bahn-Tunnel in Betrieb

In Madrid wurde gestern der neue S-Bahntunnel zwischen den Stationen Atocha und Chamartin in Betrieb genommen. Die neue Station bei der Plaza de Sol wird allerdings erst 2009 eröffnet. Wegen der Bautätigkeit ist zur Zeit die Metrolinie 2 zwischen den Stationen Opera und Banco de Espana unterbrochen.

Montag, Juli 07, 2008

Zürich: Stehplätze in der S-Bahn

Nach der Präsentation der neuen S-Bahn-Züge geht wundern sich die Leute über die vielen Stehplätze (Tagesanzeiger).


Hier der technische Hintergrund:

Sobald eine Fläche in einem Fahrzeug als Stehplatz genutzt werden kann, muss gerechnet werden, dass 6 Personen pro Quadratmeter drauf stehen. Ein solches Gedränge ist zwar äusserst unangenehm (wenn ich das überhaupt schon jemals erlebt habe), aber sorgt dafür, dass das Fahrzeug / die Seilbahn / der Lift auch in extrem Fällen nicht versagen. Die in den Zeitungen publizierten Stehplatzzahlen kommen aus dieser Rechnung.

Wenn ein Fahrzeug leicht gebaut werden soll, sind die Ingenieure gezwungen die Stehplatzfläche klein zu halten. Dies erreicht man, indem möglichst viele Sitzplätze eingebaut werden.

Donnerstag, Juli 03, 2008

Peter Spuhler

Der Tagesanzeiger schreibt über Peter Spuhler - der Mann hinter dem SBB Doppelstocktriebzug Auftrag. Tagesanzeiger

Dienstag, Juli 01, 2008

Frankreich: Infrastrukturprojekte in Paris

Zwei neue Infrastrukturprojekte im Grossraum Paris:
  • Der Flughafen Paris CDG (Charles-de-Gaulle) soll mit einer Flughafenbahn Charles-de-Gaulle Express an der Gare de l'Est angebunden werden. Reisezeit: 20 Minuten. Eröffnung: frühestens 2012
    Die Züge werden grösstenteils die RER Linie B benutzen, welche mit einer ca. 6 km langen neu zu bauenden Strecke an den Flughafen angeschlossen wird.

  • Paris erhält die erste tangentiale RER Strecke: Entlang der Pariser Ringbahn "Grande Ceinture" im Norden der Stadt soll eine doppelspurige Schnellstrassenbahn mit dem Namen Tangentielle Nord gebaut werden.

Sonntag, Juni 29, 2008

Spanien / Frankreich: Stand der Arbeiten an der HGV Barcelona - Perpignan

Ab Februar 2009 wird die Verbindung Figueras (ES) - Perpignan (F) bereit stehen. Weil das Teilstück Barcelona - Figueras erst 2012 fertiggestellt sein, kann die Strecke vorerst nur von den S-130 Zügen und S-120 Zügen befahren werden. Sie erreichen die Neubaustrecke über eine provisorische Verbindung und werden vorerst bis Perpignan fahren.

Ab 2010 sollen folgende internationalen Verbindungen bestehen:

• Madrid -- Paris (1),
• Madrid -- Genf (1),
• Madrid -- Marseille (1),
• Barcelona -- Lille (1),
• Barcelona -- Paris (2),
• Barcelona -- Lyon (1),
• Barcelona -- Marseille (1) und
• Barcelona -- Bordeaux (1)


Quellen: Lok Report, El Pais

SBB erteilt Milliardenauftrag für Doppelstockzüge

Stadler Rail erhält den Milliardenauftrag für die zukünfitgen Doppelstöcker. Die erste Trange umfasst 50 Stück. Das Konsortium Siemens-Bombardier baut für 360 Mio CHF Niedeflurdoppelstockwagen (121 Stück) und modernisiert die S-Bahnen der ersten Generation. Alstom geht leer aus.

Die Züge werden eine behindertengerechte Toilette haben, welche 18 Sitzplätze verschlingt - aus meiner Sicht eine sinnlose Investition, die durch das Behindertengleichstellungsgesetz aufgezwungen worden ist.



Links:
NZZ
Tagesanzeiger
Pressemitteilung SBB
Präsentation SBB
Drehscheibe

Samstag, Juni 28, 2008

Deutschland: Kursbuch nur noch elektronisch

Für den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 wird das letzte Mal das Kursbuch in gedruckter Form ausgegeben - als Luxusausgabe mit Silberschnitt zum Preis von 99 EUR (nur gegen Vorbestellung bis Ende August) PR-Inside , Drehscheibe

Voith Gravita an der Innotrans

An der Innotrans wird Voith die Gravita Diesellok 10 BB mit Mittelführerhaus zeigen. Gleich wie die Streckendiesellok Maxima wird die Lok über einen dieselhydraulischen Antrieb verfügen.

Velaro für Russland

Bei Siemens Krefeld waren mitte Juni bereits 23 Wagen im Rohbau und 14 Wagen in der Endmontage. Die ersten drei Wagen werden an der Innotrans ausgestellt, gleich danach wird der erste Zug nach Russland geliefert. Der zweite Zug folgt im Januar. Die Unterhaltsanlage in St. Petersburg ist im Bau. Wikipedia

China: neuer Geschwindigkeitsrekord

Der von Siemens für China gebaut Velaro hat am 24. Juni 394,3 km/h erreicht. Für die Eröffnung der Olympischen Spiele sollen 5 Züge zur Verfügung stehen.
(Drehscheibe)

Freitag, Juni 27, 2008

Interview mit Bombardier Chef

Im Tagesspiegel ist ein Interview mit André Navarri, Präsident von Bombardier Transportation, erschienen.

Argentinien: 250 km lange Geisterfahrt

Die Meldung ist zwar nicht mehr taufrisch, aber vielleicht doch erwähnenswert. Am 26. Dezember 2007 macht sich eine Rangierlokomotive in Palmira selbständig und fährt bis nach San Luis, wo sie mit von einem Oberlokführer mit einer auf der Strecke vorausfahrenden Streckendiesellokomotive wieder eingefangen werden konnte. Verletzt wurde niemand, Material wurde nicht beschädigt.

Der Unfall dürfte glimpflich abgelaufen sein, weil die Bahnangestellten bei der Abgangsstation des Geisterzuges unverzüglich die Polizei alarmiert, welche die Niveauübergänge sicherte. Die Ursache für die Geisterfahrt ist unbekannt. Offiziell wurde Sabotage bekannt gegeben, es könnte aber auch ein technischer Defekt oder eine Fahrlässigkeit des Personals vorgelegen haben.

Die Geisterfahrerin war übrigens die EMD GA8 5557, welche der America Latina Logistica gehört. Hier ist sie in voller Fahrt zu sehen, allerdings ohne Fahrpersonal.



Link zum Video (benötigt Internet Explorer)
Clarin (Spanisch)

Zürich: Bau der Durchmesserlinie


Foto von jaeschol
Die Bauarbeiten für die neue Durchmesserlinie haben begonnen. Entlang den Gleisen in Richtung Zürich HB wurde die alte Stützmauer abgetragen und eine neue Hangsicherung erstellt. Beim Bahnhof Oerlikon wurde ein Installationsplatz eingerichtet, wo die kleine Tunnelbohrmaschine für das Auffahren des Fluchtstollens vorbereitet wird.

Donnerstag, Juni 26, 2008

Implosion eines Tankwagens

Wenn ein Tankwagen beim Entleeren nicht richtig belüftet wird kommt es zu einem Unfall. Die auslaufende Flüssigkeit erzeugt im Innern einen Unterdruck, so dass der von Aussen wirkende atmosphärische Druck den Kessel zusammenfallen lässt. Dieser Vorgang geschieht nicht etwa langsam, sondern schlagartig, wie im YouTube Video dargestellt.

Dienstag, Juni 24, 2008

SBB: Gruppenreise ins Tessin mit altem Rollmaterial

Ja, ich verstehe: es können nicht alle das Neuste haben und wir sind vom neuen klimatisierten Rollmaterial verwöhnt. Trotzdem habe ich wenig Verständnis, wenn unsere zehnköpfige Reisegruppe von Zürich in altem Rollmaterial ohne Klimatisierung ins Tessin geschickt wird.

Auf dem Hinweg hat es uns in einem Vorläufer zum Schnellzug in einen aufgearbeiteten RIC X verschlagen - einer von diesen Wagen, die aussen vorgeben einen EW IV zu sein, aber viel weniger Komfort bieten.




Auf dem Rückweg war die Freude auf den Eurocity von kurzer Dauer: der Zug hatte erstens 30 Minuten Verspätung in Bellinzona und zweitens genau dort wo für Gruppen reserviert war standen zwei EW II im Zug. Wir haben uns in den benachbarten klimatisierten RIC Bm verzogen.




Das nächste Mal werden wir für unsere Gruppe keine Plätze mehr reservieren. Ich will nicht die schlechtesten Plätze im Zug zugewiesen kriegen nur weil wir eine Gruppe sind. Wir sind keine Schulklasse lärmender Kinder und erwarten von der Bahn einen besseren Service.

Sonntag, Juni 22, 2008

Italien: Abfallzug am Brenner entgleist

Am Samstagnachmittag ist ein Müllzug in Sterzing entgleist. Die Brennerstrecke soll am Sonntag früh wieder befahrbar sein. (Republica)

Madrid: neuer Stadttunnel für HGV Züge

Am Freitag hat die spanische Regierung den Bau eines 7,3 km langen Tunnel zwischen den beiden Stadtbahnhöfen Puerta Atocha und Chamartin in Madrid bewilligt. Das Bauwerk soll 285 Mio EUR kosten und erlaubt die Verbindung der von den beiden Bahnhöfen ausgehenden HGV-Netze. Der Tunnel soll ca. 2011 fertiggestellt sein. (20 Minuten)


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Donnerstag, Juni 12, 2008

SBB im Fussballfieber

So wird die EM im Personenverkehr bei der SBB angegangen. Bericht aus dem Operation Center Personenverkehr in Bern. => NZZ

Dienstag, Juni 10, 2008

Schwertransport

Letzthin konnte ich diesen Schwertransport in Spanien beobachten: ein ABB Transformator auf Reisen. Der Wagen mit Ladung dürfte ein Gesamtgewicht von ca. 450 t haben. Die Ladebrücke ist seitlich verschiebbar, damit festen Hindernissen (Fahrleitungsmasten, Singale, Bahnsteigkanten) ausgewichen werden kann. Während dem Transport wurde die Fahrleitung abgeschaltet, damit sich keine Überschläge auf das Ladegut erreignen, dass deutlich höher ist als ein normaler Bahnwagen. Die Bilder wurden in Alcazar de San Juan gemacht.





Nicht immer geht ein solcher Schwertransport problemlos von statten. Anfangs dieses Jahres ist in Schweden ein 32-achsiger Schienentiefladewagen entgleist.


Der Unfall hat zu einer Streckensperrung von mehreren Wochen geführt weil die Bergung des Transportes sehr schwierig war. Die Unfallstelle musste zuerst mit einer Strasse zugänglich gemacht werden und der Torfboden so präpariert werden, dass mit zwei Pneukranen zuerst der schrottreife Transformator und dann der Bahnwagen weg gehoben werden konnte.

Donnerstag, Juni 05, 2008

Eschede: Ist der TGV sicherer ?

Laut einem Spiegel Artikel wäre der TGV verglichen mit dem ICE sicherer. Ob das wirklich so ist bezweifle ich. Hier meine Komentare:
  • Im Videobeitrag wird erwähnt, dass die Ursache für den Radreifenbruch nie restlos geklärt werden konnte. Stimmt aus meiner Sicht nicht. Siehe Wikipedia.

  • Die beim ICE ursprünglich fehlenden Vibrationsdetektoren waren tatsächlich einen Mangelpunkt. Diese Geräte werden auch auf den Hochgeschwindigkeitszügen in Spanien und bei den neueren TRAXX Lokomotiven eingesetzt.

  • Der im Abschnitt "Verhängisvolles Vorbild" gemachten Aussagen über den hohen Zeitdruck auf die Ingenieure zur Lösung des Problems mit dem Brummen stimmt. Gegen das Brummen hilft aber nicht nur häufiges Glattschleifen sondern vielleicht auch eine bessere Abstimmung des Fahrwerks, was aber zum Teil teure Neukonstruktionen von Drehgestellen oder Wagenkästen verlangen würde.

  • Ob der TGV nur wegen den Jakobsdrehgestellen sicherer ist, sei dahingestellt. Es wird zwar immer wieder behauptet, aber der Nachweis fehlt. Bis heute ist zum Glück noch nie ein TGV mit 200 km/h gegen ein festes Hinderniss gefahren. Ich bezweifle, dass die Verbindung zwischen den Wagenkästen und zu den Drehgestellen beim TGV so stark ausgelegt ist, dass sie in einem solchen Fall nicht versagt. Ausserdem weiss man heute, dass ein TGV bei einem Unfall sich viel schneller auf die Seite legt als ein ICE.

  • Es stimmt, dass die ICE 1 und ICE 2 eigentlich konventionelle Züge mit einer Lokomotiven sind - die Lok ist aerodynamischer und die Züge lassen sich betrieblich nicht trennen. Der TGV ist eigentlich kein lokbespannter Zug, denn Triebköpfe treiben nicht nur ihre eigene Drehgestelle an, sondern auch noch das erste Drehgestell des banachbarten Zwischenwagens. Ein vollständiger TGV Zug hat also 6 Triebdrehgestelle, ein ICE1 nur deren 4.

Dienstag, Juni 03, 2008

Zürcher S-Bahn 40 Jahre alt

Vor vierzig Jahren wurde auf der Eisenbahnlinie am rechten Zürichseeufer der S-Bahn-Betrieb mit Taktfahrplan aufgenommen. (NZZ)

Die dafür verwendeten 3-teilingen Triebzüge RABDe 12/12 wurden Goldküstenexpress oder Mirage genannt. Zweiteres deutet auf die phänomenale Beschleunigung dieser Züge hin, den es waren alle 12 Achsen angetrieben. Die Züge sind auch heute noch unschlagbar - vor allem bei schlechtem Wetter, aber der Komfort entspricht nicht mehr den heutigen Erwartungen. Nach der EM 2008 sollen die Züge ausrangiert werden.



(via schweizweit)