Sonntag, Februar 06, 2011

... und noch mehr Unfälle

Auch die Schweiz bleibt nicht von Unfällen verschont:

Wengeneralpbahn
Oberhalb der Station Allmend kollidiert am Freitagmorgen ein Personenzug mit einem Bauzug. Der Zug war nur schwach besetzt. Es wird niemand verletzt. Jungfrau Zeitung


Rangierbahnhof Chiasso
Ebenfalls am Freitagmorgen entkuppeln sich aus noch nicht geklärten Gründen fünf leere Tankwagen von einer Rangierabteilung. Sie rollen langsam in einen anderen Güterzug. Nach dem Zusammenstoss kippt der zweitletzte Tankwagen um. Weil vermutet wurde, dass sich darin noch Ethylenoxid Reste befinden, wurde Chemiealarm ausgelöst. Blick



... und noch zum Zeitungsdeutsch: Beim Blick kippt die mit Ethylenoxid gefüllte Zug-Komponente zur Seite - nicht falsch, aber seltsam.



   

Samstag, Februar 05, 2011

Hordorf: Bessere Technik hätte diesen Unfall verhindert

Eine Woche nach dem schweren Unfall bei Hordorf ist klar: bessere Technik hätte den Unfall verhindert. Einerseits ist die Strecke nicht einmal mit dem minimalsten Standard der Sicherungstechnik ausgerüstet gewesen, anderseits entsprechen die Fahrzeuge - obschon sie modern sind, nicht dem Stand der Technik. Wie es zu solchen Missständen kommen kann, ist für manche fraglich.

SBB Re 484 - eines der ersten Fahrzeuge, welche die EN 15277
erfüllte und überdies auch verschärften Brandschutzvorgaben entspricht.


Der Schienenverkehr ist in Deutschland nach wie vor nicht wirklich salonfähig. Das hat zur Folge, dass versucht wird, mit der kleinst möglichen Investition den Betrieb durchzuführen. Um Kosten zu sparen wurden deshalb so lange wie möglich  Fahrzeuge gebaut, welche die EU-Crahsnorm 15277 nicht erfüllen. Die Schuld dafür trägt weder die Industrie noch der Besteller, sondern der Gesetzgeber, der solche Fahrzeuge in der freien Marktwirtschaft zulässt. Das Eisenbahn-Bundesamt scheint aber hauptsächlich damit  beschäftigt zu sein, die deutschen Sonderregelungen bezüglich Bremse und Rückspiegeln durchzusetzen und vergisst darüber, den Stand der Technik bei Streckenausrüstung und Crashfestigkeit von Fahrzeugen durchzusetzen.

rp-Online: Es hätte weniger Tote geben können
TU Dreseden: DIN EN 15227






Donnerstag, Februar 03, 2011

Russland: 2ES10 "Granit"

Ca. zweieinhalb Monaten nach dem Ereignis meldet Railway Gazette International die Enthüllung der 2ES10 "Granit" von Sinara / Siemens in den News. Die Lok wurde bereits vor dem 19. November 2010 vorgestellt. Auf dem Bild in der Werkhallen von Jekaterinaburg sind von links nach rechts zu sehen: 2ES10 "Granit", 2ES6 und VL11M.


Die 2ES10 wurde zusammen mit Siemens entwickelt. Sie verfügt über Asynchronmotoren und eine Leistung von 8,8 MW. Die 2ES6 ist das Vorgängermodell mit Gleichstrommotoren, die VL11M ist eine modifizierte Lokomotive einer 1975 entwickelten Baureihe. Alle Lokomotiven fahren mit 3 kV Gleichstrom.

Sonntag, Januar 30, 2011

Chile: Fepasa E-32

In Chile fahren beinahe fünfzigjährige Lokomotiven unter 3 kV. Bei Fepasa Chile sind noch 6 Stück im Einsatz der einst 34 Lokomotiven umfassenden Serie. Sie haben 3.700 PS und wurden von Breda und Marelli in Italien 1962 gebaut. Serie E-32



Hordorf: Zugsunglück in Sachsen-Anhalt

Bei einem Frontalzusammenstoss zwischen einem HEX-Triebwagen und einem Kalkzug der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter bei Hordorf kommen am Samstag Abend zehn Leute ums Leben und 42 werden verletzt. Der Lint Triebwagen VT810 kommt nach dem Zusammenstoss seitlich in einem Acker zu liegen. Angeblich hätte der Lokführer des Güterzuges, der mit zwei MaK G1700 bespannt war (VPS 1704 und 1703), ein geschlossenes Signal überfahren. Die Züge sind mit hoher Geschwindigkeit in dichtem Nebel zusammengestoßen. Es herrschte eine zweistellige Minustemperatur. Welt

Die einspurige Strecke verfügt über eine völlig veraltete Sicherungstechnik und ist nicht einmal mit PZB ausgerüstet. Es dürfte sich leider wieder einmal um einen Unfall in der Kategorie "Mehrverkehr ohne Ausbau der Sicherungstechnik handeln". In der Politik lassen sich bekannterweise bei der Bevölkerung viel Punkte mit neuen Fahrzeugen und Verbindungen holen, nicht aber mit Sicherungsanlagen. Sie kosten viel Geld und ihre Auswirkung wird von grossen Kreisen der Bevölkerung nicht wahrgenommen.

LINT Triebwagen
    VPS 1703


    VPS 1704


Wenn Amerikaner das erste Mal ein TGV sehen ...

Begeisterung über die vorbeiflitzenden TGV Züge inkl. La Post TGV. Man beachte, dass die Lokführer trotz der Geschwindigkeit nicht vergessen zur Begrüssung zu Hupen:

Freitag, Januar 28, 2011

Bombardier Twindexx im Entstehen

SBB
Bis Juli wird bei der SBB ein Doppelstockwagen mit Wankkompensator getestet. Der Wagen ist mit Sandsäcken gefüllt, welche die Passagiere simulieren, die Drehgestelle sind mit Messradsätzen ausgerüstet. Die Versuche werden auf den Strecken Lausanne-Bern, Winterthur-St.Gallen und Bern-Olten durchgeführt und dienen der Überprüfung der Lauftechnik.
In Oerlikon steht ein naturgetreues Modell des Twindexx, wo die letzten technischen Details gelöst werden. 



Deutsche Bahn
Die neu gekauften Doppelstockzüge heissen Twindexx 2010 und sehen so aus. Das sind normale lokbespannte Kompositionen und teilen nur den Namen mit dem neuen SBB-Zug.



Sonntag, Januar 23, 2011

Wig-Wag-Signale

In Amerika gibt eine etwas seltsame Art von Bahnübergangssignalen, bei der eine Rot beleuchtete Kelle geschwenkt wird. Die meisten dieser Signalanlagen sind heute verschwunden, doch das Internet kennt die letzten verbliebenen Exemplare. Wenige dürften wissen, dass in der Schweiz bei der Südostbahn auch eine solche Anlage im Einsatz war. Ich habe aber davon noch nie ein Bild gesehen, noch weiss ich an welchem Bahnübergang sie installiert war.

Samstag, Januar 15, 2011

Indian Railways Werbung

Indian Railways transportiert jeden Tag beinahe 14 Millionen Reisende. Vor diesem Hintergrund dürfte es erstaunlich sein, dass es auch Werbespots für den Personenverkehr in Indien gibt. Die Konkurrenz zur Bahn sind hauptsächlich das schnellere Flugzeug und die billigeren Autobusse. Indian Railways wirbt deshalb, dass Zugfahren Spass macht und Leute zusammenbringt:

Donnerstag, Januar 13, 2011

Bombardier: Doppelstockzüge für Deutschland

Die Deutsche Bahn bestellt 27 Doppelstockzüge für den Fernverkehr. Sie bestehen jeweils aus einer Lok der Baureihe 146.2 und 5 Doppelstockwagen inkl. Steuerwagen. Zusätzlich wurden zwei Reservewagen bestellt. Das Produkt wird von Bombardier als Twindexx bezeichnet, hat aber nichts mit den an die SBB verkauften Treibzüge zu tun. Der 362 Mio € Auftrag soll bis Dezember 2013 abgeliefert werden und soll die Fahzeugnot der Deutschen Bahn lindern. Es ist der erste Auftrag für Doppelstockzüge im Fernverkehr für die Deutsche Bahn. Die Wagen werden in Görlitz gebaut, die Loks in Kassel. Wallstreet

Siehe auch hier

Sonntag, Januar 09, 2011

M-497 Black Beetle

Dieses eigenwillige Fahrzeug mit Strahlantrieb taucht von Zeit zu Zeit auf Bildern auf. Es wurde 1966 von der New York Central Railroad aus einem Budd Railcar RDC-3 umgebaut und sollte Grundlagen für einen zukünftigen Hochgeschwindigkeitsverkehr liefern. Während den Versuchsfahrten auf dem schnurgeraden Gleis in der Nähe von Toledo, Ohio wurden annähernd 300 km/h erreicht. Die gesammelten Daten waren von keinem kommerziellen Nutzen, das die New York Central Railroad 1968 mit der Pennsylvania Railroad zusammengelegt wurde, die bereits das Metroliner Projekt zum Beschleunigen des Reisezugverkehr verfolgte.




Samstag, Januar 08, 2011

Deutsche Bahn

  • Die Bahn muss nach dem Winterchaos 110'000 Fahrgäste entschädigen. Der Bundesverkehrsminister droht gegen Verantwortliche bei der Deutschen Bahn vorzugehen, sollte sich herausstellen, dass das in letzter Zeit herrschende Chaos vermeidbar gewesen wäre. Die Verteidigung von Rüdiger Grube im ARD Morgenmagazin wirkt nicht überzeugend

  • Die Deutsche Bahn erhält ab September 2011 Konkurrenz:
    Der von Locomore betriebene Hamburg-Köln-Express (HKX) soll mit drei Zugpaaren die beiden Städte verbinden. Es wurden ehemalige Transalpin Garnituren von der ÖBB übernommen und im Ausbesserungswerk Delitzsch von der schwedischen EuroMaint Rail aufgearbeitet. Das Angebot ist wie der frühere Metropolitan auf Geschäftsreisende ausgerichtet. Ab Juli gibt es Billette auf www.hkx-online.de wo auch der Fahrplan zu finden ist.

    Gesellschafter der HKX GmbH (Berlin) sind den deutschen Zeitungsberichten zufolge mit 75 Prozent die Railroad Development Corporation in Pittsburgh (USA), mit 17,5 Prozent die Locomore Rail (Berlin) und mit 7,5 Prozent der britische Privatinvestor Michael Schabas (London).


  • Die Deutsche Bahn will ihrer Mitarbeitern 3% Lohnerhöhung anbieten, was den Gewerkschaften aber nicht reicht.

  • An Stuttgart 21 soll ab 10. Januar wieder weitergebaut werden. Widerstand gegen das Fällen von Bäumen hat sich bereits angemeldet. Focus

Siemens Vectron unterwegs

Die Siemens Vectron Loks bewegen sich die nächste Zeit wie folgt:

Vectron Fahrplan
Die Aufstellung stammt von der Siemens Vectron Seite . Mit einem Fotowettbewerb versucht die Industrie einmal mehr auf billige Art und Weise an Bilder für Werbematerial zu kommen. Beim Upload der Bilder werden die Nutzungsrechte an Siemens abgetreten ohne dass eine Entschädigung erfolgt.

Der Tipp zu diesem Post kommt von Railmotive.

Abtretung der Nutzungsrechte ohne Entschädigung bei Teilnahme

Gasturbinenlokomotive in Miniatur

Gasturbinenlokomotiven konnten sich nicht wirklich durchsetzen und sind eine Seltenheit geblieben. Umso erstaunlicher ist es, eine Gartenbahnlokomotive mit Gasturbinenantrieb anzutreffen. Das Modell wurde von einem Japaner gebaut:





Mehr über das Gasturbinenfahrzeug gibt es hier (Google Translate hilft !)

Sonntag, Januar 02, 2011

U-Bahn Stockholm: Chinesischer Betreiber

In Stockholm wird die U-Bahn seit November 2009 von der chinesischen Firma MTR Betrieben. Diese Firma gehörte ursprünglich der Sonderverwaltungszone Hongkong. Sie wurde 1975 gegründet für den Bau und Betrieb der dortigen U-Bahn. MTR ist auch Betreiberin von London Overground, ein S-Bahn System im Grossraum London und er Metro in Melbourne, Australien.

    

Schweden: X2000 fährt in Prellbock

In Malmö fährt ein X2000 in ein Prellbock. Ev. ist hier Bremsversagen wegen Eis im Spiel. Der Zug wird schwer beschädigt und eine Person wird verletzt. Local

Samstag, Januar 01, 2011

Railjetzüge für Tschechien

Die von der ÖBB nicht benötigten 16 Railjet Garnituren werden wahrscheinlich zu einem günstigen Preis an die Tschechische Bahn geliefert. Sie sollen dort zusammen mit den Lokomotiven der Baureieh 380 eingesetzt werden, welche aber zum Teil immer noch Probleme mit der Elektromagnetischen Verträglichkeit zu haben scheint. Die Railjet Züge scheinen nicht besonders Winterfest zu sein. Es gibt Probleme mit Toiletten und Schiebetritten.  

Shinkansen und Schnee

Die Deutsche Bahn kämpft regelmässig mit Schnee, so waren zum Beispiel in Montabaur auf der Schnellfahrstrecke Frankfurt - Köln die durchgehenden Hauptgleise 2 und 3 zeitweise nicht benutzbar oder vorsorglich aus dem Betrieb genommen weil wahrscheinlich die Weichen nicht richtig funktionierten oder bei Schnee ausfallen könnten.

Bei den japanischen Shinkansen Zügen sind Sprinkleranlagen im Einsatz. Sie werden mit warmem Wasser betrieben und simulieren bis zu 7 cm Niederschlag in der Stunde! Hier zwei Videos zur Veranschaulichung:



Die Sprinkleranlagen sorgen einerseits dafür, dass der Flugschnee gebunden wird und sich nicht an den Zügen anheften kann, anderseits wird auf den Boden fallenden Schnee sofort geschmolzen. Für den Betrieb der Anlagen wird teilweise Wasser aus Tunnels oder von heissen Quellen verwendet, wodurch sich Kosten für das Aufheizen des Wassers eingespart werden können.

In Japan liegt wahrscheinlich der einzige Bahnhof an einer Hochgeschwindigkeitsstrecke der eigens für ein Skigebiet erbaut wurde. Die Station heisst Gala Yuzawa und ist nur während der Skisaison in Betrieb. Die Talstation der Gondelbahn befindet sich direkt im Bahnhof.

Hyundai Rotem liefert Lokomotiven für Türkische Staatsbahn

Am 20. Dezember unterzeichnete die Türkische Staatsbahn TCDD einen Vertrag mit der südkoreanischen Hersteller Hyundai über die Lieferung von 80 elektrischen Lokomotiven und eines Fahrsimulators.

Der Auftrag wird zu 65% von der Islamischen Entwicklungsbank finanziert. Unter den acht Anbietern gewann Hyundai den Auftrag für 312 Mio $, zweit platzierter Anbieter war Bombardier mit 370 Mio $. Weiter boten Ansaldobreda und mehrere chinesische Hersteller mit.

Es werden 8 Lokomotiven aus Südkorea geliefert, die restlichen 72 Lokomotiven werden bei Tulmosas in der Türkei gebaut. (TCDD)

Freitag, Dezember 31, 2010

Erster normalspuriger Containerzug in Spanien

In den frühen Morgenstunden des 21. Dezembers wurde der erste normalspurige Containerzug nördlich von Barcelona gesichtet. Der Zug war mit zwei Renfe S252 auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke unterwegs in Richtung französischer Grenze. (siehe auch hier für mehr Details zur HGV Strecke von der französischen Grenze nach Barcelona)

Hochgeschwindigkeitszüge der Welt

Bei UIC gibt es eine Zusammenstellung über alle HGV Züge der Welt. (Stand: April 2010)


Wenn es noch mehr technisch sein soll, kann ich die Rail21 von Florent Brisou, einem Bremsspezialisten von Alstom empfehlen. Unter Fiche Technique sind viele Details der Hochgeschwindigkeitszüge zu finden. Den vollen Nutzen hat man natürlich nur wenn man der französischen Sprache mächtig ist, ansonsten hilft Google Translate.

Russland: EP20 aus Novocherkassk fertig montiert

In Novocherkassk wurde die EP20 vorgestellt. Diese russische Schnellzuglokomotive ist der Nachfolger der EP10, wird aber im Gegensatz zu letzterer mit Alstom statt Bombardier als Partner gebaut. Scheint, wie wenn viele Teile von Prima II verbaut wurden - im besonderen die Drehgestelle. Es ist fraglich, ob diese Technik nicht zu kostspielig ist.




Donnerstag, Dezember 30, 2010

Shinkansen: Lokführer eingeschlafen

Die Geschichte ist zwar schon sieben Jahre alt, aber auf Grund ihrer Kuriosität immer noch erzählenswert:

Im Februar 2003 ist ein Lokführer auf einem Shinkansen Zug während dem Dienst eingeschlafen. Der Zwischenfall wurde erst bemerkt als der Zug in die Station einfuhr und etwa vier Wagenlängen vor dem normalerweise angefahrenen Haltepunkt zum stehen kam. Das Personal wollte auf dem Führerstand nachschauen  was geschehen ist und stellte fest, dass der Lokführer eingeschlafen war.
Der Hikari-Zug war von Hiroshima nach Tokio unterwegs. Der Vorfall ereignete sich in der Station Okayama. Auf dieser Fahrt erreicht der Zug 270 km/h. Der Lokführer wahr etwa 8 Minuten eingeschlafen. Während dieser Zeit legte der Zug 26 km zurück. Die Shinkansen Züge fahren normalerweise automatisch gesteuert, einzig die Einfahrt in die Station und das genaue anhalten übernimmt der Lokführer selbst. Weil diese Tätigkeit ausgeblieben war, kam der Zug zu früh zum stehen und der schlafende Lokführer wurde bemerkt.

Shinkansen Hikari Rail Star der Baureihe 700 wie er seit 2000 eingesetzt wird.


The Japanese Time

Die schnellste öffentliche Toilette

Nach der schnellsten Garage kann ich heute die schnellste öffentliche Toilette präsentieren:

Dienstag, Dezember 28, 2010

Hochgeschwindigkeitsverkehr in Südkorea

In Korea entwickelt Hyundai Rotem den Versuchszug Hemu-400X. Dieser Zug soll 400 km/h erreichen und wird ab 2012 Versuchsfahrten durchführen. Der Zug hat 6 Wagen mit verteilter Antriebsausrüstung. Er soll als Basis für den noch zu entwickelnden und kommerziell einsetzbaren KTX-III dienen. Diese Züge werden aus 8 Wagen bestehen.



Von den bestellten 24 Stück KTX-II Zügen sind mittlerweile 10 Stück abgeliefert und in Betrieb. Bei diesen Zügen ist die Ähnlichkeit zum TGV noch gut zu erkennen. Es sind nur die Triebköpfe an den Enden des Zuges angetrieben.


Der Vollständigkeit halber noch ein Bild des KTX-I. Diese Züge wurden von Alstom entwickelt und Lizenz in Korea gebaut. 12 Züge stammen aus Frankreich, die restlichen 34 wurden von Hyundai Rotem in Lizenz gebaut.


Südkorea verfügt mittlerweile über 412 km HGV-Strecke, die von Seoul nach Buasn führt. Die Strecke bis Daegu ist seit 2004 in Betrieb, der Rest kam 2010 dazu. Es fehlen nur noch die Stadtdurchfahrten in Daejeon und Daegu. Eine weitere 230 km lange HGV- Strecke nach Mokpo soll von 2014 bis 2017 in Betrieb genommen werden.

China: erste 16-teilige Siemens Velaro fertig

In China laufen die ersten 16-teiligen Siemens Velaro Züge ab der Fertigungsstrasse der CNR Changchun. Sie heissen CRH380BL, siehe auch hier.

Busse, die auf Schiene und Strasse fahren können

In den 50er Jahren beschaffte die Deutsche Bahn ein Zweiwegfahrzeug, das unter dem Namen Schi-Stra-Bus bekannt wurde. Die 50 Busse wurden zwar hauptsächlich im reinen Strassenverkehr eingesetzt und nur 15 waren regelmässig auf Strasse und Schiene unterwegs. Die am längsten bediente Destination war Koblenz - Betzdorf im Westerwald, wo der Bus von 1954 bis 1967 verkehrte. Ein Exemplar ist im Eisenbahnmuseum Bochum-Dalhausen erhalten geblieben.


Der Wechsel von der Strasse auf die Schiene und umgekehrt erfolgt in dem der Bus hydraulisch angehoben wird. Es ist gut auf diesem Video zu sehen:



In Hokkaido, Japan wurde die Idee eine schienen- und strassengängigen Busses auch wieder ausgegraben. Das Fahrzeug heisst dort DMV für Dual Mode Vehicle.

Frohe Festtage


originally uploaded by T R A M v i j f.

Weihnachtstram aus Amsterdam, das 1995 für Sky Radio verkehrte. (via Rasmus'Gedanken)

Montag, Dezember 27, 2010

Renfe: Tren Automotor Fiat

Bevor in Spanien Talgo Züge im grossen Stil beschafft wurden, setzte die Renfe auf leichte Dieseltriebwagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden für den hochwertigen Reiseverkehr bei Fiat, Italien Züge gekauft, welche die Verbindungen zwischen den grossen Städten auf der iberischen Halbinsel verbessern sollten. Die 23 Züge wurden TAF genannt, was für "Tren Automotor Fiat" stand.

Ausschnitt aus der spanischen Wochenschau "NO-DO", 
welche von den Kinobetreibern zwingend vor jedem Film 
gezeigt werden musste.

Der erste Triebzug trafe 1952 auf dem Schienenweg in Spanien ein. Er bestand aus zwei motorisierten Endwagen und einem antriebslosen Mittelwagen. Einer der Endwagen konnte betrieblich abgekuppelt werden, so dass Flügelzüge möglich waren. Die Triebzüge verkehrten auf der Verbindung Madrid - Barcelona, Madrid - Gijón/Santander und Madrid - Valencia/Alicante.

Zwei startklare TAF Züge in der Station Madrid Principe Pio. 
Die ehemalige Station der Nord-Eisenbahn war bis 1967 ein 
wichtiger Bahnhof für den Fernverkehr.
Die Züge wurden zuerst als Baureihe 9500, später 595 bezeichnet. Jeder Zug bot 164 Reisenden Platz. Die beiden Motorwagen hatten zusammen 505 PS und konnten 120 km/h erreichen. Im Vergleich zu den damals eingesetzten regulären Reisezügen mit Dampfloks war der ruhig laufende klimatisierte Triebzug ein Quantensprung.

Ein einzelner Motorwagen in Chamartin, der nach Burgos
eingesetzt wird. Das Bild ist von 1974, der letzte Triebwagen
verkehrte 1980 auf der Strecke Sevilla - Huelva.

Ein Motorwagen ist im Eisenbahnmuseum Madrid Delicias
erhalten geblieben

Die portugiesische Bahn setzte baugleiche Züge ein, 
welche Foguetes (Raketen) genannt wurden.




Freitag, Dezember 24, 2010

Railpool bestellt 36 Traxx Lokomotiven bei Bombardier

Neben den 6 Vectron Lokomotiven hat Railpool auch noch 36 Traxx Lokomotiven bestellt. Der Auftrag kostet 120 Mio €, die Loks werden von 2011 bis 2013 Mitlerweilen gibt es 1'450 Traxx Lokomotiven, welche in 18 Ländern verkehren können. (Bombardier)

Donnerstag, Dezember 23, 2010

Eurotunnel: Netzzugangsbestimmungen 2012 veröffentlicht

Eurotunnel, die Betreiberin des Kanaltunnels zwischen England und Frankreich, hat die Richtlinien für die Benutzung des Tunnels veröffentlicht. Darin sind wesentliche Neuerungen enthalten, welche den Zugang nicht mehr alleine den Eurostar Zügen vorbehalten werden:
  • Die Züge müssen nicht mehr über Lokomtiven oder Triebköpfe verfügen. Es sind ausdrücklich auch Treibzüge zugelassen.
  • Die Mindestlänge von 375 m entfällt. Die Evakuierung aus dem Zug muss aber in einer Rettungsübung demonstriert werden, welche zufriedenstellend sein muss,was heisst, dass das Sicherheitsniveau für die evakuierten Personen nicht sinken darf. Die Verfügbarkeit und die Kompetenz des anwesenden Personals des Betreibers wird ebenfalls beurteilt.
  • Die Traktionsausrüstung muss für mindestens 30 Minuten vor Rauch und Feuergeschützt sein und muss über eine Löschanlage verfügen. Das Löschgas Halon 1301 ist nicht mehr vorgeschrieben.
  • Die Ausrüstung muss den französischen Brandschutzvorschriften für Schienenfahrzeuge NF F 16-101 entsprechen oder gleichwertigen in Europa zugelassenen Standards. (Hier kommt höchstens noch TSI in Frage, nicht aber die in Deutschland verwendeten DIN Normen.)
  • Die Fahrzeuge müssen gegen Eintritt von Schnee und gegen Kondenswasser geschützt sein. Eurotunnel hat das Recht die getroffenen Wintervorbereitungen zu kontrollieren.
    Der Eurostar hat im letzten Winter im Kanaltunnel kläglich versagt wegen Flugschneeeintritt. Die Probleme entstanden weil aus Kostengründen die vorgesehenen Massnahmen für den Winterbetrieb nicht umgesetzt wurden.
    Der Eurostar ist auch das einzige im Kanaltunnel zugelassene Fahrzeug, dessen elektrischen Ausrüstung *nicht* aus der Schweiz stammt. Die Lokomotiven vor den Autozügen und die Class 92 Lokomotiven haben Ausrüstungen von ABB (Schweiz), wo Erfahrungen mit den langen Alpentunneln vorliegen - dies war auch der Grund, weshalb ABB damals den Zuschlag für die elektrische Ausrüstung erhielt.

Railpool bestellt 6 Vectron Lokomotiven bei Siemens

Siemens hat 6 Vectron Lokomotiven an Railpool verkauft. Sie sollen Vmax 200 km/h haben und eine Zulassung für Deutschland, Österreich. Das Gewicht der Lok ist 87 t. Die Loks sollen 2012 ausgeliefert werden. (Siemens)



Sonntag, Dezember 19, 2010

Doppelstockwagen für den Fernverkehr in Deutschland

Die Deutsche Bahn denkt laut darüber nach, Doppelstockwagen im Fernverkehr einzusetzen. Vorerst sind drei Linien mit 27 Zügen geplant, welche 200 Wagen benötigen. Die Wagen könnten 2013 von Bombardier geliefert werden. Die Umsetzung des Planes ist aber davon abhängig, ob die Länder bereit sind, zusätzliche Züge im Regionalverkehr zu bezahlen. Welt

Update, 13. Januar 2011: Es wurde tatsächlich bestellt!

Die heute in Deutschland eingesetzten Bombardier Doppelstockwagen basieren auf den Wagen der Zürcher S-Bahn. Die erste Serie umfasste 75 Wagen, die für den Regionalverkehr im Grossraum München beschafft wurden. Es waren dies die Bauarten DBz 750 (55 Stück) und DABz 755 (20 Stück).



Ursprünglich sollten die Wagen in der Schweiz gebaut werden. Die Wagenkasten sollten von Schindler gebaut werden, welche auch die Endmontage übernommen hätte. Der Auftrag wurde aber nach dem Mauerfall 1989 kurzfristig an das Werk Görlitz  der neu entstandenen DWA abgegeben. Görlitz hatte bereits früher für die Deutsche Reichsbahn Doppelstockwagen gebaut. Einzig die elektrische Ausrüstung von ABB und die Laufdrehgestelle von SIG wurden in der Schweiz hergestellt.

Samstag, Dezember 18, 2010

Schnee hat auch Vorteile

Man kann Mitteilungen auf den Bahnsteig zeichnen, wie z.B. den gewünschten Haltepunkt eines Güterzuges für die Ablösung des Triebfahrzeugführers.

In eigener Sache

Die amerikanische Seite Online Engineering Degrees betreibt ein Blog, wo der Post 50 Best Blogs for Train Enthusiasts zu finden ist. Habe festgestellt, dass mein Blog trotz deutscher Sprache auf Platz 2 gesetzt wurde! Ich danke dem Schreiber für diese Wahl, den Lesern empfehle ich mal einen Blick auf die restlichen 49 Einträge zu werfen.

Samstag, Dezember 04, 2010

Kiruna: Die Eisenbahnen unter dem Meeresspiegel

Neben der Erzbahn gibt es noch weitere Bahnen in Kiruna, die zwar für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, aber doch interessant sind. Es sind die Züge die bis 600 m unter dem Meeresspiegel in der Eisenerzgrube fahren.


Grubenlokomotive von Schalker Eisenhütte für die
elektrische Bahn auf der neuen Hauptfördersohle -1365. 


Das Roherz wird in der Grube im Teilsohlenbruchbau gewonnen und mit Radladern zu Absturzstellen gebracht. Von dort wird es auf automatisch betriebene Grubenbahnzüge geladen, welche das Erz zu einem System von Förderkörben bringen, die es über mehrere Stufen ans Tageslicht bringen.


Schnitt durch das Bergwerk Kiruna. Die heutige Hauptförderohle liegt bei -1045, ab 2015 wird auf -1365 gefördert.


Die Grubensohlen werden von der Spitze des Kiirunavaara aus bezeichnet, welche das Niveau 0 hat. Somit liegt Eingang zum Untertagbau  bei -230 und der Meeresspiegel wäre bei  -740 zu finden. Heute ist die Hauptfördersohle auf -1045. Hier verkehren siebe automatisch betriebene Grubenzüge auf Meterspur welche, das Erz von zehn Absturzstellen einsammeln und zu den vier Brechern bringen. Jeder Zug kann 500 t Roherz transportieren.

Im Oktober 2008 beschloss die Bergbaugesellschaft LKAB die Erweiterung des Untertagebaus für 1,7 Mia $. Die neue Hauptfördersohle soll bei -1365 liegen, das heisst als 625 m unter dem Meeresspiegel. Der Abbau soll 2012 aufgenommen werden und soll Förderkapazität der Mine um beinahe ein Drittel erhöhen.

Die Hauptsohle wird auch über eine neue Grubenbahn verfügen. Die elektrischen Züge verkehren auf Normalspurgleisen und werden über eine Fahrleitung mit Strom versorgt. Die von der Schalker Eisenhütte gebauten Lokomotiven wiegen 106 t und werden vor 1'600 t Zügen eingesetzt, wobei die Wagen wie bei den meisten Grubenzüge über keine Bremse verfügen, sonder einzig von der Lok gebremst werden. Vorerst wurden drei Lokomotiven bestellt, aber bis  2016 sollen noch weitere Lokomotiven des gleichen Typs beschafft werden.


China: Neuer Geschwindigkeitsrekord 486,1 km/h


In China erreichte ein nicht modifizierter CRH 380A Zug eine Geschwindigkeit von 486,1 km/h. Dies ist die höchste erreichte Geschwindigkeit für ein Serienfahrzeug. Dieser Rekord lag zuvor bei 403,7 km/h und wurde vom Siemens Velaro in Spanien auf der Strecke Lerida - Madrid aufgestellt.

Die Chinesen stellten den Rekord auf der Strecke Peking - Schanghai bei einer Testfahrt am 3. Dezember. Mit solchen Geschwindigkeiten würde die Reisezeit für die ganze Strecke nur 5 Stunden betragen.

Der CRH 380A ist ein 8-teilige Hochgeschwindigkeitszug, der in China gebaut wird. Er basiert auf dem Kawasaki E2-1000, welcher in Japan auf den Shinkansen Strecken eingesetzt wird, hat aber Drehgestelle des Siemens Velaro Zuges. 2010 sollen 40 Stück abgeliefert werden. Jeder Zug kostet 28 Mio $. Die Leistung beträgt 8.8 MW (11'800 PS).



Dienstag, November 30, 2010

Was an der Innotrans 2010 nicht zu sehen war

In dem Beitrag habe ich gezeigt, was alles an der Innotrans in Sachen Loks zu sehen war, doch zwei Lokomotiven wurden nicht gezeigt, obschon deren Vorstellung an der Innotrans erwartet wurde:

Voith Dualpower
In dem Werk Kiel ist aus der ehemaligen MaK DE 1024, deren Führerstand ausgebrannt war, eine Zweikraftlok entstanden. Die Arbeiten wurden vom EU-Projekt CREAM mit finanziert, welches das Ziel hat, den den Güterverkehr von der Nordsee zum Bosporus neu zu beleben. Die Abkürzung CREAM steht für Customer-driven Rail-freight. Die Lok scheint bis heute das Kieler Werk noch nie verlassen zu haben.
Drehscheibe

Schalker Eisenhütte SDFE 1800
Eigentlich wurde die erste Vollbahnrangierlokomotive von den Schalker Eisenhütten an der Innotrans erwartet. Die Lok soll mit einem MTU Dieselmotor ausgerüstet sein und über eine Drehstromkraftübertragung verfügen. Sie soll angeblich so aufgebaut, dass die Software keine sicherheitsrelevanten Funktionen übernimmt und deshalb von den Zulassungsbehörden nicht abgesegnet werden muss. pdf

Montag, November 29, 2010

Zweikraft Lokomotive von Vossloh

Nicht nur Bombardier und CAF arbeiten an Dual Power Lokomotiven, sondern auch Vossloh, Spanien. Elektrik dürfte wieder von ABB Schweiz stammen, der Motor stammt von CAT oder MTU.

Sonntag, November 28, 2010

Zum 1. Advent

Frontalzusammenstoss bei Neustrelitz

Update 2.12.2010
Der Zug mit der BBL Logistik Lok ist offenbar in den stehenden Zug mit der ITL Lok geprallt.

Update 30.11.2010
Die Strecke bleibt bis Donnerstag gesperrt. Die BBL Lok ist nicht mehr rollfähig und muss vor Ort zerlegt werden. Bei den Aufräumarbeiten ist es am Montagabend noch zu einem schweren Arbeitsunfall gekommen weil ein Mann von einem Bahnfahrzeug gestürzt ist und sich dabei schwere Verletzungen zugezogen hat. Ostseezeitung


Original 28.11.2010
Bei einem Frontalzusammenstoss zweier Arbeitszüge auf der Strecke Berlin - Rostock werden beide Lokführer schwer verletzt. Die doppelspurige Strecke war zum Zeitpunkt des Unfalls vollständig gesperrt, wobei sich beide Züge auf dem Gleis befanden, das tagsüber im Betrieb ist, das andere Gleis wird zurzeit für Vmax 160 km/h ausgebaut. Der Unfall ereignete sich am Sonntagmorgen um 04:30 zwischen Neustrelitz und Kratzeburg. Die beteiligten Züge waren ein mit 285 111 von ITL bespannter Schotterzug, sowie ein Bauzug mit BBL Logistik 214, eine auf dem Rahmen einer DB V100 von Alstom neu aufgebauten Diesellok. Die Aufräumarbeiten sind umfangreicher als zuerst angenommen, so dass die Strecke frühestens am Diesntag wieder in in Betrieb geht.





Quellen: