Mittwoch, März 04, 2009

Deutsche Züge am Bodensee

Hier wieder einmal ein Stück ungenauer Journalistenarbeit am Schweizer Fernsehen in der Sendung Schweiz Aktuell vom 3. März:



Der Beitrag handelt über deutsche Güterzüge, die über die Eisenbahnlinie südlichen entlang des Bodenseeufers durch die Schweiz fahren. Dadurch können die Züge durchgehend elektrisch bespannt werden, ausserdem ist die Strecke auch noch einige Kilometer kürzer.



An dieser Strecke sind noch keine Lärmschutzwände gebaut - einerseits weil die Güterzüge bei der Studie über den Eisenbahnlärm in der Schweiz noch nicht gefahren sind, anderseits weil die Lärmschutzwände an manchen Stellen den Blick auf den See versperren würden.

Der Mehrverkehr auf der Bodenseelinie konnte erst in den letzten Jahren entstehen weil die Formalitäten im europäischen Eisenbahnverkehr vereinfacht worden sind. Obwohl der Reporter altes Rollmaterial sichtet, sehe ich nichts dergleichen.

Im Beitrag ist ein Zug mit Hbis-Schiebewandwagen (wahrscheinlich Papier) und ein Zug mit Abfallcontainern zu sehen.

Zug mit 2-achsigen Schiebewandwagen. Es könnten z.B. Hbbillns 305 sein.


Hbbillns 305 (Foto Heikos-Bahnseite)


Der gleiche Wagen wie oben aber leiser: Die SBB beschaffte 1996 den
gleichen Typ, aber versuchsweise mit Trommelbremsen ausgerüstet. 
Die Wagen sind mit einem auffälligen grünen Anstrich und der Aufschrift 
Decibello unterwegs. (Bild: Rollmaterialverzeichnis Schweizerbahnen)


Zug mit Müllcontainer auf ATCS Wagen


Auserdem erfindet der Journalist das Wort Stromlok und der Thurgauer SVP Ständerat Hermann Bürgi gibt es Rodelmaterial.

Im Beitrag fehlten aus meiner Sicht folgende Punkte:
  • Der Verkehr durch die Schweiz produziert weniger CO2 als wenn er durch Deutschland geführt würde.

  • Es gibt auch leisere Varianten der Hbis Wagen mit Trommelbremsen, aber niemand will diese bezahlen.

  • Der Abfall (wahrscheinlich aus dem Ruhrgebiet) müsste nicht unbedingt so weit transportiert werden nur damit er verbrannt werden kann.

Die Problematik vom Lärm der Verkehrswege wird übrigens im Film Home von Ursula Meier sehr gut aufgenommen. In diesem absurden Drama wird die Lebensfreude einer Familie von einer neu eröffneten Autobahn mehr und mehr eingenommen bis sie resigniert ihr Heim verlässt. Der Film ist etwas skuril, aber empfehlenswert. Jetzt in den Schweizer Kinos.



Dienstag, März 03, 2009

Vorzeitiges Aus für Renfe 252 ?


Siemens 252 Renfe, ursprünglich hochgeladen von VaTrenes

Die Renfe benötigt immer weniger Lokomotiven der Reihe 252, weil lokbespannte Züge mehr und mehr von Triebwagen abgelöst werden. Versuche, die Lok im Güterzugsverkehr einzusetzen scheinen eher fehlgeschlagen zu haben, so dass wahrscheinlich ein Teil der Loks abgestellt wird.

Einsturz Stadtarchiv Köln

Um 14 Uhr ist das Historische Stadtarchiv Köln eingestürzt. Ein direkter Zusammenhang mit dem sich im Bau befindlichen Nord Süd Stadtbahn ist naheliegend, da bereits letztes Jahr Sekungsrisse festgestellt wurden. Welt

Auf der Google Karte ist die Baustelle vor dem Gebäude ersichtlich.

Verbesserungen für den SBB Fahrplan im Internet

Der SBB Fahrplan im Internet funktioniert nicht schlecht, einiges könnte aber noch verbessert werden. Ich habe letzthin für meine Schwester eine Fahrt von Zürich nach Alpiglen im Berner Oberland herausgesucht. Dabei ist mir aufgefallen, dass wichtige Informationen für gelegentliche öV fehlen.
  1. Welches Rollmaterial wird verwendet ?


    Die angebotenen Züge sollten genauer beschrieben sein. Für die SBB-Züge gibt es die Information bei reisezuege.ch. Eine kleine Ikone sollte zeigen, wie der Zug aussieht. Ist es ein Doppelstöcker, ICN oder ICE ? Meine Schwester mag keine Doppelstöcker und merkt vielleicht in Bern nicht, dass sie in einen deutschen Hochgeschwindigkeitszug einsteigen muss um von Bern nach Interlaken zu gelangen.

    Im Bahnhof würde man den Zug auch schneller finden, wenn man das richtige Suchbild hat. Dies wäre gerade in Interlaken Ost ein Hilfe. Die Züge der Brünigbahn unterscheiden sich optisch klar von der Berner Oberlandbahn, aber was hilf es, wenn der Nutzer den Unterschied nicht kennt ?


  2. Was steht auf der Zielanzeige ? Was steht auf dem Abfahrtsanzeiger ?



    In der Übersicht fehlt die Information über den Endbahnhof. Es steht zwar, dass in Grindelwald den Zug nach Alpiglen genommen werden muss, aber was steht denn an diesem Zug angeschrieben?


  3. Wer ist die Betreibergesellschaft ?



    Im Fahrplan ist nirgends zu finden, wer die Züge fährt. Ich weiss, dass für die Verbindung ab Interlaken Ost ein Zug der Berner Oberlandbahn benutzt wird, aber wissen das wirklich alle?


  4. Gleiswechsel



    Die im Fahrplan angezeigte Information über den Gleiswechsel ist falsch. In Dielsdorf fährt der angegebene Zug immer auf Gleis 2, in Oberglatt immer auf Gleis 3 und in Zürich Museumsstrasse wird erst kurz vor Zugseinfahrt festgelegt, ob Gleis 23 oder 24 benutzt wird.

    Die angegebenen Gleisnummern sind richtig, aber die Information ...



    ... ist falsch, denn es liegt nichts aussergewöhnliches vor.



  5. Sitzplatzverfügbarkeit
    Schön dass sich die SBB die Mühe nimmt, auf Züge mit freien Sitzplätzen hinzuweisen, aber die Info ist in der dargebotenen Art für den Kunden nutzlos.

    Die Verbindung Dielsdorf - Alpiglen präsentiert sich so:


    Beim Klicken auf das Info-Symbol bei der Verbindungen 3 kommt folgendes zum Vorschein:


    Die Info für den IC 708 sieht so aus:


    .... und ist somit für mich nicht relevant, weil Bern nicht meine Zieldestination ist.

    Die Info für den CIS sieht so aus:

    ... und ist für mich auch nicht relevant, da ich nicht bis Domodossola reise.

    Bis hierhin habe ich mindestens dreimal geklickt ohne dass ich neue Erkenntnisse gewonnen habe. Die Informationen über die Sitzplätze würde sich vielleicht besser darstellen lassen indem auf "Komfortverbindungen mit vielen Sitzplätzen" und "Verbindungen mit beschränktem Sitzplatzangebot" hingewiesen würde. Diese Info müsste aber bereits in der Übersicht zur Verfügung stehen.

Montag, März 02, 2009

Die Güter U-Bahn in Chicago

Von 1899 bis 1906 wurden unter den Strassen Chicagos ein ausgedehntes Tunnelsystem gebaut, das offiziell für die Verlegung von Telefonkabeln vorgesehen waren. Heimlich wurde aber in den Tunneln eine 60 cm Bahn eingebaut, die mit kleinen elektrischen Lokomotiven und 4-achsigen Wagen Kohle für die Heizungen, Post, Asche und andere Güter befördern konnte. Die Güter-U-Bahn von Chicago war geboren.


Zwei Züge der Güter-U-Bahn. Die Fahrzeuge mussten
15-m-Kurven unter den Straßenkreuzungen befahren können.



Karte des etwas 100 km langen Streckennetzes


Die Güter-U-Bahn war bis 1956 in Betrieb und hatte in ihren besten Zeiten eine Streckenlänge von 100 km, 150 Lokomotiven und 3000 Güterwagen. Nach der Betriebseinstellung wurden die technischen Installationen verschrottet und die Tunnel gerieten in Vergessenheit.


Einzige übertag erhaltene Lokomotive des Güter-U-Bahnsystems
in Chicago. Eine weitere Lokomotive steht in einem halbgelfuteten
Tunnel unter der Stadt.


Erst 1992 wurde man unliebsam an das Tunnelsystem erinnert. Bei Pfählungsarbeiten wurde das Gewölbe eines Abschnittes unter dem Chicago Fluss verletzt, so dass ein Leck entstand. Der Defekt wurde bei Wartungsarbeiten an Telefonkabeln entdeckt. Die Stadt ließ sich Zeit bei der Organisation der Reparaturarbeiten, da sie sich für das privat erbaute Tunnelsystem nicht verantwortlich fühlte. Am 13. April 1992 war das Leck so groß, dass der Fluss fast ungehindert in das Tunnelsystem fließen konnte, diverse Gebäude, U-Bahn-Tunnel und unterirdische Einkaufszentren wurden geflutete, sowie die Börse Chicagos lahmlegte.


Größere Kartenansicht

Stelle, wo das Tunnelgewölbe beschädigt wurde, so dass Wasser
des Chicagorivers ins System eindringen konnte.


Die Behörden konnten zuerst nicht feststellen, woher die Wassermassen kamen und vermuteten zuerst einen Defekt in der Wasserversorgung. Als das Wasser in den Kellern immer noch stieg obwohl sämtliche Hauptwasserleitungen in die Innenstadt abgestellt waren und außerdem auch noch Fische in den Fluten schwammen wurde man stutzig. Ein Radioreporter entdeckte schließlich den Wasserstrudel über dem geborstenen Tunnelgewölbe im Chicago River.

Die Reparaturarbeiten dauerten drei Tage, wobei mehr al 65 LKW-Ladungen Geröll und Zement in die Leckstelle geschüttet wurden. Die Aufräumarbeiten verschlange 2 Mia USD.

Das Tunnelsystem ist heute auf Sicherheitsgründen nur für bewilligte Fachkräfte für die Ausführung von Wartungsarbeiten zugänglich.


Quellen:
The Chicago Tunnel Company Railroad Home Page
Chicago Tunnel Company - Wikipedia
Chicago Flood 1992 - Wikipedia
Chicago Tribune

Sonntag, März 01, 2009

Die Spielerei zum Sonntag

Eine superkalte Dampflok und ganz am Schluss die futurististe E42.

Freitag, Februar 27, 2009

Hochgeschwindigkeitsstrecke in Polen

In Polen denkt man laut über eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach. Die Strecke hat die Form eines Ypsilons. Sie würde von Warschau über Lodsch nach Kalisch führen, wo sie sich in die Äste nach Posen und Breslau teilen würde. Die Strecke dürfte frühestens im Jahr 2020 zur Verfügung stehen. Die Realisierung könnte durch ein Public Private Partnership Projekt erfolgen.



Donnerstag, Februar 26, 2009

Soviel Schweiz im hohen Norden

Für ddie S-Bahn Oslo hat die NSB 50 Flirt-Triebwagen bei Stadler bestellt. Für Vorversuche weilt schon mal ein SBB Flirt im hohen Norden. Zusammen mit der El 18, die fast wie eine Lok 2000 ist, ist das doch schon eine hohe Konzentration von Schweizerfahrzeugen.

Foto von Rasmus Skov

Mittwoch, Februar 25, 2009

Hochgeschwindigkeitsverkehr in den USA

An Ideen für Hochgeschwindigkeitsverkehr in den USA fehlt es nicht, aber die Finanzierung ist nicht sichergestellt. Das Projekt einer Hochgeschwindigkeitsstrecke Los Angeles - San Francisco ist am weitesten Fortgeschritten.



Dienstag, Februar 24, 2009

Sind die Fetten Jahre für die Bahnindustrie vorbei?

Gemäss einem Artiekl im Tagesspiegel befürchtet die Bahnindustrie, dass die fetten Jahre vorbei sind. Ich kann dem einiger massen beipflichten. Der Güterverkehr ist eingebrochen, weil weniger konsumiert, weniger gebaut und weniger Halbprodukte für die Automobilindustrie transportiert werden. Auf der andere Seiten gibt es viele öffentliche Förderungsprogramme und einen sehr hohen Arbeitsvorrat. Im Moment kann man noch einiger massen gelassen der Zukunft entgegen blicken.

Philipinen: Nahverkehr mit Jeepneys

In den Strassen Manilas tummeln sich eigenartige Gefährte. In diesen Jeepneys genannten Kleinbussen sitzen die Leute auf Längsbänken. Die ersten Gefährte waren umgebaute amerikanische Willis Jeep. Das zu entrichtende Fahrgeld ist stark an den Ölpreis gebunden.



Montag, Februar 23, 2009

Cisalpino hilft SBB

Diese Meldung dürfte Seltenheitswert haben: Am 22. Februar verekhrt der IC 962 Interlaken Ost - Basel nur bis Thun wegen einer Lokstörung. Die Fahrgäste werden dort auf den verkehrenden Cisalpino CIS 50 verwiesen. Diese Lösung dürfte nur mölich gewesen sein, weil der CIS 50 ein normaler Reisezug mit Lok und Wagen ist und nicht ein Ströungsanfäliger ETR 470.

Sonntag, Februar 22, 2009

Miami, USA


Flipped Bus Sign, ursprünglich hochgeladen von Fred​

Hier steht sogar der Autobus kopf (oder ist es eher die mangelnde Motivation des Mitarbeiters, der dieses Schild aufgestellt hat ?)

Freitag, Februar 20, 2009

David Freud

Ein Urenkel vom Psychoanalythiker Sigmund Freud half den Eurotunnel zu finanzieren und soll nun Pressesprecher der Konservativen werden. BBC

Donnerstag, Februar 19, 2009

Es gibt auch Züge, die weinen

Es ist hinlänglich bekannt, dass vorallem im Hirn der Männer beim Anblick von technischen Geräten wie Autos und Lokomotiven die selben Gedanken aktiviert werden, wie wenn sie ein Gesicht sehen. 

Nach meiner Meinung weint dieser Zug:

London Gatwick Express - verkhert viertelstündlich
 zwischen London-Victoria und dem Flughafen Gatwick

Mittwoch, Februar 18, 2009

Japan: Neue Shinkansen Züge

So sehen die neuen Shinkansen Züge aus, die ab 2011 verkehren sollen. Nach einem Probebetrieb mit 300 km/h soll ab 2013 mit 320 km/h gefahren werden. Der Zug hat eine 15 m lange Adlernase, die besonders wenig aerodynamische Geräusche verursachen soll. 



Die Züge heissen  E5. Die 10 Wagen mit Aluminiumkasten ergeben einen Zug von 250 m Länge. Der Zug wird von Technologien gebrauch machen, die beim Fastech 360 ausprobiert wurden.


Manichi Daily News

Ausfall Metro Lausanne

Die Kälte macht der Lausanner Metro zu schaffen. Vereiste Antennen in den offenen Teilstücken führen zu Problemen. Alstom ist daran, die Störung zu beseitigen. Tagi 

Natürlich freut das alle Skeptiker des vollautomatischen Betriebes, aber lasst die Ingenieure daran arbeiten - Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. 

Dienstag, Februar 17, 2009

Aufteilung Polens

Die Deutsche Bahn will die Hälfte der erst gerade erworbenen polnischen Güterbahn PCC an die russische Bahn verkaufen. Polen könnte damit nicht einverstanden sein. reuters

SBB: Handy Tickett eingeführt


Die Idee ist gut, aber wie ich das mit meinem Firmenhandy abrechnen kann, ist mir nicht klar.

Flughafen Ciudad Real erhält AVE Anschluss

Der erst Ende 2008 eröffnete Aeroporto de Ciudad Real soll ab 2010 an die AVE Linie Madrid-Sevilla angeschlossen werden. Die Kosten für den Bahnhof werden von der Flughafenbetreiberin vollständig übernommen, so dass die erste privat finanzierte Station am AVE Netz entsteht. (Aeropuerto Central)

Chemins de Fer Käserberg

Die Schweizer müssen nun nicht mehr nach Hamburg pilgern zur Besichtigung einer grossen Modelleisenbahnanlage, sie können nun nach Freiburg fahren. Die Chemins de Fer Käsereberg hat eröffnet und bietet auf 610 m2 Eisenbahnerlebnis. Der SF DRS lässt eine neue Superlative erwarten.

Sonntag, Februar 15, 2009

Erzzüge in Südafrika

In Südafrika verkehren die Erzzüge mit diesen seltsam aussehenden Loks.

Der Stromabnehmer sitzt auf einem abgesenkten Teil des Daches auf extra langen Isolatoren, denn die Fahrleitungsspannung beträgt 50 kV! Die Züge verkehren auf der Linie Sishen-Saldanha. Sie haben 324 Wagen und ein Gesamtgewicht von 36'000 t. Der Mannschaft steht ein Motorroller zur Verfügung, der beispielsweise bei der Störungssuche am Zug eingesetzt wird. Bei Nichtgebrauch ist er in einem speziellen Kasten im Untergestell der Lok versorgt. Wohlvermerkt, das ganze spielt sich auf Kappspur 1067 mm ab!

Samstag, Februar 14, 2009

Russland: Doppelstockschlafwagen

In Russland ist der erste Doppelstockschlafwagen fertig.
Der Wagen aus dem Werk Twer hat 64 Plätze.


Foto: Paravoz.com

Freitag, Februar 13, 2009

Gelmerbahn


Gelmerbahn, ursprünglich hochgeladen von chrchr_75

In der Schweiz liegt zwar noch viel Schnee, aber ab dem 6. Juni ist die steilste Standseilbahn wieder geöffnet. Die Bahn hat eine Steigung von 106 %, das heisst führt in einem Winkel von 47° nach oben. Grimselwelt.

Donnerstag, Februar 12, 2009

Niederlande: Fahrplanlose Zukunft

In einem Komentar zum Netzwerkabsturz der Deutschen Bahn wird vorgeschlagen, den Fahrplan der Bahn abzuschaffen. Die Idee ist entgegen der Meinung vieler überhaupt nicht utopisch, denn genau das planen die Niederländsichen Eisenbahnen.

In den letzten Jahren hat die Niederlande einen so starken Reisendenzuwachs erlebt, dass es kaum mehr möglich ist, das Angebot der Reisezüge der Nachfrage anzupassen. Ausserdem muss auf vielen Strecken auch ein wachsender Güterzugsverkehr bewältigt werden.

Mit dem Programm Hochfrequenter Schienenverkehr soll ein Ausweg aus der Situation gefunden werden. In Zukunft sollen die Züge ohne festem Fahrplan verkehren. Auf den wichtigen Strecken sollen mindestens 6 Schnellzüge und 6 Regionalzüge pro Stunde verkehren. Die Züge sollen möglichst gut verteilt über die volle Stunde verkehren, das heisst dass zwischen den Abfahrtszeiten der einzelnen Zügen höchstens 11 Minuten vergehen soll. Das System soll zwischen 06:30 und 20:00 gültig sein. 

Mit dem neuen Ansatz erhofft man sich die Kapazität der Strecken besser ausnützen zu können und statt den jetzt möglichen ca. 10 Zügen pro Stunde die Frequenz bis auf 30 Züge pro Stunde und Strecke anzuheben.

Das neue System soll Schrittweise auf dem gesamten Streckennetz der Niederlanden eingeführt werden. Es ist geplant zuerst die Strecke Amsterdam - Eindhoven auf fahrplanloser Betrieb umzustellen. Der hätte 2010 beginnen sollen, wurde aber auf 2012 verschoben weil noch kleinere Anpassungsarbeiten an der Infrastruktur nötig sind.    

Die NS will aber für 2010 trotzdem das Angebot verbessern. Die bestehenden Züge werden alle mit Doppelstockwagen ausgerüstet und sollen die maximale Anzahl Wagen führen. Zustäzlich sollen in den Spitzenzeiten kurzfristig angeordnete Einschaltzüge angeboten werden, die aber nur in den Online Fahrplänen und an den Abfahrtsanzeigen auf den Bahnhöfen erscheinen werden. Das verbesserte Angebot wird aber nur umgesetzt, wenn das erwartete Wachstum nicht wegen der Wirtschaftskriese hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibt.


Mittwoch, Februar 11, 2009

Eurotunnel

Seit Dienstag ist der Eurotunnel wieder in vollem Betrieb nachdem die Schäden vom Brand im September 2008 behoben worden sind.

Den Bränden im Eurotunnel sind neben starken Schäden am Bauwerk immer ein halber Zug inklusive Lokomotive zum Opfer gefallen. Es wird deshalb angestrebt die Störfallvorschriften so zu ändern, dass die Rauchventilation reduziert werden kann sobald sich alle Leute in den Fluchträumen befinden. Dies würde der Feuerwehr eine realistische Möglichkeit geben, den Brand vor Ort zu löschen. Es hat sich nämlich gezeigt, dass mit der starken Rauchventilation der Brand auf dem Zug so stark angefacht wird, dass dieser wie eine Fackel abbrennt bis in der Ventilationsrichtung kein brennbares Material mehr vorhanden ist.

Samstag, Februar 07, 2009

Eingebrochen

Ausser Umsätzen können auch Eisenbahnwagen einbrechen:

Dieser kanadische Wagen war entweder falsch beladen oder schon vorgeschädigt. Die auf dem Wagen geladenen Traktoren dürften von dem Zwischenfall keinen Schaden erlitten haben.


Freitag, Februar 06, 2009

Wenn Züge fliegen

New Delhi kriegt eine U-Bahn. Die ersten 65 km sind bereits in Betrieb mit 60 Zügen von einem Konsortium aus Hyundai und Mitsubishi, die zweite Ausbaustufe umfasst 128 km und 83 Züge, die von Bombardier geliefert werden.

Die Züge von Bombardier werden in Deutschland, Schweden und Indien hergestellt. Der erste Zug aus dem Werk Görlitz wird im Flughafen Parchim in die An-124 verladen. Diese Russische Frachtflugzeug eignet sich besonders für den Transport von Bahnfahrzeugen weil die Beladung direkt über eine Rampe vom Boden aus geschehen kann.


An-124 der Wolga-Dnjepr Frachtfluggesellschaft


Nach meinem Wissen ist das erste mit der An-124 transportierte
Bahnfahrezug die Class 201 der Irländischen Eisenbahn.
Der Transport wurde 1994 von Kanada nach Irland ausgeführt.
Die Lok ist ein vorläufer der weit verbreiteten Class 66. (Bild: Neil Pulling)



Die im EMD Werk London, Ontario gefertigte Lok wiegt 148 t. Sie
wird von einem Plattformwagen aus über den Bug in die Antonov verladen.
Der Bug des Flugzeuges lässt sich durch Einziehen des doppelten Bugfahrwerkes
absenken. (Bild: The history of air cargo and airmail)



Auf diesem Bild ist das doppelte Fahrwerk unter der vorderen
Rampe gut zu erkennen. Die An-124 brachte den ersten Siemenszug
für die Metro Bangkok. Weitere Details über den Auslad der Züge und
das Flugzeug sind bei 2Bangkok.com zu finden.

Traxx Diesellok bei Südostbayerbahn

vorläufig erst zur Probe (OVB)

Mittwoch, Februar 04, 2009

Märklin ist Konkurs

Hier steht zwar in der Regel nur von 1:1 Eisenbahnen geschrieben, aber ein Beitrag zum Konkurs des traditionellsten Modellbahnunternehmen soll hier nicht fehlen. Obwohl in den letzten Jahren bei dem traditionellen technischen Hobby immer mehr der Computer einzug gehalten hat, gelang es Märklin genau sowenig wie anderen Modellbahnunternehmen, den Kundenschwund zu stoppen. Die düsteren Zukunftsaussichten in der jetzigen Wirtschaftskriese dürften die Banken dazubewogen haben, die Kredite nicht weiter zu verlängern.  NZZ

Wann ist ein Zug zu spät ?

Wann gilt in der Statistik ein Zug als verspätet?

In der Schweiz ist ein Zug verspätet, wenn er mehr 2 Minuten nach planmässiger Ankunft eintrifft. In Frankreich ist ein Zug verspätet, wenn er mehr 10 Minuten nach planmässiger Ankunft eintrifft und dabei nicht eine technische Störung oder ein Streik daran Schuld ist.

Es gibt grosse Unterschiede zwischen den Ländern, wie untenstehende Grafik zeigt:

Grafik aus Pünktlichkeite der NS international verglichenvon treinreiziger.nl

Diese Grafik bewertet die Pünktlichkeit im Bezug auf den Verkehr in einem bestimmten Netz. Die Bahnen in Japan, der Schweiz und in den Niederlanden sind trotz hohem Verkehrsaufkommen überdurchschnittlich pünktlich. Obwohl bei der Deutsche Bahn pro Streckenkilometer nur halbsoviele Züge wie in der Schweiz fahren, schafft sie es trotzdem nicht, die Züge pünktlilch fahren zu lassen. In Systemen mit hoher Verkehrsdichte ist eine hohe Pünktlichkeit das oberste Gebot weil sonst das System schnell zusammenbricht.



Dienstag, Februar 03, 2009

Metro Mexiko City

Die Metro Mexiko city betreibt ein Netz mit 11 Linien und 202 km Länge.  Die Züge laufen auf den aus Paris bekannten Pneufahrwerken.    

Pneufahrwerk
Bei dieser Technik laufen die Züge auf stickstoffgefüllten Reifen. Sie sind dadurch leiser und erreichen höhere Anfahrbeschleunigungen. Bei Druckverlust in den Reifen fahren die Züge auf den Noträdern, die gleichzeitig als Bremsscheibe dienen. Die Technik ist relativ aufwändig, weil z.B. die Achsen ähnlich einem Strassenfahrzeug mit einem Differential ausgerüstet sein müssen damit das Fahrwerk durch Bögen fahren kann.

Kürzlich wurden 45 Metrozüge von Bombardier und CAF beschafft, die auf der Linie 2 eingesetzt werden.


Ankündigung der NM02 Züge auf der Linie 2.



Montag, Februar 02, 2009

Belgische TRAXX Loks in Aachen

Die belgischen Traxx Loks scheinen seit 1. Februar den Hauptverkehr auf der Strecke von Aachen in Richtung Montzen (Belgien) übernommen zu haben und haben damit die Dieselloks der Baureihe 55 vertrieben. Diese GM Lokomotiven aus den sechziger Jahren haben sich offenbar durch teilweise starken Ölverlust negativ in Deutschland bemerkbar gemacht.

Die Strecke ist seit dem Dezember 2008 elektrifiziert. Unter dem Namen Cobra betreibt ein Joinventure aus Railion Deutschland und SNCB Cargo mit 40 von ATC geleasten BR 186 die Strecke. Die Lokomotiven werden in Belgien als Baureihe 28 bezeichnet. 

Drehscheibe (mit Bildern)

Die Schweizer Schwarzfahrer

In der Schweiz ist der Anteil Schwarzfahrer an der Bevölkerung hoch. So lässt es zumindest die Statistik erscheinen, denn in der Datenbank der Schwarzfahrer befindet sich ungefähr 7 o/oo der Bevölkerung, was aber eher auf akribische Kontrollen und Buchführung zurückführen sein dürfte . NZZ

Verlorene Wagen - auch in Neuseeland

Nicht nur in Griechenland kann ein Zug unbemerkt Wagen verlieren, nein auch in Neuseeland: 

Am 22. September 2007 verliert ein Güterzug die hintersten 10 Wagen. Der Lokführer bemerkt die duch die Zugstrennung ausgelöste Notbremsung des Güterzuges und hält Nachschau. Er stellt fest, dass das Zugschlussgerät nicht mehr da ist und schliess daraus, dass dieses abgefallen sei und die Notbremsung verursacht hätte. Nachdem er den Hahn der Bremsleitung am letzten Wagen geschlossen hat, fährt der Lokführer in die nächste Station.

Im Gegensatz zu Griechenland wird aber der nachfolgende Lokführer vom Stellwerkbeamten  gewarnt, dass die Strecke nicht frei gemeldet sei. Bei Fahrt auf Sicht trifft dann der Lokführer des Folgezuges tatsächlich auf zehn verlorene Wagen. (TAIC)



Zugschlussgerät / End of Train Device
In vielen Ländern werden solche Zugschlussgeräte verwendet. Das Gerät ist mit der Hauptleitung verbunden und kommuniziert über eine Funkverbindung mit dem Führerstand der Zuglok. Es zeigt dem Lokführer den Hauptleitungsdruck am Ende des Zuges an und überwacht die Länge des Zuges. Weiter kann es auch vom Lokführer ferngesteuert die Hauptleitung entlüften, was besonders bei langen Güterzügen von Vorteil ist, weil dadurch weniger Längszerrungen entstehen. (Inteletrack)

 

Sonntag, Februar 01, 2009

Schwedische Erzbahn: Produktion gedrosselt

Noch nie wurde soviel Erz transportiert wie im Jahr 2009, doch zur Zeit sind alle Silo in Narvik voll, so dass nur noch sieben Züge pro Tag verkehren. (BarentsObserver)

Rio Tinto in finanziellen Schwierigkeiten

Die Rio Tinto Gesellschaft ist eines der grössten Bergbauunternehmen der Welt, das aber hoch verschuldet ist. Die über 39 Mia USD sind bei der Übernahme von Alcan entstanden -  die kanadische Gesellschaft, welche Alusuisse übernommen hatte. 2009 sollen einige Mienen verkauft werden, weiter soll auch Chinesische Staat über seine Bergbaugesellschaft 15 Mia USD in den australisch-amerikanischen Konzern einschiessen.  

Rio Tinto betreibt ein 1'200 km langes Erzbahnnetz im Nordwesten Australiens. Mit 86 GE-Dieselloks und 7'000 Erzwagen werden 33 Erzügen gebildet. Die Züge werden von einem einzigen Lokführer gefahren, wobei ein führerlosen Betrieb der Züge untersucht wird. Die schwersten Züge haben 230 Wagen, wiegen 29'800 t und werden von  2 Dieselloks geführt, wobei teilweise nachgeschoben werden muss.  Während der 900 km langen Fahrt zum Hafen und wieder zurück benötigt der Zug über 20'000 Liter Diesel.
 

Die roten Linien gehören der Rio Tinto, die grüne Linie der BHP. 


Eisenerzzug der Rio Tinto in der typisch roten Landschaft Nordwestaustraliens.
von greatnessjason

Eisenbahnen in Südamerika

Südamerika ist nicht gerade besonders bekannt für moderne Eisenbahnen, was sich aber schon bald ändern könnte. Eine Seiten mit aktuellen Informationen zum Thema ist zum Beispiel Ferrolatino.